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KI-Rotation läuft 03.03.2026 19:07:00

Beteiligung an NVIDIA und AMD verringert: David Tepper setzt jetzt auf diese KI-Aktien

Beteiligung an NVIDIA und AMD verringert: David Tepper setzt jetzt auf diese KI-Aktien

Hedgefonds-Milliardär David Tepper hat seine Positionen in NVIDIA und AMD deutlich reduziert. Stattdessen setzt er auf Unternehmen, die KI-Chips kaufen und verbauen.

• David Tepper reduzierte seine NVIDIA-Position im vierten Quartal 2025 um über 10 Prozent
• Die AMD-Beteiligung wurde laut SEC-Filing um rund zwei Drittel gekürzt
• Tepper verdreifachte im Gegenzug seine Position beim Speicherchiphersteller Micron

Tepper dreht das Chipmaker-Playbook um

Aus dem 13F-Filing von Appaloosa Management bei der US-Börsenaufsicht SEC vom 17. Februar 2026 (Berichtsstichtag 31. Dezember 2025) geht hervor, dass Gründer David Tepper im vierten Quartal 2025 seine NVIDIA-Position um mehr als 10 Prozent verkleinert hat. Noch drastischer fiel der Schnitt bei AMD aus: Die Position wurde um rund zwei Drittel reduziert. NVIDIA bleibt zwar mit einem Anteil am Gesamtportfolio weiterhin unter den Top-10-Holdings, doch die Richtung ist eindeutig. Tepper, dessen Hedgefonds laut dem Filing ein Gesamtportfolio von rund 6,9 Milliarden US-Dollar verwaltet, zählt zu den meistbeachteten Investoren der Wall Street. Bekannt wurde er vor allem durch seine konträren Wetten auf Bankaktien während der Finanzkrise 2008.

Die Verkäufe bei NVIDIA und AMD bedeuten allerdings keinen Abschied vom KI-Thema. Aus dem Filing geht vielmehr eine Rotation innerhalb der KI-Wertschöpfungskette hervor: weg von den Chipherstellern selbst, hin zu den Unternehmen, die KI-Chips in grossem Stil kaufen und einsetzen, sowie zu deren Zulieferern.

Micron, TSMC und die Hyperscaler im Fokus

Besonders auffällig ist der massive Ausbau der Micron-Position. Laut dem SEC-Filing verdreifachte Appaloosa seine Beteiligung an dem Speicherchiphersteller von 500'000 auf 1,5 Millionen Aktien. Micron profitiert als einer der weltweit führenden Hersteller von HBM-Speicher (High Bandwidth Memory) direkt von der steigenden Nachfrage nach KI-Beschleunigern, da HBM-Chips zusammen mit GPUs in Rechenzentren zum Einsatz kommen. Wie Micron im Januar 2026 bekanntgab, begann das Unternehmen zudem mit dem Bau einer Halbleiterfabrik im US-Bundesstaat New York, die mit einem geplanten Investitionsvolumen von 100 Milliarden US-Dollar die grösste Chipfabrik der USA werden soll. Auch die Position in Taiwan Semiconductor Manufacturing (TSMC) wurde aufgestockt. TSMC fertigt als Auftragshersteller unter anderem die KI-Chips von NVIDIA und ist damit ein zentrales Glied in der Lieferkette.

Parallel dazu baute Tepper seine Positionen in den grossen Cloud-Konzernen aus. Laut dem 13F-Filing erhöhte Appaloosa die Alphabet-Beteiligung um 29 Prozent auf knapp 1,8 Millionen Aktien, wodurch die Google-Mutter zur zweitgrössten Position im Portfolio aufstieg. Die Meta-Position wuchs um 62 Prozent (plus 230'000 Aktien), die Microsoft-Beteiligung um gut 8 Prozent. Alle drei Unternehmen haben für 2026 milliardenschwere Investitionen in KI-Infrastruktur angekündigt.

Die Logik hinter der Rotation

Wie aus einer Analyse von The Motley Fool vom 23. Februar 2026 hervorgeht, deuten Teppers Umschichtungen auf eine gezielte Verschiebung hin: NVIDIA und AMD haben als Chipentwickler in den vergangenen Jahren enorm von der KI-Nachfrage profitiert und entsprechend hohe Bewertungen erreicht. Die Hyperscaler wie Alphabet, Meta und Microsoft bieten dagegen diversifiziertere Geschäftsmodelle, die neben dem KI-Ausbau weiterhin stabile Cashflows aus Werbung, Cloud-Diensten und Softwarelizenzen generieren.

Gleichzeitig sichert Tepper die KI-These laut The Motley Fool über die Zuliefererseite ab: Micron als Speicherchiplieferant und TSMC als Auftragsfertiger profitieren unabhängig davon, welcher Chipentwickler am Ende das Rennen macht. Wie aus dem Filing hervorgeht, bleibt Alibaba mit einem Anteil von rund 11 Prozent zwar die grösste Einzelposition im Portfolio, gefolgt von Alphabet (8,2 Prozent), Amazon (7,3 Prozent), Micron (6,3 Prozent) und Meta (5,8 Prozent). Doch die Gewichtung verschiebt sich erkennbar in Richtung US-amerikanischer KI-Infrastruktur. Ob die Wette aufgeht, hängt nicht zuletzt davon ab, ob die milliardenschweren Investitionen der Hyperscaler tatsächlich in Umsatz und Gewinn umschlagen.

D. Maier / Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: JHVEPhoto / Shutterstock.com,Below the Sky / Shutterstock.com
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