UBS Aktie 24476758 / CH0244767585
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15.01.2026 17:57:00
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Richemont-Aktie dennoch in Rot: Deutliche Umsatzsteigerung im Weihnachtsquartal
Der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont hat den Umsatz im wichtigen Weihnachtsquartal deutlich gesteigert.
Im dritten Quartal 2025/26 (per Ende Dezember) stieg der Umsatz um 4 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro, wie Richemont am Donnerstag mitteilte. In Lokalwährungen legten die Verkäufe sogar um 11 Prozent zu.
Das sind mehr als im Rekord-Vorjahresquartal, als die Genfer +10 Prozent schafften. Analysten hatten beim organischen Wachstum im Durchschnitt lediglich einen Anstieg von 8,3 Prozent erwartet.
Das Schmuckgeschäft mit der Vorzeigemarke Cartier zeigte sich weiterhin stark (+14% zu konstanten Währungen), während das Uhrengeschäft mit Marken wie IWC ebenfalls anzog (+7%).
Gewinnzahlen publiziert Richemont zum dritten Quartal nicht. Einen konkreten Ausblick für das Gesamtjahr 2025/26 gab der Luxusgüterkonzern wie üblich ebenfalls nicht.
Richemont sieht weitere Verbesserung in China
Der wichtige chinesische Markt inklusive Hongkong und Macau setzte die Erholung aus dem Vorquartal fort.
Die vier Schmuckhäuser der Gruppe - Buccellati, Cartier, Van Cleef & Arpels und Vhernier - erzielten im dritten Quartal 2025/26 (per Ende Dezember) einen Umsatzanstieg von 6 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro. In konstanten Währungen lag das Wachstum bei 14 Prozent. Richemont spricht am Donnerstag von einer "erfolgreichen Weihnachtssaison in allen Häusern".
Auch das Uhrengeschäft fand im Vergleich zum Vorjahresquartal zu Wachstum zurück mit +1 Prozent. Organisch wuchs der Bereich gar um 7 Prozent. Dabei sei das zuletzt sehr harzig verlaufene Uhrengeschäft in allen Regionen gewachsen, hiess es.
Schwache Währungen und Materialkosten belasten
Auf Gruppenebene lieferte Asien-Pazifik den grössten Beitrag mit einem Umsatzanteil von 29 Prozent. Als einzige Region ist der Umsatz mit -2 Prozent weiterhin rückläufig. Zu konstanten Währungen fand sie aber im Vergleich zum Vorjahr zu Wachstum zurück mit +6 Prozent und setzte damit den Trend aus dem Vorquartal fort. Der Umsatz in China, Hongkong und Macau stieg um 2 Prozent, was aber vor allem auf die solide Entwicklung in Hongkong zurückzuführen sei.
Der zweitgrösste Markt Americas (Umsatzanteil: 27%; organisches Wachstum: +14%) legte kräftig zu, aber auch Europa (24%; +8%) zeigte sich robust. Insbesondere die für Richemont "kleineren" Regionen Naher Osten & Afrika sowie Japan mit einem Umsatzanteil von je 10 Prozent verzeichneten die grössten Wachstumsraten mit +20 Prozent respektive +17 Prozent.
Alle Vertriebskanäle hätten zum Umsatzwachstum beigetragen, so der Genfer Konzern weiter. Dabei wuchsen die Verkäufe über den Detailhandel (72% Umsatzanteil) mit organisch 12 Prozent am stärksten. Der Grosshandel zog um 9 Prozent an. Beim Online-Handel lief es noch am wenigsten rund: organisch +5% Prozent, -1% in tatsächlichen Währungen. Damit lag der Umsatzanteil bei knapp 6,5 Prozent.
Derweil investiere Richemont konsequent weiter in die Maisons, um das Wachstum in einem "komplexen makroökonomischen Umfeld" zu fördern. Schwächere Hauptverkaufswährungen sowie steigende Materialkosten drückten auf die Margen.
Richemont-Aktie trotz starker Umsatzentwicklung ins Minus gedreht
Die Aktien von Richemont sind am Donnerstag zwar klar fester in den Handel gestartet, sind dann aber noch innerhalb der ersten Handelsstunde ins Minus gerutscht. Der Schmuck- und Uhrenkonzern hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 trotz hoher Vorjahresbasis den Umsatz kräftig gesteigert und die Vorgaben der Analysten übertroffen. Einmal mehr lief das Geschäft in den Schmuckhäusern auf Hochtouren.
Letztlich verloren Richemont-Papiere an der SIX 2,43 Prozent auf 170,55 Franken. Seit August sind die Titel an der Börse jedoch sehr gut gelaufen (+30%). Entsprechend dürften erste Anleger Gewinne mitnehmen.
Ähnlich erging es den Inhabertiteln des Uhrenkonzerns Swatch, die zunächst zwar vom guten Abschneiden des Branchennachbars profitierten, letztlich aber auch um 3,57 Prozent auf 174,45 Franken nachgeben.
"Fröhliche Weihnachten" titelt Patrik Schwendimann von der Zürcher Kantonalbank (ZKB) in seinem Kurzkommentar. Richemont habe im Weihnachtsquartal, dem wichtigsten des Jahres, in sämtlichen Regionen und sogar im Uhrenbereich die Erwartungen der Experten übertroffen. Dabei seien auf Gruppenebene auch die höchsten Analystenschätzungen geschlagen worden.
Allerdings warnte Richemont auch davor, dass negative Währungseffekte und gestiegene Rohmaterialkosten auf die Margen drücken. Angesichts dieses Gegenwinds benötige die Gruppe eine gute Umsatzentwicklung, um die Margenerwartungen am Markt erreichen zu können, so Schwendimann.
Richemont habe ein starkes Umsatzwachstum verbucht, wobei die Schmuckhäuser mit einem währungsbereinigten Wachstum von 14 Prozent einmal mehr die Erwartungen übertrafen, heisst es bei RBC. Aber auch die Uhrenmarken hätten mit einem Umsatzplus von 7 Prozent deutlich besser als erwartet abgeschnitten. Insgesamt habe Richemont die Latte für die gesamte Branche sehr hoch gelegt.
Jean-Philippe Bertschy von der Bank Vontobel schreibt in seiner Einschätzung von einem "spektakulären" Wachstum, mit dem es Richemont gelang, die sehr hohe Vorjahresbasis zu übertreffen. Der Konzern setze den Wachstumskurs unbeirrt fort und bekräftige damit seine Führungsposition in der Luxusgüterbranche. Dabei zeichne sich auch ab, dass im Grossraum China die Talsohle durchschritten worden sei.
Besonders stark habe sich das Geschäft von Richemont im Nahen Osten, in Japan und in Amerika entwickelt, so Schwendimann weiter. Derweil macht Jean-Philippe Bertschy Anzeichen aus, dass im Grossraum China die Talsohle durchschritten werden konnte.
Richemont habe trotz hoher Erwartungen im Vorfeld das Weihnachtsquartal "makellos" abgeschlossen, was an der Börse dem gesamten Luxussektor Auftrieb geben dürfte, heisst es in einem Kommentar der UBS. Denn damit seien jüngst aufgekommene Bedenken am Markt über einen möglicherweise schwächeren Jahresausklang ausgeräumt worden.
Genf / Zürich (awp)
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