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stocksDIGITAL 12.11.2013 10:26:34

Fast Food mit Flair

Die Fast-Food-Branche gilt als krisensicher und profitabel. Für Anleger ist das attraktiv.

Wer an Schnellrestaurants denkt, hat sogleich fettige Burger und salzige Pommes vor den Augen. Doch das Bild der Fast-Food-Industrie ändert sich. Der Lifestyle rückt in den Vordergrund, und die Konsumenten werden auch immer gesundheitsbewusster und fordern vermehrt Salate und Gemüse. Branchenprimus McDonald’s kommt diesen Bedürfnissen mit seinem McCafé-Konzept und mit vegetarischen Angeboten entgegen, bleibt aber ansonsten seiner alten Linie treu. Dass das aber kein Selbstläufer mehr ist, zeigt sich bereits seit einigen Quartalen in der Bilanz. Auch von Juli bis September kam der Umsatz mit 7,3 Milliarden Dollar nur um mickrige 0,9 Prozent voran; der operative Gewinn kletterte hingegen um 6 Prozent empor. Gegenwind bekam der Kon- zern auch auf dem Heimatmarkt zu spüren. Hier kamen die Erlöse nur noch um 0,7 Prozent voran.

Konkurrenzketten wie Chipotle Mexican Grill oder Jack in the Box (JIB) holen hingegen kräftig auf. Der Letztgenannte, ein Fast-Food- Anbieter, ist nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von einem Zehntel sogar die Nummer zwei in den USA. Mit frischen Menüs, flotterem Service und einer Umgestaltung der Läden ist die Firma auf Wachstumskurs.

Zudem verfügt JIB über einen «mexikanischen Arm». Die Tochter Qdoba macht mit ihren Fajitas, Nachos und Burritos unter anderem Chipotle Mexican Grill immer mehr Konkurrent. Im abgelaufenen Quartal steigerte JIB den operativen Gewinn um knapp einen Drittel. Die Dynamik soll hoch bleiben. Bis 2015 gehen die Konsensschätzungen von durchschnittlichen Steigerungen beim Gewinn je Aktie von rund einem Viertel aus. Damit ist das 2015er-KGV von 16 nicht teuer. Dies gilt auch im Verhältnis zur Konkurrenz: Wettbewerber wie Chipotle oder Wendy’s sind bei vergleichbarem Wachstum rund doppelt so hoch bewertet.

Mit einem satten Gewinnsprung beendete Burger King das abgelaufene Quartal. Unter dem Strich verdiente der McDonald’s-Dauerrivale mit 68,2 Millionen Dollar mehr als zehn Mal so viel wie im Vorjahr. Das liegt zum einen daran, dass Burger King vor allem in Asien mit seinen Menüs den Geschmack der Kunden gut trifft, zum anderen aber vor allem an der Um- stellung des Geschäftsmodells. Der Konzern hat nahezu alle eigenen Filialen an Franchise-Nehmer verkauft und bezieht nun im Wesentlichen Lizenzgebühren. Damit reduzieren sich die Kosten bei diesem Unternehmen deutlich.

Grosse Bewertungsunterschiede

An der Börse haben Wendy’s und Chipotle Mexican Grill im laufenden Jahr mit einem Plus von nahezu 100 Prozent klar die Nase vorne. Allerdings ist deren Bewertung in astronomische Höhen aufgestiegen. Anleger müssen hier rund das 30-Fache der erwarteten Gewinne für 2015 Zahlen. Deutlich günstiger ist JIB oder auch Burger King, deren KGVs deutlich unter der 20er-Marke liegen. Den günstigsten Wert weist McDonald’s bei der Bewertungskennziffer aus, allerdings ist der Marktführer auch am wachstumsschwächsten. Selbst wenn die Aktie nicht das grosse Potenzial nach oben verspricht: Aufgrund milliardenschwerer Gewinne, eines stabilen Cashflows und eines robusten Geschäftsmodells ist das Abwärtsrisiko stark eingedämmt. Somit könnte bei diesem Dow-Jones-Titel ein Renditeoptimierungsprodukt die passende Investmentlösung sein. (ci)


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