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Tops und Flops 14.04.2024 16:49:00

NVIDIA, Tesla & Co. im 1. Quartal: Analyse der Mag 7-Aktien - Welche überzeugten und welche nicht?

NVIDIA, Tesla & Co. im 1. Quartal: Analyse der Mag 7-Aktien - Welche überzeugten und welche nicht?

Die Magnificent 7 waren im vergangenen Jahr die absoluten Überflieger an der US-Börse. Doch 2024 hat sich einiges geändert und nicht mehr jeder Börsenstar des vergangenen Jahres konnte im ersten Quartal an seine starke Performance anknüpfen.

• Mehrheit der Mag 7-Aktien mit Performanceplus im ersten Quartal
• Quartalszahlen konnten mehrheitlich die Erwartungen schlagen
• Apple und Tesla als grösste Flops der Gruppe

Die Aktien der Magnificent 7 Apple, NVIDIA, Alphabet, Meta, Amazon, Tesla und Microsoft beeindruckten die Anleger im vergangenen Jahr mit ihrer extrem starken Performance. Doch während einige dieser Titel auch im ersten Quartal 2024 an ihren Höhenflug anknüpfen konnten, entwickelten sich andere in den ersten Monaten 2024 zum absoluten Flop. Welche Titel der prestigeträchtigen Gruppe konnten im ersten Jahresviertel besonders überzeugen - und welchen wurden aktuelle Nachrichten zum Verhängnis?

NVIDIA-Aktie top - KI-Platzhirsch kennt weiterhin kein Halten

Wenig überraschend blieb der Chip-Hersteller NVIDIA auch im ersten Quartal 2024 weiterhin der "König der Magnificent 7" und stellte mit seiner Performance alle anderen Aktien der Gruppe in den Schatten. So verzeichneten die Titel des US-Unternehmens von Januar bis Ende März ein Kursplus von 82,46 Prozent.

Dass NVIDIA weiterhin dominant im KI-Sektor ist, zeigten vor allem die Quartalszahlen, die der Konzern im Februar vorgelegt hatte. Die Kennziffern des Chip-Herstellers waren bemerkenswert gut ausgefallen und hatten die ohnehin schon hohen Erwartungen noch einmal deutlich übertroffen. So setzte NVIDIA im Berichtszeitraum mit 22,1 Milliarden US-Dollar mehr als dreimal so viel um wie noch im Vorjahreszeitraum. Das Geschäft mit Technik für Rechenzentren brachte mit 18,4 Milliarden US-Dollar sogar fünfmal so viel Umsatz wie noch im Jahr zuvor. Der Quartalsgewinn sprang von 1,4 Milliarden US-Dollar auf knapp 12,3 Milliarden US-Dollar hoch und auch mit seinem Ausblick für das laufende Quartal konnte der Grafikkartenproduzent überzeugen.

Doch nicht nur die Bilanz trieb die NVIDIA-Aktie in den vergangenen Monaten an. Im März stellte das Unternehmen auf der hauseigenen Entwicklerkonferenz GTC ausserdem die neue Blackwell AI-Prozessorarchitektur vor. Das System soll als "Antrieb einer neuen industriellen Revolution" durch KI dienen und vier Mal leistungsstärker als die aktuelle Grace Hopper-Generation sein. Bei den Analysten kam das neue System gut an. Sie lobten das grössere Potenzial der Blackwell-Architektur, KI-Modellierung und -Inferenz zu verändern und gleichzeitig den Abstand zwischen NVIDIA und seinen Konkurrenten weiter zu vergrössern.

Meta begeistert Anleger mit erstmaliger Dividendenzahlung

Auch die Aktie der Facebook-Mutter Meta gehört zu den Magnificent 7-Titeln, die ihrem Namen im ersten Quartal alle Ehre machten: Der Anteilsschein des von Mark Zuckerberg geführten Konzerns kletterte in den ersten drei Monaten des Jahres um rund 37,18 Prozent nach oben. Einen Schub erhielt das Papier dabei vor allem nach der Zahlenvorlage Anfang Februar, denn Meta konnte die Anleger mit einem kräftigen Wachstum bei Umsatz und Gewinn überzeugen - und begeisterte ausserdem mit der Nachricht, erstmals eine Dividende ausschütten zu wollen. So erhalten Meta-Anleger nun eine Quartalsdividende in Höhe von 0,50 US-Dollar. Ausserdem wurde die Erhöhung der Aktienrückkaufermächtigung um 50 Milliarden US-Dollar angekündigt.

