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Geändert am: 07.01.2026 22:07:57

Nach neuem Rekordhoch: SMI geht kaum verändert aus dem Handel -- DAX zum Handelsende nahe Bestmarke -- US-Börsen schliessen uneins -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich im Minus

Der heimische Aktienmarkt trat am Mittwoch auf der Stelle, während der deutsche Leitindex zulegte. Die US-Börsen fanden zur Wochenmitte keine gemeinsame Richtung. Die Märkte in Fernost wiesen überwiegend rote Vorzeichen aus.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt tendierte zur Wochenmitte seitwärts.

Der SMI nahm den Handel zur Wochenmitte mit einem kleinen Plus auf, markierte ein neues Rekordhoch bei 13'394,3 Zählern und hielt sich zunächst auf grünem Terrain. Im Verlauf wurden die Gewinne jedoch kleiner und das Börsenbarometer pendelte um die Nulllinie. Letztlich stand ein kleines Plus von 0,01 Prozent bei 13'324,03 Punkten an der Kurstafel.
Die Nebenwertindizes SPI und SLI präsentierten sich ebenfalls ohne grosse Ausschläge und beendeten sie Sitzung 0,17 Prozent fester bei 18'384,45 Stellen bzw. nahezu unverändert bei 2'162,53 Einheiten.

Nachdem der Leitindex ein erneutes Rekordhoch markiert hatte, stand zunächst die Marke von 13'400 Punkten im Blick, die er im Laufe des Tages jedoch etwas aus den Augen verlor. Insgesamt sei die Stimmung an den Märkten auch am dritten Handelstag des Jahres optimistisch geblieben, hiess es im Handel.

Nur wenig Einfluss hatten die am späten Vormittag publizierten neuen Inflationsdaten aus der Eurozone. Dass die Jahresteuerung von 2,0 Prozent punktgenau im Zielkorridor der EZB lag, dürfte kaum neue Zinssenkungsfantasien geweckt haben, meinte ein Kommentator. Nach den am Nachmittag veröffentlichten ADP-Arbeitsmarktdaten dürften sich die Blicke der Anleger zudem bereits auf den am Freitag anstehenden US-Arbeitsmarktbericht für den Dezember richten.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt griffen auch zur Wochenmitte weiter zu.

Der DAX eröffnete die Sitzung am Mittwoch mit einem Plus und übersprang kurz darauf erstmals die runde Marke von 25'000 Punkten. Im Laufe des Tages konnte er seine Gewinne ausbauen und markierte bei 25'122,46 Zählern ein neues Rekordhoch. Letztlich kletterte er um 0,92 Prozent auf 25'122,26 Punkte.

Die Börsenstimmung weltweit ist zu Beginn des Börsenjahres 2026 trotz gravierender geopolitischer Spannungen von Zuversicht geprägt, wenngleich die Risiken zunehmend in den Fokus rücken. Die Luft könnte also schnell dünner werden.

Es mute angesichts der Entwicklung der Weltwirtschaft paradox an, dass die Aktienmärkte aufblühen, kommentierte Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, die Lage. "Aber man darf nicht vergessen, dass der gegenwärtige Umbau der Weltwirtschaft enorme Investitionen in Gang setzt. Das reicht von den staatlichen Infrastrukturprogrammen bis hin zum neuen weltweiten Technologiewettlauf um die beste KI. Die Weltwirtschaft wird nicht zertrümmert, sie wird umgebaut", analysierte der Ökonom.

Der jüngste Angriff der USA auf Venezuela und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitetruppen sorgte im noch frühen Jahr 2026 nicht für Verunsicherung, eher für Hoffnung auf sinkende Ölpreise, die sich auch schon ein Stück weit bewahrheitet hat. Billigeres Öl ist gut für die Weltwirtschaft, könnte den Inflationsdruck mindern und weitere Zinssenkungen durch Notenbanken bedeuten.

Kater mahnte zugleich, dass neue geopolitische Rivalitäten auch schnell zu Stolpersteinen für die Weltwirtschaft werden könnten. Die Liste der Risiken reiche gegenwärtig von weiteren militärischen Konflikten bis hin zu einer ausufernden Kreditvergabe an Technologiefirmen.

Veröffentlicht wurden am Mittwoch zudem Wirtschaftsdaten aus den USA und Europa, darunter der ADP-Jobbericht und Inflationsdaten aus der Eurozone. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA stieg Ende des vergangenen Jahres an, jedoch nicht so stark wie von Volkswirten erwartet. Die Teuerung in der Euroregion schwächte sich im Dezember dank gefallener Energiekosten wie erwartet ab. Mit 2 Prozent sank die Inflationsrate wieder auf die Zielmarke der Europäischen Zentralbank (EZB), bei der sie die Preisstabilität als gewährleistet ansieht. Für den Aktienmarkt sind das gute Nachrichten, denn Zinserhöhungen werden damit unwahrscheinlicher.

WALL STREET

Die US-Börsen zeigten sich zur Wochenmitte uneinheitlich.

