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Auch ohne Acerage 20.05.2019 22:17:00

Experte: Das macht die Canopy Growth-Aktie zu einem guten Investment

Cannabis

Vor wenigen Wochen hat der kanadische Cannabis-Produzent das Ticket für den US-Markt gelöst und sich das Recht gesichert, den US-Konkurrenten Acreage Holdings zu übernehmen. Zur Ausübung kommt der Deal, sobald Cannabis in den Vereinigten Staaten von Amerika auf Bundesebene legalisiert wird.

Hedgefonds spricht sich gegen den Deal aus

Während viele Analysten und Anleger die Vereinbarung als Coup von Canopy feiern - schliesslich haben sich die Kanadier so bereits jetzt eine starke Position auf dem voraussichtlich milliardenschweren US-Markt gesichert - kommt von anderer Seite Gegenwind. Der Hedgefonds Marcato Capital Management hat bereits seinen Widerstand angekündigt und will gegen die Vereinbarung stimmen. Acreage habe dem Geschäft voreilig zu einem zu niedrigen Preis zugestimmt, heisst es in einem Brief, den Marcatos Portfolio Manager Mick McGuire an das Acreage-Board geschrieben hat. Der Manager zeigt sich überzeugt, dass der Deal zugunsten von Canopy schief läuft und teilte die Überzeugung, dass der Wert von Acreage in Zukunft noch deutlich steigen werde. "Es ist sehr unklug, dass Acreage sich heute zum vorgeschlagenen Wert verkauft, wo noch so viel Wachstum und Wert aus dem Unternehmen herauszuholen ist", heisst es in dem Schreiben weiter.

Platzt der Deal?

Der Widerstand von Marcato Capital dürfte zunächst wenig Folgen für den Zusammenschluss haben, da der Hedgefonds mit 2,7 Prozent der Acreage-Aktien eine überschaubare Beteiligung an dem Übernahmekandidaten besitzt. Doch die Argumente von Marcato sind durchaus schlüssig und könnten im schlimmsten Fall auch andere Anteilseigner an dem Deal zweifeln lassen. Ob es dann zu einer Absage der Vereinbarung kommt, oder beide Seiten Nachverhandlungen führen, bleibt abzuwarten.

Canopy - Chancen mit oder ohne Acerage

Tom Taulli, Investor und Autor bei InvestorPlace, bewertet die Canopy Growth-Aktie aber ungeachtet aller möglichen Turbulenzen, die im Zusammenhang mit dem Acreage-Deal in Zukunft auftreten könnten, als gutes Investment. Der Zukauf sei "genau richtig", der Markteintritt in den USA sichert Canopy Zugang zu einem potenziellen milliardenschweren Markt. Allerdings müsse Canopy bei der Bewertung von Acreage wohl noch nachlegen, glaubt Taulli. Aktuell sieht die Vereinbarung vor, dass Acreage-Aktionäre zunächst 300 Millionen Dollar als Barzahlung bekommen. Sobald Cannabis in den USA legalisiert wurde, sollen sie ihre Acreage-Aktien im Verhältnis von 1 zu 0,5818 in Canopy-Aktien tauschen. Insgesamt wird der Deal auf 3,4 Milliarden Dollar beziffert.

Doch auch wenn Canopy seine Offerte nicht aufstocken sollte - oder wenn die Übernahme aus anderen Gründen nicht zustande käme - sei Canopy Growth auch ohne Acreage für weiteres Wachstum gut aufgestellt. Dabei profitieren die Kanadier auch von der engen Zusammenarbeit mit dem Spirituosenhersteller Constellation Brands. Das kanadische Cannabisunternehmen habe das Potenzial, bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahres einen Umsatz von über einer Milliarde US-Dollar zu generieren, berichtete Constellation Brands-CEO Bill Newlands kürzlich in einem Interview. Und auch Investor Tom Taulli glaubt daran, dass der kanadische Konzern auch ohne den Deal mit Acreage überleben wird. Das Unternehmen "sollte auch weiterhin vom kanadischen Markt sowie von der Chance auf Cannabidiol (CBD) profitieren. Aber ich denke, die Geschichte wird mit Acreage noch besser", so der Experte.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Oprea George / Shutterstock.com,iStockphoto,Lifestyle discover / Shutterstock.com,Opra / Shutterstock.com

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