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Schwierige Bedingungen 23.07.2019 17:35:09

UBS-Aktie zieht an: UBS steigert unerwartet Gewinn

UBS-Aktie zieht an: UBS steigert unerwartet Gewinn

Die Bank profitierte dabei von einem starken Asset Management und einem soliden Privat- und Firmenkundengeschäft. Sowohl im Wealth Management als auch im Investmentbanking verdiente die UBS dagegen weniger.

Der Konzerngewinn stieg im Zeitraum von April bis Juni leicht auf 1,39 Milliarden US-Dollar von 1,38 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten in einem von der Bank selbst zusammengestellten Konsens 1,04 Milliarden US-Dollar prognostiziert. Das Ergebnis je Aktie betrug 37 Cent. Der Gewinn vor Steuern kletterte um 3 Prozent auf 1,76 Milliarden Dollar.

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Die Einnahmen sanken auf 7,53 von 7,64 Milliarden Dollar. Auch hier hatten die Analysten mit 7,3 Milliarden Dollar deutlich weniger erwartet.

Die Bank habe es geschafft, "auch unter weit schwierigeren Marktbedingungen als im letzten Jahr sehr konkurrenzfähige Renditen zu generieren", sagte Vorstandschef Sergio Ermotti laut Mitteilung.

UBS-Aktien nach positiver Ergebnisüberraschung klar gesucht

Die Aktien der UBS tendieren am Dienstag klar höher. UBS-Aktien gewannen bis zum Börsenschluss 2,62 Prozent auf 12,12 Franken.

Auf Jahressicht stehen die Titel dennoch weiterhin im Minus (-2,3%) und sind damit die schwächsten unter den Blue Chips. Der Gesamtmarkt gemessen am SMI legt seit Anfang Jahr rund 18 Prozent zu. CS gewinnen im gleichen Zeitraum 14 Prozent - mit einem aktuellen Plus von 1,7 Prozent.

Mit Blick auf die UBS zeigt man sich in den ersten Kommentaren erfreut über die positive Ergebnisüberraschung. Die Grossbank hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als von den Analysten im Vorfeld prognostiziert. Dazu trugen hauptsächlich das Investment Banking und das Corporate Center bei.

Weniger gut und deutlich unter den Erwartungen schnitt dagegen die wichtige Division "Global Wealth Management" ab. Die Analysten begründen dies vor allem mit tieferen Zinserträgen. Die Sparte leide weiter unter dem konstanten Rückgang der Bruttomargen, schreibt Vontobel.

"Der Gesamtertrag von 7,5 Milliarden überraschte sowohl uns als auch den Konsens", kommentiert die ZKB. "Unerwartet positiv" hätten das Investment Banking und das Corporate Center abgeschnitten, die Vermögensverwaltungseinheiten hätten "leicht enttäuscht". So sei das Nettoneugeld in der globalen Vermögensverwaltung negativer ausgefallen als erwartet, obwohl die steuerbedingten US-Abflüsse im Rahmen der Schätzung der Kantonalbank gelegen hätten.

Für die Deutsche Bank ist insbesondere der Zufluss in der Region Asien/Pazifik schwach ausgefallen, EMEA sei dagegen gut gewesen.

Gut aufgenommen wird unisono derweil die leicht gestärkte Kapitalbasis. Morgan Stanley weist zudem darauf hin, dass auch das Geschäft im Heimmarkt Schweiz sowie die Sparte Asset Management besser als erwartet abgeschnitten hätten.

Die Deutsche Bank fasst den Ergebnisausweis mit "starke Überschriften, aber schwächere Details" zusammen. Sie spricht von einem "soliden" Ergebnis, das aber weniger stark ausgefallen sei, als man auf den ersten Blick meinen könnte.

Auch bei der ZKB heisst es eher weniger optimistisch: "Wir sehen keinen Grund, die Aktie trotz negativer Jahresperformance positiver einzuschätzen."

Im Nachgang der Zahlenvorlage senkt zudem CFRA das Kursziel für UBS auf 14 von 15 Franken. Trotz eines wenig aufregenden Ausblicks halte man indes an der "Hold"-Einstufung fest - angesichts der starken Kapitalposition der Bank.

Insgesamt war der Markt von einer zumindest anfänglich positiven Kursreaktion ausgegangen. Inwiefern die gewisse Enttäuschung in der Vermögensverwaltung für reiche Kunden das Sentiment zu trüben vermag, werde sich weisen, hiess es.

FRANKFURT (Dow Jones) / Zürich (awp)

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Bildquelle: Pincasso / Shutterstock.com,360b / Shutterstock.com