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Werbung 16.02.2021 15:48:10

ESG - Der neue Hype?

Kolumne

Mit dieser Frage, die aber eher wie eine Aussage klang, begrüsste mich ein Zuhörer bei einem der vielen in diesem Jahr virtuell stattgefundenen Veranstaltungen.

Mit dieser Frage, die aber eher wie eine Aussage klang, begrüsste mich ein Zuhörer bei einem der vielen in diesem Jahr virtuell stattgefundenen Veranstaltungen. Er hatte bereits viel zu dieser Thematik gelesen, was ihn aber merklich mehr verwirrte, als ihm Aufklärung zu bringen. Ein paar Tage später telefonierten wir zu der Frage, was eigentlich ESG sei und wie das in sein Anlagekonzept passen könnte. Bislang folgten seine ETFs den grossen Standardindizes, mit einigen thematischen Beimischungen. Ihm war klar, dass ESG für Umwelt, Soziales, wie zum Beispiel Arbeitsbedingungen, aber auch Gleichberechtigung steht, und, hier merkte er auf, auch für Unternehmensführung. Wobei er sich schon immer gefragt hatte, welchen genauen Zusammenhang es zwischen Unternehmensführung und ESG geben sollte.

Umwelt und Nachhaltigkeit ist ein Begriffspaar, das sich relativ einfach erschliessen lässt und das uns allen tagtäglich begegnet. Dazu gehört natürlich auch der Klimawandel, der in diesem Sommer einmal mehr in den Vordergrund rückte. Das für eine lange Zeit gute Wetter erlaubte es, viel Zeit im Freien mit verminderter Sorge vor einer Ansteckung mit Covid-19 zu verbringen. Die Schattenseite: Immer längere Sommertage führen auch bei uns zu immer grösserer Trockenheit. In anderen Teilen der Welt wiederum führt der Klimawandel zu höheren Niederschlägen mit teilweise verheerenden Auswirkungen für Menschen, Tiere und die Natur. Und genau hier kommt das G in ESG zum Tragen. Gemeint ist eine gute Unternehmensführung, die Aktivitäten von Unternehmen in eine nachhaltigere Richtung lenkt. Ganz wichtig ist dabei der Transformationsprozess.

Übrigens ist eines der am häufigsten geäusserten Bedenken: Welche Unternehmen gehören in einen ESG-ETF und welche nicht? Sind all die Firmen auszuschliessen, die vermeintlich (noch) nicht für ein nachhaltigeres Ziel arbeiten? Ein Klassiker sind sicherlich Automobilhersteller, die unter Hochdruck auf dem Weg zur Elektromobilität fahren, diese Transformation aber aus dem bestehenden Geschäft mit "traditionellen" Autos finanzieren müssen. Die Meinungen gehen hier verständlicherweise auseinander. Die EU-Kommission hat deshalb schon vor langer Zeit begonnen, einen einheitlicheren Anforderungskatalog an Nachhaltigkeit zu entwickeln. Das Stichwort ist Taxonomie. Damit wird mehr Klarheit in das Thema ESG und grünes Finanzieren kommen. Das allein zeigt übrigens schon, dass ESG nicht nur ein Hype, sondern für eine Eingrenzung des Klimawandels massgeblich ist. ETF-Anbieter wie Lyxor wiederum nehmen über die Ausübung von Stimmrechten auf Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften Einfluss auf die Unternehmensführungen.

Da wir dabei nicht zwischen ESG-konformen und (noch) nicht ESG-konformen Unternehmen unterscheiden, kommt dies in ETFs auf nahezu alle Indizes langfristig zur Geltung und der Transformationsprozess wird beschleunigt. Daher scheint es nicht unbedingt geboten, bestehende Anlagen nur deshalb aufzulösen und anschliessend auf ESG umzuschwenken, damit ESG im Depot ist. Die Kosten dafür dürften nicht im richtigen Verhältnis zum Zugewinn stehen. Natürlich bedeutet dies nicht, bei Neuinvestments Nachhaltigkeit nicht näher ins Auge zu fassen.


Wichtige Information

Der Verfasser dieses Dokumentes ist Lyxor International Asset Management. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Inhalts ist ausschliesslich Lyxor International Asset Management verantwortlich. Dieses Dokument stellt keinen Vertrieb von kollektiven Kapitalanlagen im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektive Kapitalanlage vom 23. Juni 2006 (in der jeweilig gültigen Fassung) oder anderer anwendbaren Gesetze und Bestimmungen dar. Finanzintermediäre (insbesondere Vertreter von Privatbanken oder unabhängigen Vermögensverwaltern, Intermediäre) müssen die strengen regulatorischen KAG-Anforderungen für den Vertrieb ausländischer kollektiver Kapitalanlagen in der Schweiz erfüllen. Es liegt in der alleinigen Verantwortung jedes Intermediäres sicherzustellen, dass (i) alle diese Anforderungen erfüllt sind, bevor der Intermediär die in diesem Dokument erwähnten Fonds vertreibt, und (ii) der Intermediär andernfalls keine Aktivitäten ausführt, die als Vertrieb von kollektiven Kapitalanlagen in der Schweiz im Sinne von Art. 3 KAG sowie dessen Verordnung qualifiziert werden könnten. Jegliche Information in diesem Dokument gilt lediglich zum Zeitpunkt der Abgabe als abgegeben, und wird zu einem späteren Zeitpunkt, falls nicht mehr aktuell, nicht aktualisiert. Dieses Dokument gilt nur für Informationszwecke und stellt keine Offerte, Einladung zur Offertenabgabe, Werbung oder Empfehlung für eine Investition in ein kollektives Anlageprodukt dar. Dieses Dokument stellt weder ein Prospekt gemäss Artikel 652a oder 1156 des Schweizer Obligationenrechts (in der jeweilig gültigen Fassung), noch ein Kotierungsprospekt gemäss den Richtlinien der SIX Swiss Exchange AG oder eines anderen Handelsplatzes im Sinne des Schweizer Finanzmarktinfrastrukturgesetzes vom 19. Juni 2015 (in der jeweilig gültigen Fassung) dar. Es stellt weder einen vereinfachten Prospekt, ein Key Investor Information Dokument noch einen Prospekt im Sinne des Bundesgesetzes über die kollektive Kapitalanlage vom 23. Juni 2006 (in der jeweilig gültigen Fassung) dar. Eine Investition in kollektive Kapitalanlagen ist mit erheblichen Risiken verbunden, welche im Prospekt bzw. im Werbematerial beschrieben werden. Jede potentielle Anlegerin und jeder potentielle Anleger sollte den ganzen Prospekt bzw. das ganze Werbematerial durchlesen und sollte, vor einem Anlageentscheid, die Risiken sorgfältig abwägen. Alle Bezugspunkte / Vergleichszahlen in diesem Dokument werden nur zu Informationszwecken angegeben. Dieses Dokument stellt kein Ergebnis einer Finanzanalyse dar und fällt daher nicht in den Anwendungsbereich der "Richtlinien zur Sicherstellung der Unabhängigkeit der Finanzanalyse" der Schweizerischen Bankiervereinigung. Dieses Dokument enthält keine auf einen konkreten Anleger zugeschnittenen Empfehlungen und sollte nicht als Ersatz für eine Anlageberatung durch eine Fachperson verstanden werden.

Roland Fischer leitet bei Lyxor ETF den Vertrieb in der Schweiz und Liechtenstein.

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