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Kaufempfehlungen 22.01.2021 23:01:00

Analysten: Diese Aktien könnten in diesem Jahr eine Kaufgelegenheit darstellen

Analysten: Diese Aktien könnten in diesem Jahr eine Kaufgelegenheit darstellen

Analysten der Deutschen Bank hielten Ende des vergangenen Jahres Ausschau nach Aktien, die 2021 für Anleger interessant sein könnten.

Tenet Healthcare
47.44 CHF -3.47%
• Analyst traut Tenet Healthcare-Aktie mehr als 50 Prozent Aufwärtspotenzial zu
• State Street mit oder ohne Fusion ein "Buy"
• DuPont de Nemours dürfte durch Fusion Rückenwind erhalten


Der Start ins neue Jahr verlief an den Börsen positiv: Einige Indizes, wie der DAX und der Dow Jones, erreichten neue Rekordhochs. Die Aussichten für 2021 bleiben trotz steigender Corona-Infektionszahlen optimistisch.

Analysten der Deutschen Bank haben drei Aktien aufgelistet, die sie im neuen Jahr als Kaufgelegenheiten erachten.

Tenet Healthcare

Tenet Healthcare ist Betreiber medizinischer Einrichtungen. Das Unternehmen besitzt nach eigenen Angaben 65 Krankenhäuser und ungefähr 565 ambulante Zentren und zusätzliche Versorgungsstellen. Wie Yahoo Finance berichtet, ist Tenent damit umsatzmässig das drittgrösste Krankenhausunternehmen der USA.

Im vergangenen Jahr konnte die Tenet Healthcare-Aktie um knapp fünf Prozent zulegen. Der Deutsche Bank-Analyst Pito Chickering hat sein Rating für Tenet Healthcare im Dezember von "Hold" auf "Buy" angehoben und das Kursziel für die Aktie auf 69 US-Dollar festgelegt. Damit bemisst er der Tenet Healthcare-Aktie von ihrem aktuellen Kurs bei 48,01 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 20. Januar 2021) ein Aufwärtspotenzial von mehr als 40 Prozent bei.

Ein Grund für die Kaufempfehlung von Chickering ist unter anderem auch Tenet Healthcares letzte Akquisition: Das Unternehmen gab im Dezember bekannt, dass es ein Portfolio von bis zu 45 Zentren für ambulante Chirurgie (ASCs) von SurgCenter Development (SCD) erwerben wird, das von Tenets Tochtergesellschaft United Surgical Partners International (USPI) betrieben werden soll. Die 45 Zentren befinden sich in Arizona, Florida, Indiana, Louisiana, Maryland, Ohio, New Hampshire, Texas und Wisconsin. Chickering bezeichnet die Akquisition, wie Yahoo Finance berichtet, als "eine hervorragende Ergänzung zum aktuellen geografischen Fussabdruck von THC / USPI" und die Bargeldtransaktion in Höhe von 1,1 Milliarden US-Dollar als "effizienten Kapitaleinsatz".

"Das ASC-EBITDA nähert sich 50 % des THC-EBITDA, allerdings wertet die Börse THC weiterhin als Discount-Krankenhausunternehmen; der Free Cashflow (FCF) dürfte sich in den nächsten 2-3 Jahren beschleunigen, da ASCs im Vergleich zum Krankenhaussegment (aufgrund geringerer Investitionsanforderungen) einen deutlich höheren FCF pro EBITDA-Dollar generieren. Schliesslich hat das ‘neue‘ Managementteam unter CEO Rittenmeyer, trotz dreijähriger starker Leistung, immer noch nicht das Vielfache erhalten, das sie verdienen", zitiert Yahoo Finance den Analysten.

Während andere Analysten an der Wall Street nicht ganz so optimistisch seien, deute die Gesamtprognose laut Yahoo Finance dennoch aufwärts. Das durchschnittliche Kursziel für die Tenet Healthcare-Aktie bei TipRanks liegt bei 49,55 US-Dollar - rund drei Prozent oberhalb des aktuellen Kursniveaus. Acht Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, drei Analysten empfehlen die Aktie zu halten.

State Street

Eine weitere Kaufgelegenheit sehen die Experten 2021 in State Street. Die Bankholdinggesellschaft sei die zweitälteste kontinuierlich operierende Bank der USA und verfüge über ein verwaltetes Vermögen von 36,6 Billionen US-Dollar, womit sie die zweitgrösste Depotbank der Welt sei, so Yahoo Finance. Allerdings habe State Street im vergangenen Jahr mit manchen Problemen zu kämpfen gehabt. Zwar habe das Unternehmen solide Ergebnisse für das dritte Quartal 2020 liefern können, jedoch hätten niedrige Zinssätze das Zinsergebnis beeinflusst. Und so verlor auch die State Street-Aktie im vergangenen Jahr um knapp acht Prozent.

