Oracle Aktie 959184 / US68389X1054
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| Tiefgreifender Umbau? |
06.03.2026 20:01:00
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Oracle-Aktie höher: KI-Offensive kostet wohl tausende Jobs
Oracle steht offenbar vor einem weitreichenden strategischen Umbau: Angeblich prüft das Unternehmen den Abbau von tausenden Arbeitsplätzen, um seine enormen KI-Investitionen zu finanzieren.
• Sparmassnahme angesichts milliardenschwerer KI-Wette
• Offizielle Informationen womöglich bei Bilanzvorlage in kommender Woche
Nach Block denkt nun offenbar mit Oracle der nächste US-Konzern wegen KI über gewaltige Stellenstreichungen nach - wenn auch aus einem etwas anderen Grund. So prüft der US-Technologiekonzern laut Medienbrichten offenbar eine kräftige Reduzierung seiner derzeit rund 162'000 Mitarbeiter, um die enormen Investitionen in künstliche Intelligenz und Cloud-Infrastruktur zu finanzieren.
Milliardenwette auf KI-Infrastruktur kostet womöglich tausende Jobs
Hintergrund der möglichen Stellenstreichungen ist laut einem Bericht von "Reuters" die aggressive Expansionsstrategie von Oracle im Bereich KI. Der Konzern, der traditionell vor allem für Datenbanksoftware bekannt ist, investiert derzeit massiv in neue Rechenzentren, Hochleistungsserver und Cloud-Kapazitäten, um sich im Wettbewerb mit grossen Technologieanbietern zu positionieren. KI-Workloads gelten dabei als besonders lukratives Segment, weil sie langfristige und sehr rechenintensive Infrastrukturverträge mit sich bringen. Die Investitionsausgaben dürften dadurch allerdings laut Unternehmensangaben aus dem Dezember im Geschäftsjahr 2026 um mehrere Milliarden US-Dollar höher ausfallen, als ursprünglich geschätzt. Laut der Nachrichtenagentur versuche Oracle deshalb, an anderer Stelle Kosten einzusparen, um finanzielle Spielräume für die Infrastrukturprojekte zu schaffen.
In diesem Zusammenhang prüfen Unternehmensverantwortliche nun offenbar auch einen umfangreichen Stellenabbau. "Reuters" spricht von "tausenden" betroffenen Beschäftigten. Die Zahlen wurden bislang von Oracle jedoch nicht bestätigt.
Von den Stellenstreichungen, die wohl bereits im März beginnen könnten, dürften mehrere Unternehmensbereiche sein betroffen, wie "Reuters" unter Berufung auf einen "Bloomberg"-Bericht schreibt. Unter anderem dürfte bei den Abteilungen deutlich an Personal gespart werden, bei denen das Unternehmen erwartet, dass sie aufgrund von KI ohnehin schrumpfen werden. Zudem habe der US-Konzern auch damit begonnen, bestehende Stellenausschreibungen für die Cloud-Abteilung zu prüfen. In der Folge dürften sich Neueinstellungen deutlich verlangsamen oder könnten sogar ganz gestoppt werden.
Anleger zuletzt bei Oracle-Aktie skeptisch angesichts hoher Investitionen
Konkrete Informationen zu einem möglichen Job-Kahlschlag könnte Oracle eventuell am kommenden Dienstag gemeinsam mit seiner Quartalsbilanz für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vorlegen. Analysten erwarten im Schnitt ein Umsatzplus von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr, dürften aber vor allem den freien Cashflow genau unter die Lupe nehmen. Denn Grosskunden aus der KI-Industrie, die enorme Rechenleistung für das Training und den Betrieb moderner KI-Modelle benötigen, sind ein wichtiger Treiber für das Geschäft von Oracle. Der Aufbau solcher Kapazitäten ist jedoch extrem kapitalintensiv.
An der US-Börse NYSE steht die Oracle-Aktie aufgrund der massiven Investitionen daher auch seit längerem unter Druck und hat etwa seit Jahresbeginn 20,58 Prozent an Wert verloren. Im Freitagshandel an der NYSE zeigt sich das Papier wechselhaft. Zuletzt ging es um 1,53Prozent aufwärts auf 157,16 US-Dollar.
Redaktion finanzen.ch
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