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Eli Lilly Aktie 947556 / US5324571083

Abnehmmedikamente 04.02.2026 20:23:00

Eli Lilly-Aktie steigt kräftig: Prognose überzeugt

Eli Lilly-Aktie steigt kräftig: Prognose überzeugt

Im Milliardengeschäft mit Gewichtssenkern läuft der US-Pharmakonzern Lilly seinem direkten Konkurrenten Novo Nordisk aus Dänemark immer weiter davon.

Die Amerikaner glänzten am Mittwoch mit ihrer Prognose für 2026: Sie rechnen sich einen neuerlichen Sprung bei Erlös und Gewinn aus. Die Skandinavier dagegen schockten die Börse mit einer Umsatzwarnung wegen des zunehmenden Preisdrucks für seine Abnehmmittel Wegovy und Ozempic. Die Aktie von Eli Lilly gewinnt an der NYSE 8,79 Prozent auf 1.091,52 US-Dollar.

Während Lilly mit seiner 2026er-Prognose und den Resultaten im Schlussquartal die durchschnittlichen Analystenerwartungen übertraf, enttäuschte Novo Nordisks Jahresziel auf ganzer Linie. Die Prognose der Dänen impliziere, dass bereinigter Umsatz, operatives Ergebnis und Ergebnis je Aktie um 7 bis 10 Prozent unter den jeweiligen Konsensschätzungen liegen dürften, kalkulierte etwa Graham Parry von der Citigroup.

Für 2026 rechnet Novo-Chef Maziar Mike Doustdar nun währungsbereinigt mit einem Umsatzrückgang von 5 bis 13 Prozent, wie das Unternehmen bereits am Dienstagabend mitgeteilt hatte. Das Management verwies zur Begründung unter anderem auf das Auslaufen von Patenten für seinen Diabetes- und Abnehmwirkstoff Semaglutid in einigen Märkten. Für Novo wäre es der erste Umsatzrückgang seit fast einem Jahrzehnt.

Zudem wird das US-Geschäft der Dänen durch die Einigung des Konzerns mit der Trump-Administration getroffen, die Preise für ihre wichtigsten Blockbuster-Medikamente zu senken. Konzernchef Doustdar sprach am Mittwoch in einer Telefonkonferenz von einem "nie dagewesenen Preisdruck".

Völlig entgegengesetzt äusserte sich dagegen Lilly-Chef David Ricks bei der Vorlage seiner Ziele für das neue Jahr. Er erklärte zur Wochenmitte, der Konzern sei derzeit mit seinem Portfolio so gut positioniert, dass er so viele Patienten erreichen könne wie noch nie. 2026 will Ricks den Lilly-Umsatz auf 80 bis 83 Milliarden Dollar steigern - das wäre im besten Fall ein Plus von mehr als einem Viertel im Vergleich zu 2025. Von Bloomberg befragte Analysten hatten für das neu angelaufene Jahr bislang knapp 78 Milliarden Dollar auf dem Zettel.

Für die Dänen ist der glänzende Ausblick des Konkurrenten eine besondere Schmach: Novo Nordisk war ursprünglich als erster Hersteller mit seinen Gewichtssenkern am Markt und dominierte das Geschäft. Doch dann geriet der Konzern im Ringen mit Lillys Konkurrenzmitteln ins Hintertreffen, die als effektiver gelten. Zwar gab es im vergangenen Jahr vermehrt für beide Konzerne Schwierigkeiten, weil in den USA Apotheken und andere Hersteller unter Ausnutzung regulatorischer Schlupflöcher billigere Kopien der Abnehmmedikamente auf den Markt brachten. Doch hatte sich Lilly proaktiver gegen die Konkurrenz durch Nachahmer gewehrt.

