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Lösung für Verschuldung 24.01.2019 20:18:00

Vermögensverwalter: Der Bitcoin wird um 285'000 Prozent steigen

Vermögensverwalter: Der Bitcoin wird um 285'000 Prozent steigen

Seitdem Bitcoin & Co. im Jahr 2017 eine selten gesehene Preisrally aufs Parkett gelegt haben, sind Kryptowährungen auch in der breiten Anlegermasse ein Thema geworden. Kryptobullen überboten sich mit Kurszielen, während Kryptoskeptiker laut vor Investments in den Kryptomarkt warnten. Seitdem hat sich einiges getan am Markt: Die Kryptobullen sind leiser geworden, was auch der eher bescheidenen Preisentwicklung am Markt für Digitalwährungen zu schulden ist. Doch nun meldet sich ein Vermögensverwalter zu Wort und skizziert ein Szenario, in dem Bitcoin nicht nur zu alter Stärke zurückfinden, sondern auch nie gesehene Höhen erklimmen könnte - und nebenbei das Problem der globalen Schulden löst.

Bitcoin: Lösung der Schuldenkrise

Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Lucid Investment Strategies hat eine mögliche Lösung für die globale Verschuldungslage ausgemacht. Da das Verhältnis von globaler Verschuldung zu Vermögen ausser Kontrolle geraten ist, gebe es aktuell ein groteskes Ungleichgewicht bei der Wohlstandsverteilung. 247 Billionen US-Dollar Schulden standen Ende 2018 317 Billionen globalem Vermögen gegenüber. Noch übersteige der globale Wohlstand die Verschuldung, doch angesichts einer Verschuldungsrate von 394 Prozent in den letzten 20 Jahren werde die Lücke immer kleiner, so der Vermögensverwalter.

Auf der Suche nach einer Lösung zur Bewältigung der Schuldenkrise haben die Experten fünf Möglichkeiten ausgemacht: Die Einführung eines Goldstandards, die Schaffung eines neuen Rohstoff-/Währungskorbs, Wirtschaftswachstum, ein völliger Ausfall der Staatsverschuldung oder Masseninvestitionen in Bitcoin. Weiter heisst es in dem Bericht, der von Lucid-Chef Dean Tyler Jenks und der Vizepräsidentin Leah Wald verfasst wurde, dass die Masseninvestition in Bitcoin eine dauerhafte, qualitativ hochwertige Lösung sei.

BTC bei 10 Millionen US-Dollar?

Der Bitcoin-Preis würde vor diesem Hintergrund bis auf 10 Millionen US-Dollar steigen - das wäre ein Plus von 285'614,3 Prozent, so die Lucid-Experten weiter. Auf diesem Level biete die Kryptowährung eine ausreichende Reserve, um die weltweite Schuldenlast zu verringern. Bevor es jedoch dazu komme, wird die Kryptowährung zunächst noch tiefer fallen. Der Bitcoin habe den Boden noch nicht erreicht, heisst es - die Marke von 1'000 Dollar dürfte wohl unterschritten werden.

Bevor der Bitcoin seinen Boden gefunden hat, müsse in dem Lucid-Szenario zunächst eine massive Dezimierung der existierenden Altcoins erfolgen, die einen Anstieg des Kryptopioniers verhindern. Infolgedessen sollten Regulierungsbehörden einschreiten. Bitcoin werde während dieses Prozesses weiter verlieren, allerdings weniger als die Konkurrenten, heisst es in dem Bericht weiter.

Strasse nach oben ist steinig

Hat der Bitcoin seinen Boden erstmal gefunden, sei der Weg nach oben frei - ein Durchmarsch sei aber nicht zu erwarten, so Lucid. Stattdessen haben die Experten genaue Hürden errechnet, die die weltgrösste Kryptowährung auf ihrem Weg zur 10-Millionen-Dollar-Marke nehmen muss. Zwischen 6'000 und 7'500 US-Dollar sei mit kleinen Unebenheiten zu rechnen, schwierig wird es dann dem Bericht zufolge nochmals zwischen 10'100 und 11'100 US-Dollar. Kleine Unsicherheiten seien zudem zwischen 13'750 und 17'500 US-Dollar zu erwarten, das letzte Hindernis sei dann bei 19'666 US-Dollar zu erwarten.

Ab diesem Zeitpunkt werde der Weg leichter. Angesichts des Einstiegs von Hedgefonds und Family Offices würden auch immer mehr Anleger Vertrauen fassen, wer bis dahin nicht drin sei, sei gezwungen, zu handeln, so Lucid weiter.

Bei einem Bitcoin-Preis von 400'000 US-Dollar werde Bitcoin schliesslich Gold bei der Marktkapitalisierung überholen, viele Goldanleger werden zu Bitcoin wechseln. Vor dem Hintergrund technisch gegebener Voraussetzungen und der breiten Akzeptanz am Markt könne es dann bis auf eine Million US-Dollar aufwärts gehen, bis es dann im Schnelldurchlauf bis auf 10 Millionen US-Dollar gehe.

Wie wahrscheinlich ein solches Bitcoin-Szenario ist, bleibt abzuwarten. Lucid erklärt: "Ob wir glauben, dass Bitcoin als Lösung für die Schuldenkrise gewählt wird? Das ist die falsche Frage. Die richtige Frage ist: Haben wir eine Wahl? Wie wahrscheinlich ist es, dass sich das Problem mit der wirtschaftlichen Ungleichheit von alleine löst?"

Redaktion finanzen.ch

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