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Positiver Ausblick 16.03.2021 12:15:00

WACKER CHEMIE-Aktie tiefrot: WACKER CHEMIE bleibt auf Erholungskurs - Rohstoffkosten belasten aber

WACKER CHEMIE traut sich wegen der fortgesetzten Konjunkturerholung und guter Geschäfte mit der Solarindustrie 2021 ein Umsatz- und Gewinnplus zu.

Konzernchef Rudolf Staudigl rechnet laut einer Mitteilung vom Dienstag im neuen Jahr mit einem Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich nach - wie bereits seit Februar bekannt - 4,7 Milliarden Euro im alten Jahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll um 10 bis 20 Prozent zulegen. Nach einem deutlichen Rückgang im Corona-Jahr 2020 würde der operative Gewinn damit am oberen Ende der Spanne etwas über dem Niveau von 2019 liegen. Analysten hatten bereits auf deutlichen Gegenwind durch steigende Rohstoffkosten verwiesen, hatten im Durchschnitt aber tendenziell etwas mehr Gewinn auf dem Zettel.

So rechnet der Konzern durch höhere Rohstoffkosten und negative Währungseffekte beim operativen Gewinn mit einer Belastung von mehr als 100 Millionen Euro. Der Überschuss soll im neuen Jahr dennoch deutlich steigen, hiess es weiter. Im vergangenen Jahr entfiel auf die Aktionäre von WACKER CHEMIE ein Überschuss von gut 189 Millionen Euro. Die Dividende für 2020 soll nun auf 2,00 Euro je Aktie steigen, nachdem es für 2019 lediglich 0,50 Euro gegeben hatte.

Die WACKER CHEMIE-Aktie verliert auf XETRA derzeit 6,31 Prozent auf 109,05 Euro.

WACKER CHEMIE will Siltronic-Einmalertrag investieren

Wacker Chemie will den Einmalertrag aus der Veräusserung des 30,8-prozentigen Anteils an der ehemaligen Wafer-Tochter Siltronic in das Geschäft investieren anstatt ihn auszuschütten. Der Frage, ob eventuell für Aktionäre eine Sonderdividende drin sei, erteilte das WACKER-Management in der Online-Jahrespressekonferenz eine Absage.

Man habe "sehr zukunftsträchtige Bereiche", die man mit Investitionen voranbringen wolle, und es sei "zusätzlich auch notwendig, noch mehr in Richtung Nachhaltigkeit zu investieren", sagte WACKER-CEO Rudolf Staudigl.

"Es gibt viele Möglichkeiten, über Investitionen stärker zu wachsen als in der Vergangenheit", sagte Staudigl.

WACKER CHEMIE rechnet Staudigl zufolge nach der letzten Erhöhung des Übernahmeangebots durch den taiwanischen Halbleiterhersteller Globalwafers mit einem Veräusserungserlös in Höhe von 1,3 Milliarden Euro in bar. Dieser sei in der Prognose noch nicht berücksichtigt.

Die Beteiligung stand zum Jahresende 2020 mit 550 Millionen Euro in der Bilanz.

WACKER CHEMIE hat für 2020 die Dividende je Aktie auf 2,00 Euro erhöht von 0,50 Euro ein Jahr zuvor. Manche Investoren hatten auf eine Sonderdividende im Zusammenhang mit der Veräusserung des Siltronic-Anteils gehofft.

/mis/stk

MÜNCHEN (awp international) / FRANKFURT (Dow Jones)

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Bildquelle: WACKER Chemie