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Massenmarkt bald erreicht? 26.03.2019 21:52:00

Krypto-Erfolg: Bitcoin-Bezahlung jetzt auch beim "Schweizer Amazon" möglich

Krypto-Erfolg: Bitcoin-Bezahlung jetzt auch beim "Schweizer Amazon" möglich

Bitcoin noch immer nicht vollständig akzeptiert

In den letzten Monaten ist es weitgehend ruhig geworden um den Bitcoin, der im Jahr 2017 einen ungeahnten Hype auslöste und innerhalb weniger Monate ein unglaubliches Hoch von fast 20.000 USD erreichte. Nach einem rasanten Kursverfall hat sich die Cyberdevise mittlerweile bei ca. 4.000 US-Dollar eingependelt. Eigentlich wurde die auf der Blockchain basierende Internetwährung als alternatives Zahlungsmittel entwickelt, das ohne Zutun von Banken und Geldpolitik, gänzlich unabhängig und dezentral funktionieren sollte. Die starke Volatilität und mangelnde marktbreite Akzeptanz des Internetgeldes führten jedoch dazu, dass der Bitcoin eher als Spekulationsobjekt, denn als ebenbürtige Währung angesehen wurde.

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Doch viel hat sich getan, seit der erste Coin der Blockchain 2008 geschürft wurde. Nicht wenig wurde über die neuartige Cyberdevise geschrieben und diskutiert. Viele andere Kryptowährungen erblickten im Zuge der Kryptorevolution das Licht der Welt. Zwar wurden in Sachen Akzeptanz schon viele Fortschritte erreicht, den Massenmarkt konnte das Internetgeld jedoch noch nicht erreichen. Insbesondere der Einzelhandel tat sich bislang mit den volatilen Kryptowährungen schwer.

Digitec Galaxus schreitet voran

Das könnte sich nun ändern. So berichtete der Schweizer Online-Händler Digitec Galaxus, dass er verschiedene Cyberdevisen ab sofort als Zahlungsmittel akzeptiere. Der Einzelhändler betreibt zwei Online-Handelsplattformen: galaxus.ch, ein Online-Warenhaus, das mit dem US-Handels-Giganten Amazon vergleichbar ist; und digitec.ch, ein Online-Shop, der auf Elektronik spezialisiert ist. In einer Pressemitteilung gab das Unternehmen die neue Richtung bekannt: "Kunden von digitec und Galaxus können ihre Einkäufe ab sofort auch mit Kryptowährungen bezahlen. Nebst Bitcoin akzeptiert der grösste Schweizer Onlinehändler eine Reihe von Altcoins wie Ethereum, Ripple oder Litecoin". Die neuartige Zahlungsmethode werde ab einem Bestellwert von 200 Schweizer Franken fortan zur Verfügung stehen.

Partnerschaft mit Datatrans und Coinify

Um das Bezahlen mit Bitcoin und Co. möglich zu machen, kooperiert Digitec Galaxus mit dem auf E-Bezahlungen spezialisierten Unternehmen Datatrans AG aus der Schweiz. Die Zahlungsabwicklung findet mithilfe von Coinify statt, einem dänischen Zahlungsanbieter, der sich auf Cyberdevisen fokussiert. Während Digitec Galaxus für das Bezahlen mit Krypto keine Gebühren erhebt, behält Coinify 1,5 Prozent des umgerechneten Kaufbetrags ein. Des Weiteren weist der Online-Händler darauf hin, dass weitere Transaktionskosten entstehen können. Laut Datatrans-Chef Hanspeter Maurer könnte sich dies jedoch zukünftig ändern: "Die Technologie wird laufend weiterentwickelt. Schnellere und kostengünstigere Transaktionen sind bereits am Horizont."

Avnet öffnet sich ebenfalls dem Bitcoin

Neben dem Schweizer Online-Händler, öffnete sich auch der US-amerikanische Elektronik-Hersteller Avnet kürzlich, zunächst nur für Bitcoin und Bitcoin Cash, dem Internetgeld. Mit einem Jahresumsatz in 2018 von 19,04 Milliarden USD ist das in Phoenix ansässige Unternehmen kein Leichtgewicht und verhilft den Kryptowährungen ebenfalls zu einer verbesserten Akzeptanz. Als Partner wählte Avnet den bekannten Zahlungsanbieter BitPay, der auch Unternehmens-Grössen wie Microsoft und Virgin zu den Kunden zählt. Die von Avnet festgelegte Transaktionsgebühr beläuft sich nach Angaben des Unternehmens auf 1 Prozent. Das Tech-Unternehmen gab an, in Sachen Krypto auf die weltweit ca. 250.000 täglich getätigten Bitcoin-Transaktionen reagieren zu wollen, und die Fortschritte bei Cyberdevisen zu unterstützen.

Mit mehr und mehr Unternehmen, die sich dem Internetgeld gegenüber öffnen, steigt die Akzeptanz von Bitcoin und Co. kontinuierlich. Denn wenn grosse Einzelhändler erst beginnen der neu neuen Zahlungsmethode Vertrauen zu schenken, steigt auch der Druck auf konkurrierende Unternehmen gleichzuziehen. Dadurch wird die Akzeptanz immer weiterverbreitet und die Kryptowährungen können zu ihrem ursprünglichen Ziel zurückkehren: Das Schaffen einer alternativen Zahlungsmethode.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: VallaV / Shutterstock.com,Wit Olszewski / Shutterstock.com,Stanislav Duben / Shutterstock.com

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