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KakaoTalk 13.06.2020 23:50:00

Kryptowährungen per Messenger verschicken - Das Wallet im Smartphone

Kryptowährungen per Messenger verschicken - Das Wallet im Smartphone

Der südkoreanische Unternehmen Kakao hat in seinen Messenger-Dienst KakaoTalk das Krypto-Wallet "Klip" integriert. Über die neue Funktion sollen die Nutzer digitale Währungen sowie andere Assets empfangen und verschicken können.

Kakao
80700.00 KRW -2.18%
• Integration eines Wallets in einen Messenger
• Versenden von digitalen Assets per Smartphone
• Hauseigene Token im Fokus

In Deutschland und Europa ist Kakao Talk aufgrund der Dominanz von WhatsApp kaum bekannt. Das Anwendungsgebiet des alternativen Messengers beschränkt sich hauptsächlich auf Südkorea. Dort sollen rund 90 Prozent der Bevölkerung die App bereits benutzen. Die Funktionen von KakaoTalk und WhatsApp sind allerdings sehr ähnlich. Beide bieten die Möglichkeit in Chatrooms Direktnachrichten zu verschicken, Sprach- und Videoanrufe zu tätigen sowie Emojis zu versenden. Durch die Einbettung von KakaoTalk in den IT-Konzern Kakao ist der Messenger Teil eines grossen Systems, welches laut der Website Chingufreunde den Alltag in Südkorea wesentlich bestimmt. Diese Vernetzung des Messenger-Dienstes führte nun auch zu der Integration eines Krypto-Wallets.

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Das Krypto-Wallet Klip

In einem Blog-Eintrag auf der Seite Medium verkündeten die Betreiber der Blockchain "Klaytn" die Einführung des Krypto-Wallets "Klip". Hinter der Entwicklung von Klaytn und Klip steht das Unternehmen Ground X, eine Tochtergesellschaft des Kakao-Konzerns. Klip soll durch die Integration in KakaoTalk den Nutzern des Messengers ermöglichen, Kryptowährungen und digitale Assets aufzubewahren und untereinander auszutauschen. Zur Veröffentlichung der neuen Funktion können elf verschiedene Kryptowährungen über Klip verwaltet werden. Hierzu zählen neben dem hauseigenen Token Klay auch die Tokens Box, BlockPet Token, Pibble, Hint, Antube Token, Temco, Bitbns, Pixel, Insureum und Cosm. Darüber hinaus soll auch noch eine Vielzahl von nicht fungiblen Tokens, sogenannten NTFs, unterstützt werden. Die Entwickler des Wallets arbeiten ausserdem daran, die Kompatibilität mit der Zeit weiter auszubauen.

Benutzerfreundlichkeit steht im Vordergrund

Ein besonderes Augenmerk legt Klit auf die Benutzerfreundlichkeit und Sicherheit ihrer Anwendung. Das Krypto-Wallet soll nämlich laut eigenen Angaben für jeden gedacht sein und auch Personen ansprechen, die vorher noch nie mit Blockchain-Anwendungen und Kryptowährungen in Kontakt kamen: "Wir haben uns auf die Entwicklung einer digitalen Geldbörse konzentriert, die einfach und bequem genug ist, um von Personen verwendet zu werden, die noch keine Erfahrung mit Blockchain-Technologie haben", erklärt Jason Han, CEO von Ground X, in der Blog-Mitteilung. So findet beispielsweise der Transfer der digitalen Assets einfach über die Kontoinformationen des KakaoTalk-Nutzers statt und nicht über eine komplexe Wallet-Adresse der Blockchain. Ausserdem soll der Austausch schnell und ohne zusätzliche Gebühren ablaufen. Zur Steigerung der Sicherheit werden die privaten Schlüssel der Klip-Nutzer im Rahmen eines Key Management Service in verschlüsselten Formaten gespeichert. Hierdurch müssen die Benutzer ihrer Schlüssel nicht selbst verwalten und sich keine Sorgen über einen möglichen Verlust infolge eines Unfalls oder Datenlecks machen.

Ground X kündigte bereits an, neue Features im Laufe des Jahres einzuführen und Klip mit Klaytn-basierten Anwendungen zu verbinden. Das Ziel der Betreiber sei, der ganzen Welt ein einfaches und mobiles Krypto-Wallet zur Verfügung zu stellen. Ob der bislang eher weniger prominenten unterstützen Kryptowährungen bleibt fraglich, inwiefern die globale Anwendung des südkoeranischen Messengerdienstes inklusive Wallet erlangt werden kann.

Redaktion finanzen.ch


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