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Gigafabriken im Fokus 11.01.2022 23:20:00

Wedbush sieht Tesla weiter im Aufwärtstrend: Kursziel angehoben

Wedbush sieht Tesla weiter im Aufwärtstrend: Kursziel angehoben

Das Jahr 2021 lief trotz Lieferschwierigkeiten und anhaltender Corona-Pandemie für Tesla sehr erfolgreich. Geht es nach Wedbush Securites dürfte sich dieser positive Trend auch 2022 fortsetzen.

• Tesla-Aktie mit starkem Jahr 2021
• Wedbush Securities weiterhin optimistisch für Tesla
• Auch andere Analysten sehen viel Potenzial

Der Elektro-Autobauer Tesla hat ein erfolgreiches Jahr 2021 hinter sich. Während der Tesla-Anteilsschein zum Jahresende 2020 noch 705,67 US-Dollar wert war, waren es zum Jahresende 2021 schon 1'056,78 US-Dollar - ein Anstieg um knapp 50 Prozent. Das neue Jahr begann der US-Konzern dann gleich mit der nächsten Erfolgsnachricht. So schaffte es Tesla im vierten Quartal 2021 einen neuen Auslieferungsrekord aufzustellen. Das Unternehmen von Visionär Elon Musk lieferte von Oktober bis Dezember 308.600 Fahrzeuge aus. Im Gesamtjahr waren es gar 936'000 Stromer, was einem Zuwachs von 87 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht und die Analystenschätzungen weit überstieg.

Wedbush Securities bleibt weiter optimistisch

Und auch im neuen Jahr dürfte es für Tesla weiter rasant aufwärts gehen. Davon ist Wedbush Securities-Experte Daniel Ives überzeugt, wie er erst kürzlich in einer Analyse erklärte, die TheStreet vorliegt. Seiner Meinung nach würde der weitere Erfolg des Musk-Konzerns insbesondere in China liegen: "Der Dreh- und Angelpunkt der insgesamt bullishen Einschätzung Teslas liegt in China, was in 2022 40 Prozent der EV-Auslieferungen ausmachen dürfte", so Ives. Dabei geht der Analyst davon aus, dass die Lieferengpässe, die sich durch das ganze Jahr 2021 zogen, sich in diesem Jahr wieder verbessern dürften.

Zwei neue Tesla-Gigafabriken geben Rückenwind

Ein weiterer Faktor, der zu Teslas Erfolg beitragen dürfte, sind die Fertigstellungen der beiden neuen Fabriken in Austin, Texas und Berlin. Diese sollten zusätzlich dazu führen, dass Flaschenhälse in der Produktion künftig vermieden werden können und dass Tesla "das Luxusproblem von mehr Nachfrage als Angebot" besser meistern könne. "Wir glauben, dass Tesla bis Ende 2022 die Kapazität für rund zwei Millionen Einheiten jährlich besitzen wird, verglichen mit ungefähr einer Million heute. Auch wenn die logistischen Hürden eine kurzfristige finanzielle Last sein werden, glauben wir, dass Tesla das Potenzial besitzt, seine Auto-Bruttomarge und sein Profitabilitätsprofil in den nächsten 12 bis 18 Monaten zu erweitern, insbesondere wenn mehr Fahrzeuge von höherer Marge in China verkauft und produziert werden".

Demensprechend bekräftige Wedbush Securities das eigene "Overweight"-Rating der Tesla-Aktie sowie das Kursziel von 1'400 US-Dollar. Im Bullenszenario halten die Analysten gar einen Preisanstieg bis auf 1'800 US-Dollar für möglich.

Auch Argus Research und Morgan Stanley heben den Daumen für Tesla-Aktie

Mit der bullishen Einschätzung steht das Analysehaus durchaus nicht alleine da. Erst kürzlich hob auch Argus Research das Kursziel für die Tesla-Aktie um 30 Prozent auf 1.313 US-Dollar an. Und auch Morgan Stanley-Experte Adam Jonas hielt seine positive Einschätzung jüngst in einem Kundenbericht fest, der Nasdaq.com vorliegt.

Zwei Millionen ausgelieferte Fahrzeuge in 2022?

Auch Jonas hält es für möglich, dass Tesla noch in diesem Jahr den Sprung auf zwei Millionen ausgelieferte Fahrzeuge schaffen könne, auch wenn dies aktuell noch nach einem weitem Weg aussehe. Angesichts des Schwungs, den der E-Autobauer im vierten Quartal 2021 gezeigt hätte, scheine es jedoch aktuell realistischer. Daneben sieht auch der Morgan Stanley-Analyst in den beiden neuen Gigafabriken grosses Potenzial. Sind diese erstmal zu ihrer vollen Kapazität ausgebaut, könnte Tesla insgesamt auf globaler Ebene eine Produktionskapazität von fast drei Millionen Einheiten jährlich besitzen. Es würde allerdings noch ein wenig dauern, bis dies tatsächlich der Fall sei.

Nun bleibt nur abzuwarten, ob Tesla diesen hohen Erwartungen 2022 auch tatsächlich gerecht werden kann. Das Unternehmen selbst ist vorsichtig geworden, was Auslieferungsprognosen angeht. So gab das Management 2020 bekannt, es erwarte in 2021 eine Steigerung der Auslieferungen um 50 Prozent, was circa 750'000 ausgelieferte Stromer bedeutet hätte. Für das Jahr 2022 veröffentlichte der Konzern bisher noch keine Guidance.

Redaktion finanzen.ch

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