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Strafe 24.06.2015 14:31:00

Autoneum vom deutschen Kartellamt gebüsst

Autoneum vom deutschen Kartellamt gebüsst

Der Autozulieferer Autoneum muss in einem Verfahren um Preisabsprachen in Deutschland eine Busse von 29,5 Mio EUR zahlen. Dies sieht die Einigung mit dem deutschen Bundeskartellamt vor, das 2013 ein Verfahren gegen Autoneum und vier weitere Unternehmen eingeleitet hatte.

Mit der Zahlung des in der Einigung vereinbarten Betrags könne die deutsche Tochter der in Winterthur domizilierten Autoneum das Verfahren abschliessen, heisst es in einer Mitteilung der Firma vom Mittwoch. Das Verfahren habe im wesentlichen ein Verhalten der Rechtsvorgängerin betroffen, wird zugleich betont.

INSGESAMT BUSSEN VON 75 MIO EUR

Das Bundeskartellamt hatte im September 2013 ein Verfahren gegen die Autoneum Germany GmbH eröffnet, die seit 2011 die Rechtsnachfolgerin der Rieter Automotive Germany GmbH ist. Die Untersuchung wegen Preisabsprachen richtete sich auch gegen drei weitere deutsche und ein österreichisches Unternehmen. Autoneum habe während des Verfahrens mit der Behörde umfänglich kooperiert. Ein Schaden für Kunden von Autoneum sei nicht entstanden.

Gegen die betroffenen Firmen wurden Bussen im Gesamtbetrag von 75 Mio EUR verhängt. Sie sollen laut dem Kartellamt zwischen 2005 und 2013 Preise und Rabatte abgestimmt haben. Ausserdem hätten sich die Konkurrenten darauf geeinigt, den Kundenstamm untereinander nicht anzugreifen. Im Einzelnen handelte es sich nebst Autoneum um die Firmen Carcoustics International GmbH, die Ideal Automotive GmbH, die International Automotive Components Group (IAC) sowie ein österreichisches Unternehmen.

ANONYME HINWEISE

Es ist der erste abgeschlossene Bussenfall des Bundeskartellamts im Rahmen des 2012 eingeführten Systems für anonyme Hinweise. Dieses elektronische Postfach-System, das auch in vielen Grossunternehmen bei der internen Revision und in Landeskriminalämtern eingesetzt wird, ermöglicht die Überprüfung und auch kritische Rückfragen an Hinweisgeber, ohne deren Identität zu kennen.

Beim Kartellamt seien "zahlreiche" anonyme Hinweise eingegangen, die besonders sorgfältig auf ihre Schlüssigkeit überprüft würden, sagte ein Sprecher. Im aktuellen Fall habe sich die Richtigkeit erwiesen. Alle Unternehmen hätten bei der Aufklärung kooperiert und dafür Ermässigungen bei den Bussen erhalten. Formell rechtskräftig seien die Bussen noch nicht.

An der Schweizer Börse tauchten die Autoneum-Papiere kurz nach Bekanntwerden des Deals von 197 auf 191,50 CHF, erholten sich in der Folge aber wieder etwas. Kurz nach 13.30 Uhr notieren sie 0,2% unter dem Vortagesschlusskurs, während der Gesamtmarkt (SPI) 0,5% im Minus ist.

(awp)

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Bildquelle: zvg,Keystone

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