Das Vermögensverwaltungsgeschäft des Unternehmens, State Street Global Advisors (SSGA), hat über drei Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen und "gehört zu den Pionieren für börsengehandelte Indexfonds", so dpa. Demnach verwaltet SSGA unter anderem den ersten US-amerikanischen ETF, SPDR S&P 500 ETF Trust, der mit einem Vermögen von 320 Milliarden US-Dollar zugleich auch der weltweit grösste ETF ist. Allerdings wurde vergangenen Monat darüber berichtet, dass State Street sein Vermögensverwaltungsgeschäft womöglich an einen Rivalen verkaufen wolle. Zu den Optionen zähle auch eine Fusion mit der Konkurrenz, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Dabei wurden UBS und Invesco als mögliche Partner genannt. Sprecher von State Street, UBS und Invesco wollten sich gegenüber Bloomberg allerdings nicht zu den Informationen äussern.

Deutsche Bank-Analyst Brian Bedell glaubt, dass eine mögliche Fusion ein Vorbote für die Zukunft der Branche sein könnte: "Wir glauben, dass die Konsolidierung der Vermögensverwaltungsbranche aus verschiedenen Gründen fortgesetzt wird, vor allem aber, um die Ineffizienzen einer etwas stark fragmentierten Branche angesichts des anhaltenden erheblichen Wettbewerbsdrucks zu verringern", gibt Yahoo Finance Bedell wieder. Unabhängig von einer Fusion sieht der Analyst jedoch in State Street eine Kaufgelegenheit. Er spricht für die State Street-Aktie eine Kaufempfehlung und ein Kursziel von 96 US-Dollar aus. Das Aufwärtspotenzial beläuft sich bemessen am aktuellen Kurs von 76,64 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 20. Januar 2021) also auf rund 25 Prozent.

Insgesamt zeichnet sich ein gemischtes Bild beim Blick auf die Einschätzungen der Experten zur State Street-Aktie bei TipRanks: Vier Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf, sechs raten zum Halten und ein Analyst hat das Papier mit einem Sell-Rating versehen. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 84 US-Dollar, was auf eine Aufwärtsbewegung von 9,6 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau hindeutet.

DuPont de Nemours

Ebenfalls zu den Aktien, die die Analysten der Deutschen Bank für Anleger im Jahr 2021 als interessant erachten, zählt der Chemiekonzern DuPont de Nemours. Das Unternehmen entstand 2017 aus der Fusion von Dow Chemical und E. I. du Pont de Nemours und war, wie Yahoo Finance berichtet, vor den Ausgründungen von Dow und Corteva das umsatzstärkste Chemieunternehmen der Welt. Im vergangenen Jahr konnte die DuPont de Nemours-Aktie um etwa zehn Prozent zulegen.

Deutsche Bank-Analyst David Begleiter bewertet die DuPont de Nemours-Aktie mit einem Buy-Rating, sein Kursziel liegt bei 90 US-Dollar, was ein Aufwärtspotenzial von etwa 6 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau von 84,29 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 20. Januar 2021) impliziert.

Der Analyst sieht verschieden Gründe für Optimismus bei DuPont de Nemours. Zum einen bestätigte der Oberste Gerichtshof von Delaware im Dezember die Abweisung einer Klage von Chemours (2015 aus DuPont ausgegliedert) - Begleiter erwartet Yahoo Finance zufolge hier eine Verhandlungslösung zwischen Chemours und DuPont, die "von den Anlegern gut aufgenommen werden sollte". Zum anderen dürfte DoPont dank der Fusion zwischen International Flavours & Fragrances (IFF) und DuPonts Nutrition & Biosciences zusätzlich Rückenwind erhalten. "Wir glauben, dass das Interesse an dem potenziellen nächsten Schritt der Portfoliotransformation von DuPont zunehmen wird - einer steuereffizienten Trennung von Elektronik und Bildgebung, da Konkurrenten mit einem '21 EBITDA von über dem 20-fachen handeln gegenüber Remainco (DuPont) mit dem 11-fachen", zitiert Yahoo Finance David Begleiter.

Bei TipRanks empfehlen alle sechs Analysten die DuPont de Nemours-Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt allerdings bei 74 US-Dollar und somit rund 12 Prozent unterhalb des aktuellen Kursniveaus.

Redaktion finanzen.ch

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