Vom Einbruch zur Erholung | 17.04.20 | finanzen.ch
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Expertenkolumne 17.04.2020 10:24:52

Vom Einbruch zur Erholung

Kolumne

Nach der längsten jemals dokumentierten Wachstumsphase dürfte der aktuelle Sturzflug der globalen Konjunktur in eine der tiefsten, aber möglicherweise auch kürzesten Rezessionen der Neuzeit führen.

Zwar gibt es keinen Präzedenzfall für die aktuelle Rezession, da diese anders als üblich weder durch eine restriktive Geldpolitik noch grosse Ungleichgewichte oder Verschuldung verursacht wurde. Doch gerade diese eher robuste Ausgangssituation gibt Anlass zu Zuversicht. Zudem haben auch die Politik und die Notenbanken nie zuvor so entschlossen und umfassend reagiert wie auf diese Krise.

Die Chancen stehen daher gut, dass die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte nach der Überwindung der unmittelbaren Krise in den nächsten sechs bis zwölf Monaten in eine Periode der schrittweisen Erholung eintreten. Diese Erholung dürfte sehr ungleichmässig verlaufen- mit signifikanten Rückschlägen und wohl auch einigen dauerhaften Folgeschäden. Anleger sollten sich auf eine veränderte Investmentlandschaft einstellen. Die schwächsten Segmente des Anleihen- und Kreditmarktspektrums dürften in den kommenden Monaten anfällig bleiben. Zugleich ergeben sich mit der Zeit sicher auch Einstiegsgelegenheiten, auch in den Segmenten des Anlageuniversums, die zwar fundamental robust sind, zuletzt aber gelitten haben. Dazu zählen unter anderem qualitativ hochwertige Unternehmens- und Hypothekenanleihen sowie Anleihen aus ausgewählten Schwellenländern. Bei all diesen so genannten Spreadsegmenten sind die Zinsprämien teils deutlich angestiegen. Langfristig scheinen die Bewertungen in vielen Segmenten bereits attraktiv. Angesichts der anhaltenden Unsicherheit ist es aber vorerst ratsam abzuwarten und sich auf qualitativ hochwertige Anlageklassen mit geringem Ausfallrisiko zu konzentrieren.

Von Andrew Bosomworth, PIMCO

Andrew Bosomworth: Managing Director, Leiter des deutschen Portfoliomanagements bei PIMCO in München

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schliesst jegliche Regressansprüche aus.



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