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Nach SNB-Entscheid 24.09.2026 10:46:07

Darum gibt der Franken zu US-Dollar und Euro kräftig nach - SNB sieht Frankenabwertung im Einklang mit Zinsentwicklung

Darum gibt der Franken zu US-Dollar und Euro kräftig nach - SNB sieht Frankenabwertung im Einklang mit Zinsentwicklung

Der Franken hat nach dem Zinsentscheid der Schweizerischen Nationalbank (SNB) deutlich an Boden verloren.

Der Dollar stieg im Vergleich zur Schweizer Währung auf den höchsten Stand seit rund einem Jahr, während der Euro wieder über die Marke von 0,94 Franken kletterte.

Der Dollar wird aktuell zu 0,8268 Franken gehandelt, und der Euro notiert bei 0,9423 Franken. Zum Dollar bewegt sich die europäische Gemeinschaftswährung Euro dagegen nur wenig und liegt mit 1,1397 leicht über dem frühen Morgenstand von 1,1385.

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Nach dem erwarteten Entscheid, den Leitzins bei null Prozent zu belassen, richtet sich der Blick vor allem auf die Kommunikation zum Franken: Die SNB habe die Wechselkursbewegungen nun wieder stärker in beide Richtungen im Auge, so ein Marktbeobachter. Angesichts des zuletzt schwächeren Frankens und der höheren Energiepreise könnte ein stärkerer Franken helfen, importierten Inflationsdruck zu dämpfen.

SNB sieht Frankenabwertung im Einklang mit Zinsentwicklung

Der Schweizer Franken hat seit der letzten geldpolitischen Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) deutlich an Wert verloren. Auf handelsgewichteter Basis habe sich die Landeswährung seit Juni um rund 3 Prozent abgeschwächt, sagte SNB-Präsident Martin Schlegel gemäss Redetext zum Zinsentscheid am Donnerstag.

Die Abwertung steht laut Schlegel im Einklang mit den grösser gewordenen Zinsunterschieden zwischen der Schweiz und den grossen Währungsräumen. Zwar seien auch die längerfristigen Zinsen in der Schweiz etwas gestiegen, allerdings weniger stark als etwa im Ausland. Dadurch wurde der Franken für Anleger relativ weniger attraktiv.

Der schwächere Franken hinterlässt auch bei der Inflation Spuren. Die SNB hat ihre mittelfristige Inflationsprognose gegenüber Juni leicht angehoben. Dies sei unter anderem auf die Abschwächung des Frankens zurückzuführen. Ein schwächerer Franken verteuert tendenziell importierte Waren und Dienstleistungen.

Gemäss der SNB dürfte die Inflation im vierten Quartal 2026 noch etwas ansteigen, bevor sie im Verlauf des Jahres 2027 wieder zurückgehe. Sie erwarten den Rückgang, weil die aktuell deutlich erhöhte Teuerung bei der Energie in den kommenden Quartalen wieder sinken dürfte. "Danach steigt die bedingte Inflationsprognose leicht an", sagte Schlegel.

Für die Schweizer Wirtschaft wirkt die Frankenabwertung laut SNB gleichzeitig stützend. Sie erleichtert insbesondere exportorientierten Unternehmen das Geschäft im Ausland.

Die weitere Wechselkursentwicklung bleibt für die SNB allerdings ein Unsicherheitsfaktor. Bei Bedarf sei die Nationalbank weiterhin bereit, am Devisenmarkt einzugreifen, bekräftigte Schlegel.

to/hr

Zürich (awp)

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