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Rücken institutionelle nach? 08.01.2026 22:24:00

Bitcoin unter Druck: Der leise Rückzug der Langfrist-Investoren und der Blick auf 2026

Bitcoin unter Druck: Der leise Rückzug der Langfrist-Investoren und der Blick auf 2026

Bei der Kryptowährung Bitcoin mehren sich die Anzeichen für Veränderungen auf dem Markt. Insbesondere Long-Term Holders trennen sich von ihren Krypto-Coins.

• Anhaltender Verkaufsdruck durch Verkäufe von Long-Term Holders
• Einfluss von Trumps Zollpolitik auf den Markt
• Verkaufsdruck könnte 2026 abnehmen

Langfristige Bitcoin-Halter oder Long-Term Holders halten ihre Bitcoin über einen langen Zeitraum, ohne sie zu verkaufen. Sie verfolgen eine langfristige Strategie, um den Wert ihrer Bestände zu erhöhen.

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Bitcoin im Abwärtstrend

Obwohl Long-Term Holders in der Regel eine längerfristige Strategie verfolgen, um ihre Gewinne zu maximieren, haben jüngst viele von ihnen grosse Teile ihrer Bitcoin-Bestände, wodurch es zu Verkaufsdruck auf dem Markt kommt, so ein Bericht von Bloomberg. Noch im Oktober 2025 verzeichnete Bitcoin ein Rekordhoch von 126'196 US-Dollar. Ausgehend von diesem Rekordhoch verlor der Bitcoin zuletzt jedoch etwa 27,23 Prozent (Stand: 07.01.2026).

Verkaufswelle bei langfristig gehaltenen Bitcoins

Laut eines Berichts von K33 Research auf den sich Bloomberg bezieht, sank die Menge an Bitcoins, die seit mindestens zwei Jahren gehalten wurde, seit Anfang 2023 um 1,6 Millionen Stück. Dies entspricht einem Wert von rund 140 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2025 kamen Bitcoins, die seit über einem Jahr gehalten wurden, im Wert von fast 300 Milliarden US-Dollar wieder auf den Markt, so Bloomberg weiter. Wie CryptoQuant laut dem Nachrichtenportal zufolge schreibt, erlebte der Bitcoin-Markt Ende 2025 eine der stärksten Verkaufsphasen langfristiger Halter seit über fünf Jahren.

Allerdings sei es Ende 2025 kein abrupter Ausverkauf, sondern ein stetiger Abwärtsdruck gewesen, so Chris Newhouse von Ergonia laut Bloomberg. Im vergangenen Jahr konnten die Verkäufe noch durch die starke Nachfrage nach neuen ETFs und Kryptoinvestmentfirmen abgefedert werden, doch inzwischen sei die Nachfrage gesunken.

Trumps Zollankündigungen erschüttern die Märkte

Besonders spürbar wurde der Druck im Oktober 2025 nach Äusserungen von US-Präsident Donald Trump bezüglich seiner Zollpolitik. Am 10. Oktober 2025 lösten Trumps Ankündigungen zu Handelsmassnahmen massive Marktreaktionen aus. In mehreren Social-Media-Beiträgen und öffentlichen Statements kündigte er unter anderem Zölle auf chinesische Importe und Exportkontrollen für seltene Erden an. Diese unerwarteten Massnahmen erschütterten die globalen Finanzmärkte. Angesichts der Unsicherheit legten Anleger ihr Kapital in krisensichere Anlagen wie Gold und US-Staatsanleihen an, während der Dollar gegenüber anderen Währungen nachgab, so ein Bericht von Reuters.

Es kam dazu, dass Kryptowährungen im Wert von 19 Milliarden US-Dollar zwangsliquidiert wurden, was den grössten eintägigen Abbau gehebelter Positionen in der Geschichte des Kryptomarktes darstellte, so Bloomberg.

Bitcoin-Verkäufe

Nach einem kurzen Anstieg auf über 93'000 US-Dollar Anfang Dezember 2025 setzte Bitcoin den Abwärtstrend fort und fiel zeitweise auf unter 87'000 US-Dollar. Analyst Vetle Lunde von K33 Research betont laut dem Nachrichtenportal, dass die Verkäufe nicht durch Altcoins oder Protokoll-Anreize getrieben werden, sondern durch geringe Liquidität aus US-ETFs und Treasury-Nachfragen. So können frühe Investoren Gewinne bei sechsstelligen Kursen realisieren. Die Verkäufe 2024 und 2025 zählen, laut Lunde, zu den zweit- und drittgrössten Reaktivierungen langfristig gehaltener Bitcoins nach 2017.

Ausblick für 2026

Lunde von K33 Research sieht Anzeichen dafür, dass der Verkaufsdruck durch langjährige Bitcoin-Halter allmählich nachlassen könnte, da in den letzten zwei Jahren etwa 20 Prozent des Angebots wieder in den Markt gelangt seien. Er erwartet, dass 2026 die Verkäufe zurückgehen, das Angebot der vergangenen zwei Jahre wieder steigt und institutionelle Investoren in Bezug auf Bitcoin-Käufe stärker aktiv werden.

Redaktion finanzen.ch

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