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Frauenförderung im Bankwesen 04.08.2021 22:12:00

UBS lanciert Portfolio mit Hedgefonds unter ausschliesslich weiblicher Führung

UBS lanciert Portfolio mit Hedgefonds unter ausschliesslich weiblicher Führung

Die Grossbank UBS möchte mit einem neuen Portfolio-Angebot eine Männerdomäne aufmischen. Denn dieses setzt auf Anlagefonds, die nur von Frauen geleitet werden. Schliesslich haben sich eben jene Fonds in der Krise als besonders robust erwiesen.

• Schweizer Grossbank UBS setzt auf Strategie nur mit Frauen
• Von Frauen geleitete Hedgefonds sind krisenresistenter
• Portfolio "Carmen" mit bis zu 15 Fonds

Mit dem neuen Portfolio-Angebot "Carmen" mischt die Schweizer Grossbank UBS eine Männerdomäne auf. Das neue Angebot setzt auf Fonds, bei denen Investment-Entscheidende oder leitende Positionen mit Frauen besetzt sind, wie die britische Zeitung "Financial Times" erstmals berichtete.

Frauen sind unterrepräsentiert

Hedgefonds sind alternative, aktiv verwaltete Investmentfonds. Sie setzen unabhängig von der Marktentwicklung auf unterschiedliche Investitionsformen und gehen deshalb höhere Finanzrisiken ein, als klassische Investmentfonds.

Gegenüber "Financial Times" erklärte die UBS, Frauen seien in der männerdominierten Finanzbranche unterrepräsentiert. Das stehe aber in keinem Zusammenhang mit ihren Fähigkeiten. Daher habe die Grossbank das Portfolio-Angebot eingeführt. Die Grundregel: Nur weibliche Investment-Entscheide werden für eine Aufnahme in das Portfolio mit zehn bis 15 Fonds in Betracht gezogen.

Weiblich geführte Hedgefonds sind krisenresistenter

Generell scheinen Frauen risikoärmer, und damit auch krisenresistenter zu wirtschaften als Männer. Das erklären der Schweizer Tagesanzeiger und das unabhängige Schweizer Nachrichtenportal finews.ch unter Berufung auf Studien, die darauf hindeuten, dass Fonds unter weiblicher Führung in Abwärtsmärkten robuster seien. Demnach konnten Frauen während der Marktunsicherheiten letzten Frühling ihre Verluste besser begrenzen als ihre männlichen Kollegen. Ausserdem besetzen Frauen in der Hedgefonds-Szene aktuell nur 18,6 Prozent der Stellen, so finews. Der Tagesanzeiger spricht sogar von nur 10,9 Prozent und beruft sich dabei auf den britischen Finanzdaten-Anbieter Preqin. Allerdings weisen beide Online-Portale darauf hin, dass sie in diesem Jahr jedoch hinter den boomenden Börsen zurückgeblieben seien. 2,7 Prozent mehr als die von Frauen verwalteten Vehikel warf die breite Masse der Hedgefonds durchschnittlich ab.

UBS nutzt Trend

Nichtsdestotrotz gibt es in der aktuellen Hausse Top-Performerinnen wie die in der Schweiz ansässige Quant-Boutique Systematica, die für ihre Anleger stolze 14 Prozent abwarf - verwaltet von Leda Braga, der Chefin des 2015 in Genf gegründeten Hedgefonds Systematica Investments. Mit dem neuen Portfolio bringe die UBS laut dem Tagesanzeiger ein Angebot zu einer Zeit auf den Markt, in der nicht nur das Interesse der Investoren an Hedgefonds unter weiblicher Führung stetig wächst. Die Hedgefonds-Industrie profitiert finews zufolge auch von Marketing-Bemühungen der Vermögensverwalter und Banken. Denn diese möchten ihren Klienten die Vehikel "als Ausweg aus dem Tiefzinsumfeld und dem damit verbundenen Anlagenotstand" anbieten.

Deniz Pense / Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Pincasso / Shutterstock.com,Keystone,Yu Lan / Shutterstock.com

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