Swiss Re Aktie 12688156 / CH0126881561
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| Naturkatastrophenschäden |
19.03.2026 16:15:36
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Swiss Re-Aktie schwächer: Experten sehen ungebrochenen Trend bei Katastrophenschäden
Der langfristige Wachstumstrend bei den Schäden aus Naturkatastrophen ist laut den Experten des Swiss Re Institute trotz eines vergleichsweise milden Schadenjahrs 2025 intakt.
Die langfristige Wachstumsrate der Katastrophenschäden sei mit jährlich 5 bis 7 Prozent "erstaunlich stabil", erklärte Balz Grollimund, Head Catastrophe Perils bei Swiss Re, am Donnerstag bei der Präsentation des neuen "Sigma"-Reports des Schweizer Rückversicherers. Im vergangenen Jahr lagen die weltweit versicherten Naturkatastrophenschäden laut dem Report mit rund 107 Milliarden US-Dollar allerdings klar tiefer als die 141 Milliarden aus dem Jahr davor.
Damit konnte die Versicherungsindustrie im Schadenjahr 2025 von "vorteilhaften Schwankungen" profitieren. Liege das Schadenniveau 2026 wieder im langfristigen Durchschnitt, so würden die versicherten Schäden im neuen Jahr wieder 148 Milliarden Dollar betragen, so die Swiss Re-Experten. Ein "Spitzenschadenjahr" würde sogar Schäden aus Naturkatastrophen von rund 320 Milliarden Dollar bedeuten.
Immer bedeutendere Sekundärgefahren
Insgesamt entfielen im vergangenen Jahr rund 92 Prozent der versicherten Schäden auf Waldbrände, Stürme und Überschwemmungen. Für die Versicherer handelt es sich um sogenannte Sekundärgefahren, die mit insgesamt tieferen Gefahren aber auch mit höherer Frequenz auftreten. Primärgefahren wie etwa tropische Hurrikane oder Erdbeben blieben dagegen klar unter den Vorjahreswerten. So traf für einmal kein schwerer Hurrikan in den USA auf Land.
Die Waldbrände in Los Angeles machten mit versicherten Schäden von rund 40 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr den bedeutendsten Teil aus - es handelte sich um das grösste versicherte Waldbrand-Schadenereignis der Sigma-Statistik.
Höhere Exponierung
Das Ereignis passt auch in die vom Rückversicherer beobachteten Trends: So steigen in den USA die Schäden aus Waldbränden jährlich um über 14 Prozent. Zu den Ursachen zählen laut den Studienverfassern ein überdurchschnittliches Bevölkerungswachstum in exponierten Gebieten. Gleichzeitig beobachtet Swiss Re aber auch veränderte klimatische Bedingungen, etwa längere Trockenperioden, die Brandkatastrophen begünstigen.
In Europa wird das Wachstum bei den Katastrophenschäden dagegen vor allem von den Folgen schwerer Stürme angetrieben. Zu den Faktoren gehören sowohl eine steigende Exponierung wie auch veränderte Umweltbedingungen: Die Swiss Re-Verantwortlichen verwiesen in der Medienkonferenz etwa auf die hohe Zahl an installierten Solarpanels in Europa, die bei Hagelschäden stark exponiert sind. Gleichzeitig komme es in Europa immer häufiger zu Stürmen mit ausserordentlich grossen Hagelkörnern.
Hälfte der Schäden sind versichert
Die gesamten wirtschaftlichen Schäden durch Naturkatastrophen beziffert die Studie für 2025 auf 220 Milliarden Dollar, womit rund 49 Prozent respektive etwa die Hälfte davon versichert waren. Dies stelle immerhin den höchsten Anteil dar, der in den Sigma-Statistiken zu finden sei, heisst es.
Besonders gross seien die Deckungslücken aber nach wie vor in Schwellenländern. In der Regel sind dort 80 bis 90 Prozent der Katastrophenschäden nicht durch Versicherungen gedeckt, betonen die Studienverfasser. Dies zeige, wie entscheidend es sei, nicht nur die Anpassung und das Risikomanagement zu stärken, sondern auch den Zugang zu Versicherungsschutz zu vereinfachen.
Die Swiss Re-Aktie verliert an der SIX stellenweise 1,7 Prozent auf 129,90 Franken.
tp/mk
Zürich (awp)
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