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Beliebtes Anlageprodukt 20.03.2026 06:22:00

Börsenturbulenzen: Wie sich das Risiko bei MSCI World ETFs reduzieren lässt

Börsenturbulenzen: Wie sich das Risiko bei MSCI World ETFs reduzieren lässt

ETFs auf den MSCI World erfreuen sich grosser Beliebtheit. Doch im aktuellen Umfeld bringt er auch Risiken mit sich. So lassen diese sich am besten umschiffen.

• US-Aktien leiden besonders unter Trumps aggressiver Handelspolitik
MSCI World-ETFs leiden unter hoher US-Gewichtung
• Anleger haben zahlreiche Alternativen

Der MSCI World ist weltweit gestreut, einfach zugänglich und kostengünstig - kein Wunder also, dass er sich unter Privatanlegern einer grossen Beliebtheit etwa für den Vermögensaufbau oder die Altersvorsorge erfreut. In Deutschland beispielsweise stehen ETFs auf diesen Index laut einer Auswertung der Consorsbank für das "Handelsblatt" seit vier Jahren an der Spitze der Liste der zehn beliebtesten börsengehandelten Indexfonds.

Wie "Computer Bild" unter Berufung auf eine Studie des Fondsanbieters Loys berichtet, zahlte sich ein solcher ETF-Sparplan tatsächlich aus: Wer seit 1995 regelmässig in den MSCI World investierte, konnte bei einer Spardauer von 20 Jahren durchschnittliche, inflationsbereinigte Jahresrenditen von rund 6 Prozent erzielen - trotz Krisen wie der Dotcom-Blase, der Finanzkrise 2008 und der Corona-Pandemie. Jedoch habe es auch Zeiträume gegeben, in denen die Sparer über mehrere Jahre im Minus lagen, denn die Schwankungsbreite sei teils erheblich ausgefallen.

Hohe US-Exponiertheit wird zum Problem

Gerade jetzt wieder stehen Anleger vor einem Problem, denn der MSCI World bildet zwar die Wertentwicklung von etwa 1'350 Aktien aus 23 Industrieländern ab, jedoch handelt es sich bei 75 Prozent davon um US-Aktien. Und weil der Börsenwert eines Unternehmens auch dessen Gewichtung im Index bestimmt, kommen die sogenannten Magnificent Seven (Apple, Microsoft, NVIDIA, Amazon, Meta, Alphabet und Tesla) auf einen Anteil von insgesamt fast 20 Prozent (Stand: Anfang Mai 2025).

Dieser Umstand wird vor dem Hintergrund der erratischen Handelspolitik des US-Präsidenten Donald Trump für Anleger aus Europa gleich zu einem doppelten Problem. Denn zum einen drückt das Zollwirrwarr enorm auf die Aktienkurse von US-Firmen, zum anderen verliert der US-Dollar deshalb gegenüber dem Euro an Wert. Anleger erleiden somit neben Kurs- auch noch Währungsverluste.

Alternativen zum MSCI World

Für Anleger, die sich nicht in diesem hohen Masse von der Wirtschaft und dem Aktienmarkt der USA abhängig machen wollen, gibt es einige weitere Indizes, die laut dem Portal "Ihre Vorsorge" - eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See - je nach persönlicher Präferenz als Alternative oder als Ergänzung zum MSCI World in Frage kommen könnten.

Eine solche Möglichkeit wäre beispielsweise der MSCI World Equal Weighted, bei dem alle enthaltenen Aktien gleich gewichtet sind, und nicht wie beim MSCI World nach dem Börsenwert (Marktkapitalisierung) der jeweiligen Unternehmen. Dadurch reduziert sich der US-Anteil auf nur etwa 40 Prozent. Wer den US-Markt sogar vollständig ausschliessen möchte, für den wäre der MSCI World ex USA interessant. Dieser entspricht dem MSCI World, aber ohne US-Aktien und umfasst somit etwa 800 Aktien aus 22 Industrienationen.

Für Anleger, die im aktuellen Umfeld, in dem viel Kapital aus den USA nach Europa verlagert wird, auf europäische Aktien setzen wollen, eigne sich beispielsweise der MSCI Europe. Dieser enthält etwa 400 der grössten und umsatzstärksten Unternehmen aus 15 europäischen Industrieländern.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Investment in den MSCI All Country World (ACWI), der im Gegensatz zum klassischen MSCI World zusätzlich auch noch Aktien von 24 Schwellenländern (Emerging Markets) wie China, Indien oder Brasilien enthält. Dadurch erhöht sich die Anzahl der enthaltenen Aktien auf knapp 2'560 und der Anteil von US-Titeln reduziert sich auf rund 64 Prozent.

MSCI World für langfristige Anleger

Grundsätzlich wird der klassische MSCI World aber immer noch als solide Lösung für geduldige Anleger angesehen. Laut "Handelsblatt" stört sich beispielsweise Jens Jüttner vom Portal Extra ETF nicht an der starken US-Dominanz. Der Experte verweist darauf, dass die USA der grösste Aktienmarkt und die US-Techgiganten in den vergangenen zehn Jahren stark gewachsen sind.

Thomas Zoller, Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: hankimage9 / Shutterstock.com,Vadim Georgiev / Shutterstock.com

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