Der Dow Jones etwas höher in den Tag. Nachdem er kurz nach Handelsstart ein neues Allzeithoch bei 49'621,43 Punkten erreichen konnte, drehte er jedoch in die Verlustzone und ging schliesslich 0,94 Prozent tiefer bei 48'996,08 Punkten in den Feierabend.
Der NASDAQ Composite eröffnete die Sitzung knapp im Minus, konnte im weiteren Verlauf jedoch Gewinne verzeichnen und beendete die Sitzung 0,16 Prozent fester bei 23'584,27 Zählern.

Der Staub nach dem Angriff der USA auf Venezuela und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro am Wochenende lege sich, auch da der erwartete Rückenwind nun zunehmend klarer werde, erklärte Investmentstrategin Emma Wall vom Vermögensverwalter Hargreaves Lansdown .

So hatte das Geschehen Erwartungen an weiter sinkende Ölpreise geweckt, die die Inflation dämpfen und Notenbanken wie der US-amerikanischen Fed Spielraum für weitere Leitzinssenkungen geben würden. Diese wären tendenziell positiv für die Wirtschaft.

Mittlerweile rückten aber andere potenzielle geopolitische Krisenherde in den Blick. Allen voran aktuell das aggressive Gebaren der USA im Streit um das zum Königreich Dänemark gehörende, rohstoffreiche Grönland. So schloss das Weisse Haus einen Militäreinsatz ausdrücklich nicht aus, während US-Aussenminister Marco Rubio Berichten zufolge von einem Kauf der autonomen Arktisinsel spricht. Die US-Regierung hatte ihre Drohungen in der Sache zuletzt massiv verstärkt - sehr zum Ärger der europäischen Nato-Partner.

Neben der Geopolitik schauen Anleger auf US-Wirtschaftsdaten. Vorbörslich legte der Arbeitsmarktdienstleister ADP aktuelle Beschäftigungszahlen vor. Die Zahl der Beschäftigten in der Privatwirtschaft der USA stieg Ende des vergangenen Jahres zwar etwas weniger als erwartet, im November war die Beschäftigtenzahl indes weniger gesunken als zunächst ermittelt.

ASIEN

Am Mittwoch gaben die Börsen in Fernost weitestgehend nach.

In Tokio notierte der Nikkei 225 schliesslich 1,06 Prozent schwächer bei 51'961,98 Punkten.

Der Shanghai Composite zeigte sich derweil mit Gewinnen von 0,05 Prozent auf 4'085,77 Zähler.

Abwärts ging es auch in Hongkong: Der Hang Seng verlor letztlich 0,94 Prozent auf 26'458,95 Stellen.

Trotz positiver Vorgaben der Wall Street ging es am Mittwoch an den ostasiatischen Börsen nur uneinheitlich zu. Nach den teils sehr starken Aufschlägen zu Beginn der Woche dürften dabei Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt haben.

Etwas bremsend wirkte in der Region laut Marktteilnehmern eine neue Entwicklung im angespannten Verhältnis zwischen Japan und China, die vor einigen Wochen von Warnungen Japans an China ausgelöst wurden im Hinblick auf Chinas Taiwan-Politik. Nun hat Peking sofortige Kontrollen für Exporte von Gütern nach Japan verhängt, die auch für militärische Zwecke verwendet werden könnten.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Keystone, Ionana Davies / Shutterstock.com, Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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07.01.26 Consumer Price Index (YoY)
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07.01.26 Trimmed Mean CPI (YoY)
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07.01.26 Building Permits (MoM)
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07.01.26 Retail Sales (YoY)
07.01.26 Retail Sales (MoM)
07.01.26 Producer Price Index (YoY)
07.01.26 Verbrauchervertrauen
07.01.26 Devisenreserven MoM
07.01.26 Wholesale Prices n.s.a (YoY)
07.01.26 Wholesale Prices n.s.a (MoM)
07.01.26 Veränderung der Arbeitslosigkeit
07.01.26 Arbeitslosenquote s.a.
07.01.26 Haushaltsdefizit/Bruttoinlandsprodukt
07.01.26 Baden-Wuerttemberg CPI (YoY)
07.01.26 Baden-Wuerttemberg CPI (MoM)
07.01.26 Bavaria CPI (MoM)
07.01.26 Bavaria CPI (YoY)
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07.01.26 Kern-Verbraucherpreisindex (HVPI) (Monat)
07.01.26 Core Harmonized Index of Consumer Prices (YoY)
07.01.26 Harmonized Index of Consumer Prices (YoY)
07.01.26 Harmonized Index of Consumer Prices (MoM)
07.01.26 Consumer Price Index (EU Norm) (YoY)
07.01.26 Consumer Price Index (MoM)
07.01.26 Consumer Price Index (EU Norm) (MoM)
07.01.26 Consumer Price Index (YoY)
07.01.26 Auktion 10-jähriger Staatsanleihen
07.01.26 Trade Balance
07.01.26 MBA Hypothekenanträge
07.01.26 Central Bank FX Reserves
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07.01.26 Devisenreserven
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