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Tesla ein Energieversorger? 29.10.2019 22:05:00

Automobilbereich bald nicht mehr wichtigster Sektor bei Tesla?

Automobilbereich bald nicht mehr wichtigster Sektor bei Tesla?

• Tesla - einer der wertvollsten Autoproduzenten
• Warum ist Tesla so unbekannt im Energiesektor?
• Zukunft von Tesla im Energiesektor

Der Bereich, der in Zukunft Teslas Steckenpferd werden könnte, dreht sich rund um Energie: Nicht nur, dass der Tech-Konzern die Produktion der Batteriezellen selbst in der Hand hält, auch auf Heimenergiespeicher konzentriert sich der US-Autobauer - überwiegend in Kombination mit der Stromerzeugung durch Sonnenstrahlung.

Tesla- einer der wertvollsten US-Autobauer

Der Aktienkurs von Tesla hat in den letzten Tagen erneut Aufsehen erregt, denn als der Konzern für dieses Quartal wieder einen Gewinn verkündete, ist der Kurs stark gestiegen. Bei den meisten Unternehmen dieser Grösse ist Profitabilität eine Grundvoraussetzung, aber bei Tesla überwogen seit Jahren immer wieder rote Zahlen. Das katapultierte den Konzern hinter Milliardär Elon Musk ganz nach vorne und kann sich nun wertvollstes US-Unternehmen im Automobilbereich nennen. Doch nicht nur in der Autobranche, sondern auch in der Energieversorgerbranche ist Tesla aktiv. So ist der E-Auto-Pionier längst nicht mehr mit BMW, Daimler oder VW zu vergleichen, da diese deutschen Autohersteller nicht branchenübergreifend aufgestellt sind.

Tesla noch relativ unbekannt im Energiesektor

Während der Verkündung der Quartalszahlen, in welchen der Energiesektor nicht explizit aufgeführt wird, kam Elon Musk auch auf das Thema zu sprechen, warum dieser Bereich bei Tesla erst vor zwei Jahren richtig an Fahrt aufgenommen hat. Musk erklärte dabei, dass bis Juli 2017 der komplette Fokus im Konzern darauf lag, den Model 3 als erstes Elektroauto von der Marke Tesla für den Massenmarkt auf den Markt zu bringen. Dabei wurden auch aktiv bestimmte Unternehmensbereiche geschmälert, um mehr Budget und Ressourcen für die Fertigstellung des Model 3 zur Verfügung zu haben. Da Tesla nun seit etwa zwei Jahren den Model 3 produziert, investiert der Konzern wieder verstärkt in den Energiebereich, was sicherlich aber auch der zunehmenden Profitabilität des Autosektors zu verdanken ist. Tesla setzt dabei nahezu ausschliesslich auf Solarenergie, also Solarzellen, und forscht verstärkt an Speichermöglichkeiten, welche sie bereits an diverse Unternehmen, unter anderem Walmart aber auch Privatkunden, verkauft haben. Das sogenannte "Tesla Solar Roof" ist eines der Produkte, welche Tesla mit dem Zukauf von SolarCity hinzugewann. Mit diesem werden Solarzellen in Ziegelform und eine Powerwall (ein Wandakku) kombiniert, wodurch man sein Zuhause teilweise autonom vom öffentlichen Stromnetz betreiben kann. Erst im August rief Musk die markeneigenen Solardächer wieder auf den Plan, als er auf Twitter eine Frage eines Users beantwortete.

Zukunft von Tesla im Energiesektor

Laut Elon Musk ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis sich Tesla stärker auch in diesem Sektor etabliert. Denn bereits jetzt ist der E-Autobauer ein bedeutender Partner für Privatkunden, Unternehmen oder sogar Städte, die auf der Suche nach zuverlässigen Energiespeicheranlagen sind. Das grösste Projekt war bislang eine Energiespeicheranlage in Australien: Hier installierte der Tech-Konzern in Hornsdale, Süd Australien, vor knapp 2 Jahren eine Energiespeicheranlage für 95 Millionen US-Dollar, durch welche bereits im ersten Jahr beinahe 40 Millionen US-Dollar an Energiekosten eingespart werden konnten. Die Technologie, die Tesla zur Speicherung benutzt, ist heute bereits marktführend und wird in vielen verschiedenen Bereichen benötigt. Auch Musks zweite Firma namens SpaceX, eine Raumfahrtfirma, verbaut zur Energieversorgung der Raketen ausschliesslich von Tesla produzierte Batterieblöcke. Wenn in den nächsten Jahren tatsächlich eine Wende bei der Energieerzeugung, weg von Öl und Gas und hin zu Solar und Wind, kommt, dann wird Tesla zu den grossen Profiteuren davon gehören.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Tesla Motors,Nadezda Murmakova / Shutterstock.com

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