Allerdings gab es bei Meta in den letzten Wochen nicht nur gute Nachrichten. Zusammen mit Apple und Alphabet ist die Facebook-Mutter ins Visier der EU-Kommission geraten, die nun prüfen will, ob die Konzerne gegen EU-Regeln in Verbindung mit dem Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act - DMA) verstossen haben. Bei Meta steht dabei die Frage im Raum, ob Meta in ausreichendem Umfang die Zustimmung der Nutzer eingeholt hat, wenn deren personenbezogene Daten über verschiedene zentrale Plattformdienste hinweg kombiniert wurden.

Amazon, Microsoft und Alphabet mit Licht und Schatten

Auch die Papiere von Amazon, Microsoft und Alphabet gehören zu den Magnificent 7-Titeln, die in den ersten drei Monaten 2024 eine positive Performance erzielen konnten. Während Amazon-Aktien um 18,72 Prozent stiegen, ging es für Microsoft-Papiere um 11,88 Prozent nach oben und C-Aktien der Google-Mutter Alphabet legten um 8,04 Prozent zu.

Auch beim Online-Giganten Amazon fielen die jüngsten Quartalszahlen besser aus als erwartet und sorgten für einen Kurssprung der Aktie, die zudem Ende Februar in den nur 30 Werte umfassenden Dow Jones-Index aufgenommen wurde. Dennoch lief für den Handelskonzern im ersten Quartal nicht alles rund. So musste Amazon seine Pläne für eine Übernahme von iRobot aufgrund von Bedenken der EU-Wettbewerbshüter sowie der US-Handelsbehörde FTC begraben. Die Amazon-Aktie belastete dieser Rückschlag letztlich jedoch nicht.

Microsoft konnte im jüngst abgelaufenen Jahresviertel ebenfalls einen starken Umsatz- und Gewinnanstieg vorweisen und die Erwartungen übertreffen. Analysten hatten allerdings mit etwas höheren Cloud-Erlösen gerechnet. Zusätzlich sieht sich der Windows-Entwickler zusammen mit Amazon und Alphabet einer Untersuchung der US-Handelsbehörde FTC gegenüber. Dabei geht es um die KI-Investition der jeweiligen Konzerne. Während Microsoft stark am ChatGPT-Entwickler OpenAI beteiligt ist, haben Amazon und Alphabet Vereinbarung mit dessen Konkurrenten Anthropic. Die Aufseher würden nun unter anderem der Frage nachgehen, ob die KI-Investitionen "dominierender Unternehmen" den Wettbewerb verzerren könnten, heisst es bei "dpa-AFX".

Bei Alphabets KI-Bemühungen kam zu der Untersuchung der FTC im abgelaufenen Jahresviertel auch ein verpatzter Start des Gemini-Bildgenerators. Die KI-Software war offenbar zu sehr auf die Darstellung von Diversität bedacht und erzeugte unter anderem Bilder von nicht-weissen Nazi-Soldaten. Google zog daraufhin die Reissleine und stoppte die KI-generierte Erzeugung von Bildern mit Menschen. Wie bereits erwähnt, hat ausserdem auch die EU-Kommission ein Auge auf die Google-Mutter geworfen. Bei Alphabet - und auch Apple - geht es dabei um die Frage, ob im App Store die Möglichkeiten der Entwickler unrechtmässig eingeschränkt werden. Auch die jüngsten Quartalszahlen des Suchmaschinen-Giganten wurden an der Börse negativ aufgenommen. So steigerte Alphabet zwar Umsatz und Gewinn stärker als erwartet, allerdings enttäuschte das Wachstum von Googles Werbegeschäft.

Apple mit immer mehr Problemen konfrontiert

Auch die Magnificent 7-Aktie Apple musste 2024 bislang einige Rückschläge einstecken. Der Anteilsschein verlor im ersten Quartal 10,93 Prozent an Wert und ist somit momentan alles andere als "magnificent". Denn nicht nur die EU-Kommission glaubt, dass Apple womöglich gegen den DMA verstösst, und hat ausserdem Anfang März eine Milliardenstrafe gegen den Konzern wegen Marktmissbrauch bei Apps zum Streamen von Musik verhängt, auch das US-Justizministerium hat eine Kartellklage gegen den iPhone-Hersteller eingereicht. Der Konzern habe Konkurrenten Zugang zu Hardware- und Software-Funktionen seiner Geräte verweigert und eigene Angebote bevorzugt, heisst es laut "dpa-AFX" in der Anklageschrift. Unter anderem verwehre Apple Konkurrenten angeblich den Zugriff auf Funktionen, die es ihnen ermöglichen würden, mit Apple Wallet und Apple Watch mithalten zu können, schreibt "Yahoo Finance".

