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Lagebeurteilung 17.06.2021 12:26:00

SNB tastet Leitzinsen nicht an

SNB tastet Leitzinsen nicht an

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tastet in der Corona-Krise die Zinsen nicht an und führt damit ihre sehr expansive Geldpolitik fort.

Konkret belässt sie ihren Leitzins sowie den Zins auf Sichtguthaben bei -0,75 Prozent, wie sie am Donnerstag im Rahmen der geldpolitischen Lagebeurteilung mitteilte.

Die SNB betonte ausserdem ihre Absicht, bei Bedarf weiterhin am Devisenmarkt zu intervenieren. Denn sie sieht den Franken als nach wie vor "hoch bewertet" an. Die SNB hatte 2020 für fast 110 Milliarden Franken Fremdwährungen gekauft. Damit intervenierte die SNB letztes Jahr wie noch nie seit Aufhebung des Mindestkurses.

Die Währungshüter rechnen für das laufende Jahr mit einer deutlichen Erholung der Schweizer Wirtschaft. Sie rechnet vor mit einem Anstieg des Bruttoinlandproduktes (BIP) um rund 3,5 Prozent. Im März hatte die Prognose auf 2,5 bis 3 Prozent gelautet.

Die neue bedingte Inflationsprognose ist ebenfalls etwas höher als im März. Für 2021 geht die SNB neu von einer Inflation von 0,4 Prozent aus (alt: 0,2). Für 2022 werden nun 0,6 Prozent (alt: +0,4%) vorhergesagt für 2023 +0,6 Prozent nach zuvor 0,5 Prozent.

Die Hauptgründe dafür seien teurere Erdölprodukte und tourismusnahe Dienstleistungen. Dazu kämen Preissteigerungen bei Waren, die von Lieferengpässen betroffen seien.

Die bedingte Inflationsprognose beruht wie immer auf der Annahme, dass der SNB-Leitzins über den gesamten Prognosezeitraum bei -0,75 Prozent bleibt.

SNB-Jordan: Internationale Inflation wird mittelfristig nicht stark steigen

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) schlägt sich ins Lager jener, die nur mit einem vorübergehenden Anstieg der Teuerungsraten rechnen. In ein paar Quartalen sollten die preistreibenden Effekte nicht mehr ins Gewicht fallen.

"Wir gehen deshalb im jetzigen Zeitpunkt nicht davon aus, dass die globale Inflation mittelfristig stark ansteigen wird, sagte SNB-Präsident Thomas Jordan laut Redetext am Donnerstag an der geldpolitischen Lagebeurteilung. Es sei in den meisten Ländern mittelfristig nur mit einer moderaten Inflation zu rechnen.

Aktuell trieben jedoch teurere Erdölprodukte und verschiedene Einmaleffekte wie Preissteigerungen bei Waren, die von Lieferengpässen betroffen sind, das Preisniveau. Dieser Druck dürfte laut Jordan auch über die kommenden Monate spürbar bleiben, aber "in ein paar Quartalen" nicht mehr ins Gewicht fallen.

In der Schweiz derweil seien die Zinsen und die Inflation im internationalen Vergleich weiterhin tief. Und die langfristigen Inflationserwartungen seien fest verankert und trotz Pandemie stabil geblieben. Umfragedaten zeigten für die lange Frist eine erwartete Inflationsrate von rund einem Prozent.

ra/rw Bern (awp)

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Bildquelle: FABRICE COFFRINI/AFP/Getty Images

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