Applied Materials Aktie 908542 / US0382221051
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| US-Regeln für KI-Chips |
06.03.2026 22:10:00
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Neue US-Regeln für KI-Chips? Aktien von NVIDIA, AMD & Co. unter Druck
Die USA prüfen laut einem Bericht neue Regeln für den Export von KI-Chips. Grosse Lieferungen könnten künftig Investitionen in US-Rechenzentren oder Sicherheitsgarantien voraussetzen.
• Auch kleinere Installationen könnten genehmigungspflichtig sein und unter Aufsicht von Exportkontrollbeamten stehen
• Chip-Aktien schwach: NVIDIA, AMD, Intel und andere Titel geben nach
Neue Regeln für den Export von KI-Chips
Wie Reuters unter Berufung auf ein Dokument, das der Nachrichtenagentur vorliegt, berichtet, erwägen die USA neue Regeln für den Export von KI-Chips. Demnach wird erwogen, ausländische Staaten zu verpflichten, entweder in KI-Rechenzentren in den Vereinigten Staaten zu investieren oder Sicherheitsgarantien abzugeben, wenn sie besonders grosse Mengen an Chips importieren möchten. Konkret könnte dies für Lieferungen von etwa 200'000 oder mehr Einheiten gelten, wie Reuters berichtet.
Für ausländische Unternehmen, die bis zu 100'000 Chips erwerben wollen, wären laut dem Dokument zwischenstaatliche Zusicherungen erforderlich. Der Bericht verweist ausserdem darauf, dass die Regierung von Donald Trump bereits von Saudi-Arabien entsprechende Garantien verlangt habe, damit das Land fortschrittliche Halbleiter beziehen kann.
Darüber hinaus könnte die Installation grösserer Systeme zusätzliche Auflagen nach sich ziehen. So könnte bei Anlagen mit bis zu 200'000 Chips eine Kontrolle durch US-Beamte für Exportbeschränkungen vorgesehen sein. Gleichzeitig deutet das Dokument an, dass unter Umständen sogar für kleinere Installationen mit weniger als 1'000 Chips eine Genehmigung erforderlich sein könnte.
Keine Rückkehr zum Ansatz der Biden-Regierung
In einer Erklärung auf dem Social-Media-Dienst X bestätigte das US-Handelsministerium, dass es über neue Regeln debattiere, sagte jedoch, dass es nicht zur AI-Diffusionsregel der Biden-Regierung zurückkehren würde, die es als "belastend, überzogen und katastrophal" bezeichnete. Stattdessen wolle man sich an den Vereinbarungen orientieren, US-Chips nach Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate zu liefern.
The Commerce Department is committed to promoting secure exports of the American tech stack.
- U.S. Department of Commerce (@CommerceGov) March 5, 2026
We successfully advanced exports through our historic Middle East agreements, and there are ongoing internal government discussions about formalizing that approach.
Today there was…
"Das Handelsministerium setzt sich für die Förderung sicherer Exporte amerikanischer Technologie ein", schrieb das Ministerium. "Wir haben die Exporte durch unsere historischen Abkommen mit dem Nahen Osten erfolgreich vorangetrieben, und es gibt derzeit interne Diskussionen innerhalb der Regierung darüber, diesen Ansatz zu formalisieren."
Laut Saif Khan, ehemaliger nationaler Sicherheitsbeamter in der Biden-Regierung, der jetzt beim Institute for Progress, einem Think Tank in Washington, tätig ist, könnte die Regelung "der US-Regierung helfen, die Umleitung von Chips nach China zu bekämpfen und einen sichereren Aufbau der leistungsfähigsten KI-Supercomputer zu gewährleisten", zitiert Reuters. "Die Lizenzanforderungen sind jedoch zu weit gefasst, gelten weltweit und wecken die Befürchtung, dass die Regierung die Kontrollen eher als Verhandlungsinstrument gegenüber Verbündeten denn aus Sicherheitsgründen einsetzen will."
Chip-Aktien im Fokus
Vor dem Wochenende gaben US-Chip-Aktien in einem insgesamt schwächeren Markt nach. Die NVIDIA-Aktie verlor an der US-Techbörse NASDAQ 2,98 Prozent auf 177,89 US-Dollar, während die AMD-Aktie 3,51 Prozent tiefer bei 192,44 US-Dollar schloss und die Applied Materials-Aktie 6,29 Prozent auf 324,74 US-Dollar fiel. Für die Titel von Intel ging es derweil 5,51 Prozent auf 43,42 US-Dollar abwärts. Die Texas Instruments-Aktie schloss 2,41 Prozent im Minus bei 193,21 US-Dollar, während die Papiere von ON Semiconductor deutliche 6,54 Prozent auf 56,87 US-Dollar verloren.
Redaktion finanzen.ch
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