| Clean-Energy-Investments |
12.11.2025 23:29:00
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Wasserstoff und Clean Energy: Von der Vision zur Realität
Während politische Debatten über die Energiewende oft ideologisch geführt werden, sprechen die Märkte eine klare Sprache: Clean-Energy-Investments erleben 2025 eine bemerkenswerte Renaissance.
Im Zentrum steht Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung. Die Branche hat aus den Jahren 2020 bis 2023 gelernt: Damals wurden weltweit hunderte Gigawatt-Projekte angekündigt, von denen viele nie über das Planungsstadium hinauskamen. Heute dominieren konkrete, finanzierte Infrastrukturprojekte. Deutschland nimmt 2025 die ersten Leitungen seines 9'700 Kilometer langen Wasserstoff-Kernnetzes in Betrieb. China installiert systematisch Produktionskapazitäten mit dem Ziel von 200'000 Tonnen Jahresproduktion. In den USA bleibt die Lage nach dem Regierungswechsel unsicher - zwar wurden Wasserstoff-Steueranreize bis 2027 verlängert, jedoch deutlich gekürzt.
Die Zahlen beeindrucken: Laut BloombergNEF soll die globale Elektrolysekapazität bis 2030 von 1.4 auf 520 Gigawatt steigen. Der Wasserstoffmarkt könnte 2030 bereits 624 Mrd. Dollar erreichen. Treiber sind der explodierende Strombedarf von Rechenzentren - Wasserstoff dient als Backup-Stromquelle und Langzeitspeicher für erneuerbare Energien. Zudem lassen sich energieintensive Industrien wie Stahl praktisch nur mit Wasserstoff dekarbonisieren. Für Anleger bieten ETFs diversifizierten Zugang - von fokussierten Wasserstoff-Investments bis zu breit aufgestellten Clean-Energy-Portfolios.
Mit 62 Mio. Fr. Volumen und 0.45 Prozent Gesamtkostenquote (TER) bietet der Amundi Global Hydrogen UCITS ETF Acc den fokussiertesten und kostengünstigsten Zugang zur Wasserstoffwirtschaft. 45 Positionen decken die gesamte Wertschöpfungskette ab - von Elektrolyseuren über Industriegase bis zu Brennstoffzellen. Die Performance überzeugt mit einem Jahresplus von 42 Prozent, über fünf Jahre sind es sogar 286 Prozent. Top-Holdings wie Fortescue (5.9 Prozent), Siemens Energy (5.6 Prozent) und Air Products & Chemicals (5.5 Prozent) vereinen etablierte Industriegasriesen mit reinen Wasserstoff-Playern. Bei der Sektorgewichtung liegt die Industrie (35 Prozent) vor Grundstoffen (30 Prozent) und Versorgern (19 Prozent). Geografisch wiederum dominieren die USA, Frankreich und China. Für gezielte Wasserstoff-Investments ohne Einzeltitelrisiko ist der ETF eine gute Wahl.
Erst im Februar 2025 gestartet, kombiniert der iShares Energy Storage & Hydrogen UCITS ETF USD (Acc) zwei Zukunftsthemen: Wasserstoff und Energiespeicherung. Damit verfolgt der mit 9 Mio. Fr. Volumen noch sehr kleine ETF einen innovativen Ansatz, die 59 Positionen verteilen sich neben Wasserstoffproduzenten vor allem auf Batteriehersteller und Speichertechnologie. Contemporary Amperex Technology (7.3 Prozent) als weltgrösster Batteriekonzern führt an, gefolgt von Bloom Energy (7.1 Prozent) und Samsung SDI (6.5 Prozent). Der sektorale Mix aus Industrie (38 Prozent), Grundstoffen (28 Prozent) und Technologie (25 Prozent) reflektiert die Konvergenz verschiedener Speicherlösungen. Die TER des ETF liegt bei 0.50 Prozent, seine Performance überzeugt auch: über 32 Prozent seit Auflage, über sechs Monate knapp 60 Prozent. Die geografische Verteilung zwischen Japan, USA und China sorgt zudem für breite Streuung.
Als Branchenveteran seit 2007 ist der iShares Global Clean Energy Transition UCITS ETF USD (Dist) mit 2.3 Mrd. Fr. Volumen die etablierteste Option. Einer TER von 0.65 Prozent stehen halbjährliche Ausschüttungen mit aktuell rund 1 Prozent Dividendenrendite gegenüber. 99 Positionen bieten hier maximale Diversifikation über die gesamte Clean-Energy-Branche. First Solar (8.9 Prozent), Vestas Wind Systems (6.5 Prozent) und Iberdrola (5.8 Prozent) als Top-Holdings zeigen den Fokus auf Solar, Wind und Versorger. Mit 52 Prozent Versorgern ist dies der konservativste der hier genannten ETFs. Dennoch kann er sich der Volatilität im Sektor nicht gänzlich entziehen, was auch die Performance-Daten zeigen: so steht dem aktuellen Jahresplus von 32 Prozent eine negative Drei-Jahres-Bilanz von minus 22 Prozent gegenüber. Die geografische Streuung über USA, China und Brasilien sowie der ausschüttende Charakter machen den Fonds attraktiv für langfristige Anleger mit Fokus auf regelmässige Erträge.
Fazit: Die drei ETFs verdeutlichen die Bandbreite, die Anleger beim Thema Energiewende / Clean Energy abdecken können. Die Volatilität ist zwar hoch, doch die fundamentalen Treiber sprechen für die Branche: staatliche Förderung, Infrastrukturausbau und Dekarbonisierungsdruck.
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