Im November einigte sich Novo Nordisk mit der US-Regierung dann auf deutliche Preissenkungen für seine Blockbuster wie Wegovy und Ozempic, die unter anderem im Rahmen staatlicher Gesundheitsprogramme gelten sollen. Auch Lilly unterzeichnete eine entsprechende Vereinbarung.

Lilly-Chef Ricks erwartet aber sogar, dass der Markt für Medikamente gegen krankhaftes Übergewicht (Adipositas) in diesem Jahr dank der Einigung mit der US-Regierung noch weiter wachsen wird. Diese hat zugestimmt, die Kosten für die Mittel Medikamente für mehr Patienten im Rahmen des staatlichen Gesundheitsprogramms Medicare für für ältere Menschen zu übernehmen. Die Amerikaner sind zudem in einer vergleichsweise stärkeren Position als Novo, da ihre Blockbuster Mounjaro gegen Diabetes und Zepbound gegen Fettleibigkeit noch ein weiteres Jahrzehnt lang patentgeschützt sind.

Bei Novo Nordisk läuft unterdessen ein tiefgreifender Umbau. Vorstandschef Doustdar, der seit August 2025 an der Spitze steht, hatte bereits kurz nach seinem Amtsantritt den Abbau von rund 9.000 Stellen angekündigt. Der Manager hat daneben die Entwicklung neuer Medikamente zum wichtigsten Ziel erklärt. Grosse Hoffnungen setzt er auf die Wegovy-Pille, die in den USA Ende 2025 zugelassen wurde. Hier gebe es bereits 170.000 weitestgehend neue Verwender der Tablette, sagte er am Mittwoch vor Journalisten. Allerdings ist Konkurrent Lilly mit einer eigenen Abnehmtablette bereits dicht auf den Fersen - der Konzern hofft auf grünes Licht in den USA in den nächsten Monaten.

Im vergangenen Jahr war der Erlös bei Lilly angetrieben durch seine Gewichtssenker um 45 Prozent auf 65,2 Milliarden Dollar (rund 55,2 Mrd Euro) hochgeschnellt. Zum Vergleich: Novo Nordisks Erlös stieg lediglich um sechs Prozent auf gut 309 Milliarden dänische Kronen (rund 41,4 Mrd Euro). Während bei den Dänen der Gewinn unter dem Strich um ein Prozent auf 102,4 Milliarden Kronen anzog, verdiente Lilly 2025 mit 20,6 Milliarden Dollar fast doppelt so viel wie im Vorjahr.

Schweiz lässt erstmals Alzheimermedikament zu

Die Schweizer Arzneimittelbehörde Swissmedic hat erstmals ein Medikament gegen Alzheimer zugelassen. Dabei handelt es sich beim Medikament um den Wirkstoff Donanemab, der den Verlauf der Krankheit verlangsamen kann.

Swissmedic hat die Zulassung des Medikaments mit dem Handelsnamen Kisunla am Mittwoch im amtlichen Publikationsorgan "Swissmedic Journal" veröffentlicht. Das Medikament ist für Betroffene in einem frühen Krankheitsstadium vorgesehen.

Der vom Unternehmen Eli Lilly entwickelte Antikörper Donanemab reduziert schädliche Eiweissablagerungen im Gehirn, sogenannte Beta-Amyloide. Diese gelten nach aktuellem Wissensstand als eine mögliche Ursache der Alzheimer-Krankheit. Donanemab reduziert diese Ablagerungen und kann somit den Verlauf der Krankheit verlangsamen. Die kognitiven Veränderungen, die mit Alzheimer einhergehen, werden dadurch verlangsamt.

Risiken und Nebenwirkungen

Die Therapie ist jedoch mit erheblichen Risiken verbunden. Als schwere Nebenwirkungen können Gehirnschwellungen oder -blutungen auftreten.

