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Volatilität 10.01.2026 23:46:00

Fidelity-Ausblick 2026: Diese Qualitätsaktien trotzen unsicheren Zeiten

Fidelity-Ausblick 2026: Diese Qualitätsaktien trotzen unsicheren Zeiten

Angesichts zunehmender Unsicherheiten rät Fidelity zu Unternehmen mit starken Marken, stabilen Erträgen und soliden Bilanzen. Solche Qualitätsaktien könnten helfen, Risiken zu minimieren.

• Fidelity empfiehlt für 2026 Unternehmen mit starken Marken und stabilen Erträgen
• Wiederkehrende Umsätze durch Abo-Modelle gelten als Qualitätsmerkmal
• Phasen erhöhter Volatilität können Kaufgelegenheiten bieten

Was Qualitätsaktien auszeichnet

In einem am 26. November 2025 veröffentlichten Ausblick legt Fidelity dar, warum hochwertige Unternehmen in unsicheren Zeiten besonders attraktiv sein können. Zwar seien die grundsätzlichen Aussichten für 2026 positiv, doch bestünden erhebliche Risiken - von Handelskonflikten über geopolitische Spannungen bis hin zur hohen globalen Verschuldung. In diesem Umfeld könnten Unternehmen mit starken Wettbewerbsvorteilen, Preissetzungsmacht und etablierten Marken am besten positioniert sein, um mit dem Unbekannten umzugehen, so Sonu Kalra, Manager des Fidelity Blue Chip Growth Fund.

Eine einheitliche Definition von Qualität gibt es nicht, doch Fidelity-Fondsmanager nennen mehrere Merkmale. Sammy Simnegar, Manager des Fidelity Magellan Fund, achtet auf drei Faktoren: starke Marken, hohe Markteintrittsbarrieren und ein erstklassiges Management. Der beste Indikator sei jedoch die Vorhersehbarkeit der Gewinne. Unternehmen mit wiederkehrenden Umsätzen - etwa durch Abo-Modelle - schnitten hier besonders gut ab. Simnegar vergleicht solche Geschäftsmodelle mit einer Mautstelle, die unabhängig von der Marktlage einen stetigen Einnahmestrom generiere.

Beispiele aus verschiedenen Branchen

Wie aus dem Fidelity-Beitrag hervorgeht, finden die Fondsmanager Qualitätsunternehmen in unterschiedlichen Sektoren. Ein Beispiel sei CostCo: Der Einzelhändler erziele rund zwei Drittel seiner Gewinne aus Mitgliedsbeiträgen und operiere mit so niedrigen Margen, dass Wettbewerber verdrängt würden. Ein weiteres Beispiel sei Verisk Analytics, ein Anbieter von Analyse- und Risikobewertungssoftware für die Versicherungsbranche, der mehr als 80 Prozent seiner Umsätze aus Abonnements generiere.

Im Technologiesektor hätten sich die Grenzen zwischen klassischen Blue-Chip-Aktien und Wachstumswerten verwischt. Unternehmen wie NVIDIA, Alphabet oder Meta seien zu den am schnellsten wachsenden Unternehmen am Markt geworden und wiesen gleichzeitig hohe Margen und dominante Marktpositionen auf. Jason Weiner, Co-Manager des Fidelity Contrafund, definiert Qualität als Unternehmen, deren Produkte oder Dienstleistungen so unverzichtbar seien, dass Kunden sehr unzufrieden wären, wenn sie verschwänden. Diese Unternehmen profitierten vom sogenannten Flywheel-Effekt: Je grösser sie werden, desto stärker beschleunigt sich ihr Wachstum, weil jeder zusätzliche Kunde das Angebot attraktiver macht, mehr Daten oder Einnahmen generiert und damit neue Investitionen in bessere Produkte ermöglicht - was wiederum noch mehr Kunden anzieht.

Was Qualitätsaktien auszeichnet

Das Konzept der Qualitätsaktien ist auch im Faktor-Investing verankert. Wie Invesco in einer Analyse zum Quality-Faktor erläutert, konzentriert sich dieser Ansatz auf Unternehmen mit hoher Profitabilität, niedriger Verschuldung und stabilen Erträgen - Eigenschaften, die in Phasen wirtschaftlicher Belastung oder steigender Inflation widerstandsfähiger seien. Historisch habe der S&P 500 Quality Index in fallenden Märkten besser abgeschnitten als der breite Markt, während er in stark steigenden Phasen leicht hinterherhinkte. Über den gesamten Marktzyklus hinweg habe dieser Ansatz jedoch typischerweise eine Outperformance erzielt.

Für Anleger könnten Phasen erhöhter Volatilität Gelegenheiten bieten, Qualitätsaktien zu günstigeren Kursen zu erwerben. Wie Kalra im Fidelity-Ausblick betont, sei ein langer Anlagehorizont entscheidend: Wer Unternehmen mit langfristigem Wachstumspotenzial finde, könne Zeit und Zinseszinseffekt die Arbeit erledigen lassen.

D. Maier / Redaktion finanzen.ch

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