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Goldpreis und Ölpreis 23.02.2021 08:27:35

Goldpreis: Marke von 1'800 Dollar eindrucksvoll zurückerobert

Goldpreis: Marke von 1'800 Dollar eindrucksvoll zurückerobert

Inflationssorgen haben den Goldpreis zum Wochenstart über die Marke von 1.800 Dollar gehievt, ungeachtet relativ hoher US-Renditen.

von Jörg Bernhard

Bergauf ging es indes mit der Risikoaversität, was an der schwachen Tendenz der Aktienmärkte und Kryptowährungen abzulesen war. Innerhalb eines Portfolios wird dem gelben Edelmetall die Fähigkeit attestiert, dessen Gesamtrisiko zu reduzieren. Beim weltgrössten Gold-ETF SPDR Gold Shares waren dennoch weitere Kapitalabflüsse zu beobachten. Gegenüber Freitag hat sich dessen gehaltene Goldmenge von 1'127,64 auf 1'115,40 Tonnen kräftig ermässigt. Zur Erinnerung: Ein Lagerzuwachs war letztmals am 3. Februar registriert worden. Am Nachmittag dürften sich die Akteure an den Goldmärkten für den Rechenschaftsbericht von Fed-Chef Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des US-Senats stark interessieren.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 8.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 0,70 auf 1'809,10 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Höchster Stand seit 13 Monaten

Analysten von Goldman Sachs haben ihre Ölpreisprognosen für das zweite Quartal um zehn auf 70 Dollar angehoben und ihr Kursziel für Q3 von 65 auf 75 Dollar nach oben revidiert. Rückenwind erhielt der fossile Energieträger aber auch durch Berichte, dass das Wiederhochfahren der US-Schieferölförderung zwei Wochen dauern könnte. Da die Impfprogramme in vielen Ländern vielversprechend verlaufen (Ausnahme: Deutschland), rechnen die Akteure an den Ölmärkten mit einem baldigen Anspringen der Ölnachfrage. Nach US-Börsenschluss steht dann noch der Wochenbericht des American Petroleum Institute zur Bekanntgabe an. Dessen Aussagekraft ist aufgrund der kältebedingten Förderausfälle allerdings mit Vorsicht zu geniessen.

Am Dienstagmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 8.15 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,72 auf 62,42 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,80 auf 65,16 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.ch

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