Die Organisationen Alzheimer Schweiz und Swiss Memory Clinics begrüssen den Entscheid von Swissmedic. "Mit Donanemab steht nun in der Schweiz erstmals ein Medikament für die Alzheimer-Krankheit zur Verfügung, das zumindest für einige Betroffene die kognitiven Veränderungen verlangsamt", wird Daniel Janett, Direktor a.i. von Alzheimer Schweiz, in einer gemeinsamen Mitteilung der Organisationen zitiert. Dies ermögliche eine längere Lebensphase mit guter Lebensqualität und könne Heimeintritte verzögern.

Offene Fragen bei Zugang und Kosten

Bevor Donanemab breit eingesetzt werden kann, müssen noch administrative Hürden genommen werden, wie die Organisationen betonten. Insbesondere steht die Aufnahme in die Spezialitätenliste des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) noch aus. Davon hängt die Kostenübernahme durch die Krankenversicherer ab.

Alzheimer Schweiz und die Swiss Memory Clinics fordern die zuständigen Stellen auf, diese Punkte rasch zu klären. Es müsse eine einheitliche Regelung für die Kostenübernahme gefunden werden, damit Betroffene die Behandlung nicht aus eigener Tasche finanzieren müssen. Nach der langen Wartezeit sei ein Zugang ohne weitere Verzögerungen entscheidend.

Späte Zulassung

Die Zulassung des Medikaments erfolgt später als erwartet. In der Europäischen Union wurde Donanemab bereits im September 2025 zugelassen, in den USA erhielt das Medikament im Juli 2024 grünes Licht.

Das Gesuch für die Zulassung ging bei Swissmedic bereits im Oktober 2023 ein. Laut einer Studie, die die Zulassungszeiten verschiedener Zulassungsbehörden verglich, dauert die Zulassung einer neuen Substanz in der Schweiz im Standardverfahren im Durchschnitt 519 Kalendertage. Damit wäre eine Zulassung des Wirkstoffs bereits im Frühling 2025 zu erwarten gewesen.

Laut den Fachorganisationen deutet dies darauf hin, dass die Prüfung der neuen Präparate für die Behörden keine einfache Entscheidung gewesen sei. Er erwähnte, dass die Firma Eisai ihr Zulassungsgesuch für den ähnlichen Wirkstoff Lecanemab kürzlich zurückgezogen habe, da die Zulassungsbedingungen in der Schweiz erheblich restriktiver ausgefallen wären.

Alltag bleibt herausfordernd

Die Fachorganisationen betonen zudem, dass der neue Wirkstoff nur einer begrenzten Anzahl von Personen in einem frühen Stadium der Krankheit zur Verfügung stehen wird. Für die meisten Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen bleibe der Alltag eine grosse Herausforderung.

Eine frühe Abklärung von Symptomen sei entscheidend, um überhaupt Zugang zu Behandlungsmassnahmen zu erhalten. Bestehende Unterstützungs- und Entlastungsangebote sowie nichtmedikamentösen Therapien blieben wichtig. Auch dürften die Ressourcen für die etablierten Standardbehandlungen nicht knapper werden, so die Swiss Memory Clinics.

Experten sehen Medikament positiv

Laut einem internationalen Forschungskonsortium unter der Leitung von Giovanni Frisoni vom Universitätsspital Genf (HUG) läuten neue Medikamente wie Donanemab eine neue Ära in der Alzheimer-Behandlung ein. In einer im vergangenen Jahr im Fachjournal "The Lancet" publizierten Studienreihe bezeichnen rund 40 Fachleute die Wirksamkeit des Präparats als vergleichbar mit jener von Therapien gegen Krebs oder Multiple Sklerose.

/tav/lew/mis

INDIANAPOLIS/BASGVAERD (awp international)

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Bildquelle: Jonathan Weiss / Shutterstock.com

Analysen zu Eli Lilly

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20.12.24 Eli Lilly Buy Jefferies & Company Inc.
31.10.24 Eli Lilly Buy Jefferies & Company Inc.
13.02.24 Eli Lilly Buy Jefferies & Company Inc.
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