| Strategien für ETF-Anleger |
15.08.2025 21:37:00
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ETF-Portfolio aufbauen: Drei Strategien im Vergleich
Bei ETFs gibt es verschiedene Ansätze für langfristigen Vermögensaufbau. Welche Strategie passt, hängt unter anderem von den Zielen, der Risikobereitschaft und dem Anlagehorizont ab.
• Trendfolge: Kurstrends nutzen
• Core-Satellite: Sichere Basis mit renditestarken Ergänzungen
Bei der Auswahl einer ETF-Anlagestrategie kommt es auf viele verschiedene Kriterien an, wie zum Beispiel den Anlagehorizont, die Risikobereitschaft und die Vermögenssituation. Es gibt keine Strategie, die für jeden Anleger funktioniert - wichtig ist jedoch, dass ein ETF-Portfolio breit gestreut ist und zu den eigenen Anlagezielen passt, um langfristig Vermögen aufzubauen. Folgende Strategien, können sich für ein ETF-Portfolio eignen.
Buy-and-Hold-Strategie
Wie der Name schon sagt, geht es bei der Buy-and-Hold-Strategie darum, Anteile zu kaufen und zu halten. Die Grundidee stammt von Benjamin Graham, aber auch Investorenlegende Warren Buffett agiert nach dieser Devise. Diese Strategie ist etwas für eher passive Anleger, die ihr Geld langfristig anlegen wollen. Nach der Investition werden nur noch Anpassungen an der Gewichtung vorgenommen. Gewinne werden idealerweise reinvestiert, um den Zinseszinseffekt zu nutzen. Was mit Aktien funktioniert können Anleger natürlich auch für ein Investment in ETFs nutzen. Die Buy-and-Hold-Strategie lässt sich sowohl mit einem einmaligen Investment als auch mit einem Sparplan umsetzen und bietet den Vorteil, dass der Aufwand gering ist. Durch die lange Haltedauer sind Anleger jedoch auch weniger flexibel - in Schwächephasen sollten sie nicht verkaufen.
Trendfolge-Strategie
Bei der Trendfolge-Strategie versuchen Anleger in einen Kurstrend einzusteigen. Häufig wird hier ein Blick auf eine Durchschnitts-Tageslinie, wie den durchschnittlichen Kurs der letzten 200 Tage, geworfen. Klettert der Kurs über den 200-Tage-Durchschnitt, wird ein Kaufsignal generiert, fällt er darunter, wird ein Verkaufssignal generiert. Ein Vorteil dieser Strategie ist, dass durch einen rechtzeitigen Ausstieg grössere Verluste verhindert werden könne, allerdings müssen Anleger auch den richtigen Zeitpunkt für den Wiedereinstieg finden, was oftmals gar nicht einfach ist. Zudem entstehen durch häufigere Anpassungen im Portfolio auch mehr Transaktionskosten. Da es sich um eine aktive ETF-Anlagestrategie handelt, eignet sie sich weniger für ETF-Sparpläne.
Core-Satellite-Strategie
Bei der Core-Satellite-Strategie wird das Portfolio in einen Kern und ergänzende Einzelinvestitionen aufgeteilt. Der Kern, der den Haupanteil ausmacht, soll Sicherheit bieten und für eine gewisse Grundrendite sorgen. Hierfür können sich zum Beispiel wenige, breit diversifizierte ETFs eignen. Die Einzelinvestitionen machen derweil einen geringeren Anteil am Portfolio aus und werden in risikoreichere Anlagen investiert, die im Optimalfall jedoch eine höhere Rendite erzielen. Diese Strategie stellt eine Art Mischung zwischen aktiver und passiver Anlagestrategie dar. Neben dem Kern, wird mit den sogenannten Satelliten "aktiv" versucht, zusätzliche Erträge zu erzielen.
Anleger können die Strategien jedoch auch kombinieren. So können Anleger den Kern bei der Core-Satellite-Strategie zum Beispiel als Buy-and-Hold-Portfolio gestalten und bei den Satellites eine Auswahl anhand von der Trendfolge-Strategie treffen. Bei der Buy-and-Hold-Strategie können mithilfe der Trendfolge-Strategie ausserdem zum Beispiel in besonderen Fällen zwischendurch auch Gewinne mitgenommen werden.
Redaktion finanzen.ch
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