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06.01.2026 21:39:00
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Top-Performer 2026? Darum setzt ein Analyst lieber auf NVIDIA-Rivale AMD
NVIDIA dominiert den KI-Chipmarkt - doch ein Analyst sieht bei AMD die grössere Chance für 2026. Neue Produkte und ein milliardenschwerer Zielmarkt stellen die Kräfteverhältnisse infrage.
• Helios und MI450 sollen zum Wendepunkt im KI-Geschäft werden
• Hohe Bewertung im Vergleich zu NVIDIA bleibt ein zentrales Risiko
Gegen NVIDIA gesetzt: Warum TDCowen AMD für 2026 bevorzugt
NVIDIA gilt als unumstrittener Marktführer im Bereich KI. Dennoch setzt ein Analyst von TD Cowen für 2026 bewusst auf den Wettbewerber AMD. Aus einem Bericht von MarketWatch geht hervor, dass TD Cowen AMD zu einer der "besten" Aktienideen für das kommende Jahr erklärt hat - und zwar explizit vor Branchengrössen wie NVIDIA und Broadcom.
Analyst Joshua Buchalter argumentiert, die Aktie habe "mehr Skepsis als verdient" eingepreist und trage unverhältnismässig stark die Sorgen rund um eine mögliche Abkühlung der KI-Investitionen.
Diese Zurückhaltung vieler Anleger wertet TD Cowen als Chance. Laut InsiderMonkey sieht die Investmentbank im jüngsten Kursrückgang sogar einen attraktiven Einstiegszeitpunkt. Entscheidend sei weniger die aktuelle Marktstimmung als vielmehr das, was ab Mitte 2026 ansteht: ein Technologiesprung, der AMDs Rolle im KI-Ökosystem neu definieren könnte.
Helio statt Blackwell: Wie AMD technologisch zu NVIDIA aufschliessen will
Kern der optimistischen Einschätzung ist die neue Rack-Scale-Architektur "Helios", die gemeinsam mit den KI-Beschleunigern der MI450-Serie ab der zweiten Jahreshälfte 2026 ausgerollt werden soll.
Laut MarketWatch markieren diese Produkte einen zentralen Wendepunkt in AMDs Geschichte, da sie erstmals eine integrierte Plattform für grossskalige KI-Rechenzentren bieten - ein Ansatz, den NVIDIA mit seinen Systemlösungen bereits erfolgreich verfolgt.
Rückenwind kommt auch vom Markt selbst. Reuters zufolge rechnet AMD-Chefin Lisa Su damit, dass der adressierbare Markt für Data-Center-Chips bis 2030 auf rund eine Billion US-Dollar anwächst. Künstliche Intelligenz gilt dabei als entscheidender Wachstumstreiber. AMD will sich nicht nur bei GPUs, sondern auch bei CPUs und Netzwerktechnologie einen signifikanten Anteil sichern - ein breiter Ansatz, der im Vergleich zu NVIDIA zusätzliche Diversifikation verspricht.
Bewertung im Fokus: Warum AMD teurer ist als NVIDIA
So überzeugend die Wachstumsperspektiven klingen, so anspruchsvoll ist die Bewertung. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von AMD liegt bei 110,44 - und damit mehr als doppelt so hoch wie das von NVIDIA mit 46,78 (Stand: Schlusskurse vom 2. Januar 2026). Anleger zahlen bei AMD also bereits einen deutlichen Aufschlag für die erhoffte Wachstumsbeschleunigung in den kommenden Jahren.
Kritische Stimmen mahnen zur Vorsicht. Ein Bericht des Globe and Mail verweist auf den intensiven Wettbewerb im Data-Center-Geschäft, insbesondere durch NVIDIA und Broadcom, sowie auf die Gefahr, dass hohe Erwartungen bereits weitgehend im Kurs eingepreist sind. AMD müsse mit Helios und MI450 nicht nur technologisch überzeugen, sondern auch operativ liefern, um diese Bewertung langfristig zu rechtfertigen.
Mehr Risiko als NVIDIA - aber auch mehr Hebel?
Im direkten Vergleich bleibt NVIDIA der etablierte Platzhirsch mit hoher Profitabilität und klarer Marktführerschaft. AMD hingegen ist die ambitioniertere Wette. Analysten setzen darauf, dass neue Plattformlösungen und ein wachsender KI-Markt dem Konzern ab 2026 einen kräftigen Ergebnisschub ermöglichen.
Wie CNBC unter Berufung auf Aussagen von Lisa Su berichtet, erwartet AMD in den kommenden Jahren ein jährliches Umsatzwachstum von rund 35 Prozent - getrieben von einer "unersättlichen" Nachfrage nach KI-Chips.
Damit ist AMD weniger defensiv positioniert als NVIDIA, bietet im Erfolgsfall jedoch deutlich mehr Hebel. Ob die Aktie tatsächlich zur Top-Aktie 2026 wird, hängt letztlich davon ab, ob AMD den angekündigten Technologiesprung in messbares Wachstum übersetzen kann.
Redaktion finanzen.ch
Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.
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