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Lufthansa Aktie 667979 / DE0008232125

Tarifkonflikt 17.03.2026 15:43:00

Lufthansa-Aktie höher: Bewegung im Tarifkonflikt um Altersvorsorge - Swiss fliegt öfter nach Delhi

Lufthansa-Aktie höher: Bewegung im Tarifkonflikt um Altersvorsorge - Swiss fliegt öfter nach Delhi

Der Konzern legt der Pilotengewerkschaft ein verbessertes Modell für die Altersvorsorge vor und signalisiert Verhandlungsbereitschaft.

Im Tarifkonflikt um die betriebliche Altersvorsorge für die Cockpit-Beschäftigten bei der Lufthansa hat das Unternehmen der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ein neues Angebot gemacht. Es sieht eine Überführung der Übergangsversorgung (ÜV) in die betriebliche Altersvorsorge (bAV) vor. Überschlägig halte die Lufthansa eine Verbesserung der bAV um bis zu 50 Prozent für darstellbar, ohne dass die Kosten für das Unternehmen in Summe stiegen, heisst es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung, mit der sich der Luftfahrtkonzern direkt an die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit wendet.

Die Lufthansa sei offen für eine Lösung nach dem Vorbild der Carrier KLM und British Airways, die die VC als vorbildlich darstelle. "Diese Wettbewerber haben ein integriertes Versorgungssystem und kommen ohne eine separate ÜV aus." Die Lufthansa wolle gerne dafür mit der Gewerkschaft wieder in Verhandlungen eintreten.

Nach einem Streik der Lufthansa-Beschäftigten in der vergangenen Woche im Konflikt um die Betriebsrenten war es zu erheblichen Flugausfällen gekommen. Auch die Piloten der Tochter Eurowings bereiten sich auf einen Arbeitskampf vor.

Ufo startet Urabstimmung bei Lufthansa-Crews

Bei der Lufthansa steigt die Gefahr neuerlicher Streiks. Nach zwei Streikwellen der Piloten machen sich nun die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter der Kerngesellschaft Lufthansa wie auch der Regionaltochter Cityline bereit für den Arbeitskampf. Die Kabinengewerkschaft Ufo hat ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung bis Freitag kommender Woche (27. März) aufgerufen. Man rechne mit einem sehr eindeutigen Ergebnis, erklärte Ufo-Chef Joachim Vázquez Bürger.

Die Gewerkschaft hat bei beiden Gesellschaften bereits Warnstreiks organisiert. Gründe für die Eskalation sind aus Sicht der Gewerkschaft die festgefahrenen Verhandlungen zum Manteltarif bei Lufthansa und die weiterhin fehlende Bereitschaft des Unternehmens, bei der Cityline über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Daran hingen rund 800 Existenzen. Der Flugbetrieb der Regionaltochter soll nach Aussagen des Managements im kommenden Jahr beendet werden. An ihre Stelle tritt eine neue Gesellschaft mit dem ähnlichen Namen Lufthansa City Airlines.

Man habe zunächst den Weg über Gespräche gesucht und die Forderungen jeweils mit Warnstreiks unterstrichen, erklärte Ufo-Verhandlungsführer Harry Jaeger. "Wenn ein Arbeitgeber dennoch stumpf mauert - sei es durch blankes Ignorieren wie bei CityLine, oder durch rigorose inhaltliche Verweigerung wie bei Lufthansa, bleibt einer Gewerkschaft am Ende nur der Schritt, ihre Mitglieder über weitergehende Massnahmen abstimmen zu lassen."

Lufthansa-Airlines verlängern Flugstopp nach Tel Aviv bis 9. April

Die Airlines der Lufthansa Group verlängern die Aussetzung ihrer Flüge nach Tel Aviv in Israel wegen der aktuellen Situation im Nahen Osten und den damit verbundenen massiven Einschränkungen des Luftverkehrs um eine Woche bis zum 9. April. Zudem stellt die Kernmarke Lufthansa Flüge von und nach Riad aus operativen Gründen bis einschliesslich 5. April aus, wie der Konzern mitteilte. Linienflüge der Tochter Ita Airways in die saudi-arabische Hauptstadt finden weiterhin statt.

Flüge nach Dubai, Abu Dhabi und Dammam sowie nach Erbil und Beirut sind bis einschliesslich 28. März ausgesetzt. Flüge in die iranische Hauptstadt Teheran bis einschliesslich 30. April.

Swiss mit weiteren Anpassungen am Flugverkehr wegen Sicherheitslage

Die Fluggesellschaft Swiss verdoppelt wegen der Situation im Nahen Osten für kurze Zeit ihr Flugangebot in die indische Hauptstadt Delhi. Ausserdem verlängert sie den Flugstopp von und nach Tel Aviv bis zum 9. April

Wegen der angespannten Lage im Nahen Osten sei die Nachfrage nach Flügen zwischen Indien und Europa hoch, schreibt die Lufthansa-Tochter in der Mitteilung von Dienstag. Die bestehenden täglichen Verbindungen der Swiss zwischen Delhi und Zürich seien deswegen bereits zu grossen Teilen ausgebucht.

Für die zusätzlichen Flüge kommt ein Langstreckenflugzeug vom Typ Airbus A330 zum Einsatz. Die Flüge seien ab sofort buchbar, teilte die Swiss weiter mit.

Die Swiss musste zuletzt ihre Flüge nach Dubai (VAE) bis und mit 28. März aussetzen. Den Flugstopp von und nach Tel Aviv verlängerte die Swiss am Dienstag vom 2. auf den 9. April. Die Swiss-Schwesterairline Edelweiss strich ihrerseits sämtliche Flüge nach Oman bis mindestens 2. Mai.

Wie nun die Swiss bauten andere Airlines ihre anderweitigen Angebote wegen des Konflikts aus. Die Lufthansa etwa bietet Extraflüge nach Asien und Afrika an.

Via XETRA verteuern sich Lufthansa-Papiere zeitweise um 2,25 Prozent auf 7,89 Euro.

DJG/rio/hab

DOW JONES und awp international

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Bildquelle: Jorg Hackemann / Shutterstock.com,360b / Shutterstock.com

Analysen zu Lufthansa AG

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20.03.26 Lufthansa Sell Goldman Sachs Group Inc.
19.03.26 Lufthansa Market-Perform Bernstein Research
19.03.26 Lufthansa Hold Deutsche Bank AG
19.03.26 Lufthansa Sector Perform RBC Capital Markets
13.03.26 Lufthansa Buy UBS AG
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