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Langfristinvestment 12.05.2019 22:15:00

Börsenguru Warren Buffett: Ein Apple-Investment ist dasselbe "wie eine Farm zu kaufen"

Börsenguru Warren Buffett: Ein Apple-Investment ist dasselbe "wie eine Farm zu kaufen"

Der Chefredakteur von Yahoo Finance, Andy Serwer, hat in einem umfassenden Interview mit dem Berkshire Hathaway-Chef Warren Buffett einige interessante Erkenntnisse aus dem Starinvestor herausgekitzelt.

In Apple zu investieren, ist wie eine Farm zu kaufen

Banken machen den grössten Teil des Portfolios von Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway aus. Dies begründete er im Interview mit Andy Serwer mit den Worten "Sie sind ein Geschäft, das ich verstehe, und ich mag den Preis, zu dem sie relativ zu ihren Zukunftsaussichten verkauft werden". Doch die bekannteste Aktie im Depot der Holding ist zweifelsohne Apple. Auch wenn Buffett erst spät auf den Techwertezug aufgesprungen ist, gibt es kein Unternehmen, an dem Berkshire mehr Aktien hält, als an dem iKonzern. Aktuell beläuft sich der Wert der Beteiligung auf rund 45 Milliarden US-Dollar. Für den Chefredakteur von Yahoo Finance ein Grund, bei Buffett nachzufragen, wie er die aktuelle Entwicklung bei dem Techriesen beurteilt.

Auf die Frage, wie genau er das Unternehmen angesichts der Tatsache verfolge, dass viele Menschen sich besorgt darüber zeigen, dass Apple in jüngster Zeit keine wirklich neuen Produkte präsentiert hat, antwortete Buffett: "Nun, wenn sie ein Unternehmen so genau verfolgen müssen, sollten sie es erst gar nicht besitzen".

Sein Investment in Apple sieht Buffett als Langfristbeteiligung, so dass er sich keine Sorgen über kurzfristige Entwicklungen macht. "Wenn Sie ein Geschäft kaufen - wenn Sie eine Farm kaufen - gehen Sie alle paar Wochen nachschauen, wie weit der Mais schon gewachsen ist? Und machen Sie sich wirklich Sorgen darüber, wenn jemand sagt, dass in diesem Jahr die Preise niedrig sein werden, weil Exporte betroffen sind?", so Buffetts Antwort.

Dass Apple aktuell im Hardwarebereich kaum neue Produkte vorweisen kann und die Umwandlung zum Service-Konzern am Markt durchwachsen aufgenommen wird, kümmert den 88-Jährigen also kaum. "Ich habe eine Farm, die ich in den 1980er Jahren gekauft habe. Und mein Sohn leitet sie. Aber ich war schon einmal dort. Es wächst dort nichts schneller, nur weil ich es anstarre. Ich kann es nicht anfeuern und schreien 'Gib dir mehr Mühe, mehr Mühe', oder ähnliches. Ich weiss, dass es einige Jahre dauern wird, in denen die Preise gut sind und andere, in denen die Preise nicht gut sein werden. Ich weiss, es gibt Jahre, in denen die Erträge besser sind als andere. Aber ich habe die Farm gekauft", so der Starinvestor.

Blaupause für seine Investmentstrategie

Insofern ist seine Beteiligung an Apple eine ideale Umsetzung von Buffetts Value Strategie. Diese Anlagestrategie hat zum Ziel, an der Börse unterbewertete Unternehmen zu finden und diese dann langfristig zu halten. Dass er nicht vor hat, sich von seinen Apple-Aktie kurzfristig wieder zu trennen, bekräftigte der Investor im Interview dann nochmals. "Es ist eine langfristige Investition. Wenn Sie das beste Autohaus der Stadt besässen, die beste Marke, und das Haus sei gut geführt, würden Sie dann jeden Tag vorbeikommen und fragen, wie viele Leute heute gekommen sind? […] Nein - Sie haben es in dem Wissen gekauft, dass es 365 Tage im Jahr gibt. Wenn Sie es 20 Jahre besitzen, sind das 7.300 Tage. Jeder Tag wird anders sein, jedes Jahr wird anders sein. Wem die tagesaktuelle Entwicklung wichtig ist, der sollte es nicht kaufen", bemüht Buffett ein weiteres Bild.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: NICHOLAS ROBERTS/AFP/Getty Images,Daniel Zuchnik/WireImage,Kristall Kennell / Shutterstock.com

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