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Nachhaltige Energie 16.08.2020 16:42:00

Unter Berücksichtigung eines gemeinsamen Ziels: Tesla könnte Software und Teile an Konkurrenten liefern

Unter Berücksichtigung eines gemeinsamen Ziels: Tesla könnte Software und Teile an Konkurrenten liefern

• Lieferung von Software, Batterien und Antriebssträngen an andere Hersteller möglich
• Zusammenarbeit steht im Konflikt zu schnellerem Zugang zu nachhaltiger Energie
• Teslas Battery Day auf September verschoben

Tesla offen für Partnerschaften mit anderen Automobilherstellern

Nach einem Artikel von Teslarati, in dem das Online-Portal darüber berichtete, dass deutsche Automobilhersteller unter Hochdruck versuchen, Teslas Vorsprung im Bereich von Elektrofahrzeugen zu verringern, nahm CEO Elon Musk auf Twitter darauf nun Bezug. So erklärte Musk als Antwort auf den ursprünglichen Tweet des Portals, dass Tesla offen sei, seine Software an andere Unternehmen zu lizenzieren und diese mit Antriebssträngen und Batterien zu versorgen. So verfolge man das Ziel, den Zugang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen, nicht Konkurrenten zu vernichten.

Bereits während Teslas Mitteilung der Unternehmenszahlen des dritten Quartals 2019 hatte Musk bereits eine ähnliche Meinung geteilt, wie TheStreet berichtete. So habe er erklärt, dass er sich vorstellen könne, dass Tesla andere Elektrofahrzeughersteller mit Batterie- und Antriebsstranglieferungen unterstützen könne, eventuell auch in weiteren Bereichen. Weiter habe Tesla in der Vergangenheit erklärt, den Zugang zum eigenen Kompressornetz zu teilen, sofern die Gegenpartei dies nicht ausnutze und sowohl zur Kostendeckung als auch zum Netzausbau beitrage. Bereits vor einigen Jahren hatte Tesla mit Daimler an der Elektro-Variante des smart fortwo und der vollelektrischen Mercedes B-Klasse zusammengearbeitet. Ausserdem lieferte das Unternehmen Antriebsstränge für Toyotas Kompakt-SUV RAV4.

Zusammenarbeit könnte Unternehmensziel behindern

Teslas Einstellung zur Zusammenarbeit mit anderen Herstellern war im Laufe der Zeit zwar relativ konsistent, in einigen Bereichen könnte sich eine Partnerschaft aber kontraproduktiv auf das Ziel des Unternehmens auswirken, der Welt schnelleren Zugang zu nachhaltiger Energie zu verschaffen. So sieht Musk Teslas grösstes zukünftiges Problem in der Lieferkette von Batterien, wie er anlässlich der Bekanntgabe der Einnahmen des zweiten Quartals 2020 erklärte. So könne die Produktion von Batteriezellen zu erschwinglichen Preisen den Erfolg des Unternehmens einschränken.

Fahrzeuge sollen langfristig zu erschwinglichen Preisen angeboten werden

Dadurch, dass die Beschaffung von Batterien Tesla derzeit sowieso schon Probleme bereite, sei nicht davon auszugehen, dass sie diese auch anderen Herstellern anbieten, so TheStreet weiter. Ausserdem erklärte Musk zuvor bereits, dass man Fahrzeuge langfristig zu erschwinglichen Preisen anbieten wolle, da nur so der Zugang zu nachhaltiger Energie ermöglicht werden könne. Wenn Tesla also Batterien an andere Autohersteller liefern würde, könnten Fahrzeuge nur dann erschwinglicher werden, wenn Tesla über eine Überkapazität verfüge. Dies hält TheStreet aber eher für unwahrscheinlich.

Im Juli hatte Tesla angekündigt, seine Jahreshauptversammlung am 22. September nachholen zu wollen. Das Treffen sollte ursprünglich am 7. Juli in Kalifornien stattfinden, wurde aber aufgrund der Corona-Krise abgesagt. Gleichzeitig soll mit dem Battery Day ein Event stattfinden, bei dem sich alles um Teslas Rolle im Umgang mit Batterien dreht. Auch hier könnte Musk sich zur Problematik äussern.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Bjoern Wylezich / Shutterstock.com,Pe3k / Shutterstock.com,Scott Olson/Getty Images