Roche Aktie 1203211 / CH0012032113
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| Arzneimittelkandidaten |
23.03.2026 17:52:00
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Roche-Aktie gewinnt: Entwicklung bei seltenen Muskelerkrankungen gestoppt
Roche stellt die klinische Entwicklung eines Arzneimittelkandidaten für zwei Muskelerkrankungen ein, verfolgt die Option des Einsatzes zur Behandlung von Adipositas aber weiter, wie die japanische Tochtergesellschaft des Schweizer Pharmariesen, Chugai Pharmaceutical, mitteilte.
Chugai hatte das Medikament entdeckt und an Roche auslizenziert. In der Mitteilung heisst es weiter, die Entscheidung habe keinen Einfluss auf die Weiterentwicklung von Emugrobart gegen Adipositas, weil dort die wissenschaftliche Begründung weiterhin überzeugend sei.
Die Symptome und zugrunde liegenden Ursachen von Adipositas unterscheiden sich grundlegend von denen neuromuskulärer Erkrankungen wie SMA und FSHD, so Chugai. Die Muskelqualität von Patienten mit Adipositas wird nicht in erster Linie durch Nerven- oder Muskelschwundprozesse beeinträchtigt, und es gibt im Allgemeinen mehr Myostatin - ein Protein, das das Muskelwachstum reguliert, und von einem Anti-Myostatin-Antikörper wie Emugrobart angegriffen werden kann, fügte das Unternehmen hinzu.
Die Entwicklung von Emugrobart in klinischen Studien der mittleren Phase für Adipositas werde wie geplant fortgesetzt, so Chugai.
Roche hatte zuvor signalisiert, dass es erwartet, 2026 Daten aus Phase-2-Studien zu FSHD, SMA und Adipositas zu veröffentlichen.
Sicherheitsbedenken hätten keinen Ausschlag für einen Stopp der Entwicklung gegeben, da das Medikament in beiden Studien gut vertragen worden sei und es keine schwerwiegenden Nebenwirkungen oder Therapieabbrüche gegeben habe, ergänzte Chugai.
Basler Pharmakonzern Roche eröffnet Forschungsbau für Humanbiologie
Das Pharmaunternehmen Roche hat am Montag in Basel das Forschungsgebäude für das Institut für Humanbiologie (IHB) eröffnet. Die Konzernspitze weihte den Bau 92 für menschliche Modellsysteme zusammen mit Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider ein
Roche beschäftigt sich sich dort unter anderem mit der Entwicklung von Organoiden, die aus menschlichen Zellen kreiert werden, zum Beispiel eine Netzhaut. Diese Nachbildungen von menschlichen Geweben sollen neue Erkenntnisse zur Entwicklung von Medikamenten liefern und die Abhängigkeit von Tierversuchen verringern.
Zur Infrastruktur des Laborbaus gehört ein Roboter, der sich in einem sterilen Raum befindet. Er ist in der Lage, ohne menschliche Eingriffe Tausende von Organoiden zu Forschungszwecken bereitzustellen, wie IHB-Co-Direktor Matthias Lütolf bei einer Medienführung erklärte.
Der IHB-Laborbau "öffne eine Tür zu neuen Erkenntnissen" und sei eine Investitionen in die Hoffnung vieler Patientinnen und Patienten, sagte Gesundheitsministerin Baume-Schneider bei der Rede zur Eröffnung. Zugleich bedeute das ein "klares Bekenntnis" von Roche zu Basel und zur Schweiz.
100 Millionen Franken für Totalsanierung
Auch Roche-CEO Thomas Schinecker unterstrich diese Bedeutung. Der Pharmakonzern investiere jährlich rund 3,5 Milliarden Franken in die Forschung am Standort Schweiz. Die Verbindung von künstlicher Intelligenz und menschlichen Organoidmodellen am IHB habe das Potenzial, die Entdeckung und Entwicklung neuer Medikamente grundlegend zu verändern.
Noch ständen aber grosse Aufgaben bevor, etwa bei der Bekämpfung von Krebs, Alzheimer und Parkinson. Ziel sei weitere Prävention, sodass sich Krankheiten gar nicht erst voll entwickeln könnten, sagte Schinecker weiter.
Das Forschungszentrum bietet auf 23'000 Quadratmeter Platz für bis zu 250 Forscherinnen und Forscher. Es handelt es sich um ein totalsaniertes Gebäude aus dem Jahr 2000. Roche hat 100 Millionen Franken in den Umbau investiert, wie Standortleiter Jürg Erismann erklärte. Der Umbau ist Teil einer Investition von 1,4 Milliarden Franken in den Standort Basel/Kaiseraugst AG.
Die Aktie von Roche gewann im Schweizer Handel letztlich 1 Prozent auf 303,90 CHF.
DOW JONES und Basel (awp/sda)
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