Auch an anderer Stelle musste Apple eine Niederlage verzeichnen: So hat das Unternehmen aus Cupertino offenbar die Arbeit an einem eigenen Elektroauto eingestellt, nachdem über die Jahre hinweg bereits mehr als zehn Milliarden US-Dollar in das sogenannte "Projekt Titan" geflossen sein sollen. Da Apple jedoch wohl einige Entwickler aus dem Auto-Team nun auf KI-Projekte ansetzt und sich der Markt für E-Autos momentan ohnehin verlangsamt, wurde das Aus für das Apple Car an der Börse recht gelassen aufgenommen.

Für Beunruhigung sorgte jedoch, dass auch der iPhone-Absatz zu schwächeln scheint. In den ersten sechs Wochen des Jahres sei der iPhone-Absatz in China im Jahresvergleich um 24 Prozent eingebrochen, schrieb das Research-Haus Counterpoint laut "Dow Jones Newswires". Im Weihnachtsgeschäft hatte Apple zuvor noch eine ungebrochene Nachfrage nach seinem Flaggschiffprodukt gemeldet und seinen Gewinn deutlich gesteigert. Bei der Prognose für das laufende Quartal zeigte sich der Konzern jedoch auch bei der Zahlenvorlage Anfang Februar bereits sehr vorsichtig.

Tesla flop - Wachstumsunternehmen ohne Wachstum?

Als absolute Flop-Aktie unter den Magnificent 7 erwies sich im ersten Quartal 2024 jedoch der E-Autobauer Tesla. Satte 29,25 Prozent büsste dessen Anteilsschein in den ersten drei Monaten des Jahres ein - und die schlechten Nachrichten scheinen kein Ende nehmen zu wollen.

Ende Januar enttäuschte Tesla bereits mit seiner Bilanz und gestand nach einem enttäuschenden Gewinn ein, dass auch in Zukunft die Auslieferungen merklich langsamer zulegen würden. "Es ist der ernüchterndste Ausblick von Tesla, den ich bisher gesehen habe", kommentierte etwa Analyst Gene Munster vom Vermögensverwalter Deepwater. Tatsächlich brachte der Konzern um Elon Musk dann von Januar bis März nur 386'810 Elektroautos zu den Kunden - und damit sogar weniger als im Vorjahreszeitraum. Denn damals hatte Tesla noch fast 423'000 E-Autos ausgeliefert. Auch die - bereits gesenkten - Analystenschätzungen wurden damit deutlich unterboten. Angeblich habe Tesla aufgrund der schleppenden Nachfrage sogar die Produktion in seiner chinesischen Gigafactory zurückgefahren.

Für Negativschlagzeilen sorgte Anfang März auch ein Brandanschlag auf die Tesla-Gigafabrik in Grünheide. Dort wurde ein Feuer an einem Trafohaus gelegt, die Fabrik war daraufhin rund eine Woche ohne Strom, die Produktion stand entsprechend still. Einige Wochen zuvor hatten die Bürger von Grünheide ausserdem bereits gegen eine Erweiterung der Produktionsstätte gestimmt un der Tesla-Aktie dadurch einen Dämpfer verpasst.

Tesla-Investoren kritisieren zudem auch immer wieder Konzernchef Elon Musk. So attestierte Investor Ross Gerber diesem ein unberechenbares Verhalten und machte ihn mitverantwortlich für die schlechte Performance der Tesla-Aktie. Tatsächlich stellt sich immer wieder die Frage, inwiefern es für Tesla von Nachteil ist, dass der ambitionierte Firmenlenker Elon Musk noch bei zahlreichen anderen Firmen wie SpaceX, dem Kurznachrichtendienst X oder The Boring Company stark involviert ist und sich ausserdem häufig zu kontroversen Aussagen und Aktionen hinreissen lässt. Im ersten Quartal eskalierte beispielsweise seine Fehde mit der ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI und deren Chef Sam Altman, und der Tesla-Chef reichte eine Klage gegen die KI-Firma ein.

Bei den Magnificent 7 galt somit im ersten Quartal: NVIDIA top, Tesla flop - und das dürfte wohl auch noch ein Weilchen so bleiben.

Redaktion finanzen.ch

Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.

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