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Geändert am: 19.01.2026 21:06:31

Zolldrohungen im Grönland-Streit: SMI schliesst schwächer -- DAX schlussendlich knapp unter 25'000-Punkte-Marke -- Feiertag an der Wall Street -- Märkte in Fernost letztlich mehrheitlich im Minus

Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt wiesen am Montag rote Vorzeichen aus. An der Wall Street findet feiertagsbedingt kein Montagshandel statt. Zum Wochenstart ging es an Asiens Börsen grösstenteils abwärts.

SCHWEIZ

Der heimische Aktienmarkt bewegte sich am Montag abwärts.

So eröffnete der SMI die Sitzung mit einem klaren Abschlag und baute diesen im weiteren Verlauf noch aus. Somit schloss er am Abend 1,02 Prozent schwächer bei 13'277,04 Einheiten.
Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI folgten der Tendenz des Leitindex und beendeten den Montagshandel mit Verlusten von 1,05 Prozent bei 18'333,86 Punkten bzw. 1,20 Prozent bei 2'147,79 Zählern.

Donald Trump versetzte die weltweiten Finanzmärkte einmal mehr in den Krisenmodus, denn der US-Präsident will sich Grönland einverleiben. Sollte keine entsprechende Vereinbarung zustande kommen, drohen acht EU-Ländern ab dem 1. Februar Strafzölle, liess der Präsident am Wochenende wissen. An den Finanzmärkten reagierten Aktien mit Kursverlusten, während sichere Häfen wie Gold, Silber und der Schweizer Franken zulegten.

"Es bleibt zu hoffen, dass sich dies einmal mehr als Sturm im Wasserglas entpuppt", kommentierte ein Marktstratege. "Höhere Importzölle würden vor allem die Inflation in den USA weiter anheizen, weswegen die Trump-Pläne auf wachsenden Widerstand in der Bevölkerung und im Kongress stossen". Darüber hinaus habe der Supreme Court in der Zolldebatte noch ein entscheidendes Wort mitzureden. "Die Finanzmärkte dürften daher nach einer Schrecksekunde erneut auf Durchzug schalten und somit die Risk-on-Kräfte die Oberhand behalten", sagte der Experte voraus.

An den Devisenmärkten geriet vor allem der US-Dollar unter Druck, während der Franken klar gesucht war.

Auf eine Reaktion der US-Märkte müssen Investoren derweil bis zum morgigen Dienstag warten, da die Wall Street zum Wochenstart wegen des Martin Luther King-Feiertages geschlossen bleibt. "Die Marktteilnehmer hatten sich durch den heutigen Feiertag in den USA auf einen ruhigen Wochenstart eingestellt bis diese Vorstellungen durch die politische US-Realsatire durchkreuzt wurden", kommentierte ein Händler.

DEUTSCHLAND

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Montag deutlich tiefer.

So rutschte der DAX bereits zum Start unter die runde Marke von 25'000 Punkten und bewegte sich auch im weiteren Verlauf tief auf rotem Terrain. Letztlich ging das deutsche Börsenbarometer mit einem Verlust von 1,34 Prozent bei 24'959,06 Punkten in den Feierabend.

Zollsorgen im Streit um Grönland haben den DAX am Montag zeitweise deutlich unter die runde Marke von 25'000 Punkten zurückgeworfen. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende wegen des Grönland-Streits angekündigt, dass für acht Länder aus Europa ab dem 1. Februar Strafzölle von 10 Prozent gelten sollen, ab dem 1. Juni Zölle dann sogar von 25 Prozent.

Die US-Zölle sollen gelten, bis ein Abkommen über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt werde. Betroffen von den Zöllen sind acht europäische NATO-Länder, darunter auch Deutschland. EU-Ratspräsident António Costa wird nun einen EU-Sondergipfel einberufen, womöglich am Donnerstag.

"Noch ist es Rhetorik. Noch bleiben zwei Wochen Zeit für Verhandlungen", kommentierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Es drohe aber eine noch nie dagewesene Spirale aus Zöllen, Gegenzöllen und weiteren Massnahmen. Anders als in früheren Fällen, werde die Europäische Union diesmal wohl nicht klein beigeben, vermutet Altmann. Der Höhenflug am Aktienmarkt sei jedenfalls zunächst vorbei, auch wenn der Rückschlag zunächst überschaubar bleibe.

Das Risiko weiterer Importzölle der USA auf Einfuhren europäischer NATO-Staaten belastete vor allem die Kurse von Automobilherstellern.

WALL STREET

An den US-Aktienbörsen findet an diesem Montag wegen eines Feiertags (Martin Luther King Day) kein Handel statt.

Zuletzt war der Dow Jones bei 49'359,33 Punkten um 0,17 Prozent schwächer ins Wochenende gegangen. Der NASDAQ Composite hatte den Freitagshandel mit einem minimalen Verlust von 0,06 Prozent auf 23'515,39 Zähler beendet.

Am Wochenende hat US-Präsident Donald Trump mit 10-prozentigen Zöllen auf Importe aus mehreren europäischen Ländern gedroht. Damit will er den Druck auf Dänemark erhöhen, Grönland an die USA zu verkaufen. Dies versetzt die internationalen Märkte am Montag in Aufruhr, die US-Börsen können aber erst am Dienstag darauf reagieren.

ASIEN

Die Börsen in Fernost wiesen zum Wochenstart überwiegend rote Vorzeichen aus.

In Tokio verlor der Nikkei 225 letztlich 0,65 Prozent auf 53'583,57 Indexpunkte.

Auf dem chinesischen Festland war schliesslich eine positive Tendenz zu sehen: Der Shanghai Composite notierte zum Handelsschluss 0,29 Prozent fester bei 4'114,00 Zählern.

Abwärts ging es wiederum in Hongkong: Der Hang Seng präsentierte sich letztlich mit Abgaben von 1,05 Prozent auf 26'563,90 Stellen.

Die asiatischen Börsen starteten mit einer überwiegend negativen Tendenz in die neue Handelswoche. Im Fokus standen vor allem neue Daten zum Wirtschaftswachstum in China.

Ein kräftiger Anstieg der Exporte hat Chinas Wachstum im vergangenen Jahr angetrieben. Damit trotzte die weltweit zweitgrösste Volkswirtschaft den Erwartungen, wonach ein Handelskrieg mit den USA das Land ausbremsen würde. Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) expandierte im vergangenen Jahr deflationsbereinigt um 5 Prozent, wie aus den am Montag vom Nationalen Statistikamt veröffentlichten Daten hervorging. Damit erreichte Peking sein offizielles Wachstumsziel und knüpfte an das reale BIP-Wachstum von 5 Prozent aus dem Jahr 2024 an. Zu Beginn des vergangenen Jahres hatten viele Analysten erwartet, dass neue US-Zölle Chinas Ausfuhren ersticken und das Wachstum drücken würden. Stattdessen steigerte China seine Exporte in Märkte weltweit und glich damit den Rückgang im Handel mit den USA mehr als aus.

Auf die Stimmung drückten dagegen die angedrohten Zölle von US-Präsident Donald Trump, der im Zuge des Grönland-Streits insgesamt acht europäischen Ländern mit einem 10-prozentigen Zusatzzoll gedroht hat. Der Schritt hat das Zeug, ein wegweisendes Handelsabkommen zu kippen, das Trump im vergangenen Jahr mit der EU erzielt hatte und das darauf abzielt, Zölle auf viele US-Exporte zu senken. Dies schürte Sorgen vor einem erneuten Zollstreit.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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