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Druckmittel im Konflikt 12.08.2018 21:31:00

Apple im Fokus: Dient der iKonzern im Handelskrieg als Trumpf?

Apple im Fokus: Dient der iKonzern im Handelskrieg als Trumpf?

Starker Umsatz in China

Apple profitiere enorm von günstigen Arbeitskräften sowie einer starken Lieferkette in China, berichtete jüngst "People’s Daily" in einem Artikel. Insbesondere die starken Quartalszahlen lösten eine Diskussion in China aus, warum Apple dort so gut verdiene, während chinesische Unternehmen inmitten des Handelskonfliktes zunehmend Verluste zu verzeichnen hätten.

Im Juni konnte der iKonzern in China einen Umsatz in Höhe von 9,6 Milliarden US-Dollar erzielen. Dieser Umstand sei ein wesentlicher Grund für die folgende Aktien-Rally gewesen, ist sich "People’s Daily" sicher. Der rasante Wertzuwachs wiederum habe dem Tech-Giganten schliesslich dazu verholfen, die Rekordmarke von einer Billion US-Dollar zu überspringen.

"Ärger und nationalistische Gefühle"

In ihrem Artikel warnte die staatliche Tageszeitung daher nun, Apple müsse mehr Profit mit China teilen, ansonsten könnte sich die Stimmung auf dem chinesischen Markt schnell ändern, "Wut und nationalistische Gefühle" könnten aufkommen. "Der auffällige Erfolg auf dem chinesischen Markt könnte eine nationalistische Stimmung hervorrufen, wenn die kürzlich von US-Präsident Donald Trump verabschiedeten protektionistischen Massnahmen die chinesischen Unternehmen hart treffen", heisst es in dem Artikel.

"Der von der Trump-Administration initiierte Handelskonflikt erinnert China daran, den Handel zwischen China und den USA zu überprüfen. Es scheint, dass US-Unternehmen, die in China Geschäfte machen, die grössten Gewinner des Handels zwischen China und den USA sind. Der chinesische Markt ist für viele führende US-Marken lebenswichtig und gibt Peking mehr Spielraum, um im Handelskonflikt mit harten Bandagen zu kämpfen", so "People’s Daily".

So könnten Apple und weitere grosse US-Unternehmen im weiter schwelenden Handelsstreit als "Druckmittel" für Peking dienen.

China fordert einen Teil des Kuchens

Denn China sei für Apple der wichtigste Überseemarkt. Apple habe eine Vielzahl an chinesischen Unternehmen in seine Produktionskette aufgenommen, um von vergleichsweise günstigen Komponenten und Montagearbeiten dort profitieren zu können.

"People’s Daily" schreibt in seinem Artikel, chinesische Unternehmen in der Lieferkette von Apple würden lediglich rund 1,8 Prozent des gesamten Gewinns, der dort durch das iPhone erwirtschaftet wird, erhalten.

Wenn die Chinesen nun aus Wut auf den von den USA gezeigten Protektionismus den US-Konzern ins Visier nehmen würden, würde Apple verwundbar werden. Zwar wolle China die Türen für Apple trotz der Handelsstreitigkeiten nicht schliessen, doch Apple sollte China im Gegenzug "einen grösseren Teil des Kuchens" abgeben, wenn der Konzern dort weiterhin so erfolgreich sein wolle, heisst es.

Jim Cramer, ehemaliger Hedgefonds-Manager und Host von CNBCs "Mad Money", glaubt allerdings nicht, dass China Apple tatsächlich boykottieren werde, Chinas Bedrohung sei wie ein "Spiel mit dem Feuer". Denn Apple sei einer der grössten Arbeitgeber in China und damit enorm wichtig für das Land.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Lightspring / Shutterstock.com,Vividrange / Shutterstock.com,Songquan Deng / Shutterstock.com

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