Zurück geht es hier Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

RWE Aktie 355277 / US74975E3036

Weniger verdient 12.03.2026 17:55:00

RWE-Aktie höher: Trotz weniger Gewinn steigt die Dividende - Erweiterung des US-Geschäfts

RWE-Aktie höher: Trotz weniger Gewinn steigt die Dividende - Erweiterung des US-Geschäfts

Der Ergebnisrückgang beim Energiekonzern RWE ist im vergangenen Jahr weniger stark ausgefallen als befürchtet.

Überraschend gut lief der Handel mit Energie, auch die unerwartet guten Geschäfte mit der Stromerzeugung durch Wind auf See schoben den DAX-Konzern an. Für die kommenden Jahre stellt RWE seinen Aktionären mehr Dividende in Aussicht und steckt sich selbst höhere Ziele. Dabei setzen die Essener nun stärker auf das Geschäft in den USA. Die Aktie zog in einem schwächeren Gesamtmarkt an.

Mit über drei Prozent Plus gehörten RWE-Papiere zu den grössten Gewinnern im Leitindex Dax. Der Wertzuwachs seit Jahresbeginn beläuft sich auf über ein Fünftel und in den vergangenen 12 Monaten sogar auf 77 Prozent.

2031 soll das Ergebnis je Aktie auf 4,40 Euro wachsen, teilte RWE am Donnerstag in Essen mit. 2025 hatte der Konzern laut angepassten Werten 2,50 Euro erreicht. Für 2026 prognostiziert das Management nunmehr einen Anstieg auf 2,55 Euro und für das kommende Jahr dann auf 3,05 Euro. Dies wäre für 2026 mehr, als die vom Unternehmen befragten Analysten im Schnitt bislang auf dem Zettel hatten, für 2027 allerdings etwas weniger.

Die Prognose für 2031 erscheine glaubwürdig und biete Aufwärtspotenzial, schrieb JPMorgan-Analyst Javier Garrido. Ähnlich äusserte sich auch Barclays-Experte Peter Crampton: Die vom Unternehmen unterstellten Bedingungen für den in den kommenden Jahren erwarteten operativen Gewinn lägen schliesslich unterhalb der Markterwartungen. Für Metzler-Experte Guido Hoymann ist angesichts der neuen Mittelfristprognosen "der Weg frei für eine positive Gewinnentwicklung".

Eine der Grundlagen für das beschleunigte Gewinnwachstum sollen Investitionen von netto 35 Milliarden Euro in den kommenden fünf Jahren sein. Diese Summe stand bislang von 2025 bis 2030 im Plan.

Unter anderem will RWE sich in den USA breiter aufstellen und setzt dort zukünftig auch auf Gas statt ausschliesslich auf den Ausbau der Erneuerbaren Energieträger. Die Vereinigten Staaten blieben wegen des stark wachsenden Strombedarfs der wichtigste Wachstumsmarkt, sagte Chef Markus Krebber laut Mitteilung. Mit angestrebten 17 Milliarden Euro entfällt fast die Hälfte der geplanten Investitionen auf diese Region.

Somit will sich RWE im Tagesgeschäft in den kommenden Jahren langsam wieder an das hohe Ergebnisniveau von 2023 heranrobben, als 7,75 Milliarden Euro operativ verdient wurden. Damals waren die Energiepreise in Folge des Ukraine-Kriegs stark gestiegen, und dank der Preiskapriolen konnte RWE auch viel Profit aus dem Handel mit Energie ziehen.

Für 2026 stehen nun 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro als um Sondereffekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) im Plan. Helfen soll dabei auch, dass das Windaufkommen insbesondere in Europa wieder etwas stärker ausfallen dürfte als im relativ schwachen Vorjahr. Für 2027 strebt RWE 6,2 bis 6,8 Milliarden Euro als operativen Gewinn an.

Für die Prognose 2026 hat RWE die Vergleichswerte aus 2025 angepasst. Auf Basis der bisher gültigen Definition sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie bereinigt um Sondereffekte (ber Ebitda) 2025 im Vergleich zu 2024 um 10,4 Prozent auf rund 5,1 Milliarden Euro. Mit der Anpassung fiel der Ergebnisrückgang im vergangenen Jahr weniger stark aus und ohnehin besser als Analysten geschätzt hatten.

Der bereinigte Gewinn je Aktie verringerte sich von zuvor 3,12 auf 2,48 Euro. Die Ergebnisse lagen damit aber am oberen Ende der vom Konzern ausgegebenen Prognose und auch über den durchschnittlichen Erwartungen der vom Unternehmen befragten Analysten. Aktionäre sollen für 2025 wie erwartet eine Dividende von 1,20 Euro je Aktie erhalten und damit 10 Cent mehr als im Vorjahr.

Zukünftig sollen sie dann stärker am Gewinn beteiligt werden: RWE kündigte an, die Dividende zukünftig jährlich um 10 Prozent zu erhöhen, statt bislang um 5 bis 10 Prozent. So wollen die Essener für 2026 je Aktie 1,32 Euro ausschütten. Analysten hatten das nicht erwartet.

Zudem stellte RWE in Aussicht, dass Geld in weitere Aktienrückkäufe fliessen könnte, falls Investitionen das selbstgesteckte Renditeziel von durchschnittlich über 8,5 Prozent nicht erfüllen. Noch bis Juni läuft bei RWE momentan ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 1,5 Milliarden Euro. Von Journalisten auf eine mögliche Fortführung angesprochen, gab sich Finanzchef Michael Müller verhalten: Er sehe momentan keine Fortsetzung. Metzler-Experte Hoymann sieht aber bis 2027 Potenzial für weitere 3 Milliarden Euro.

RWE will das US-Geschäft um Gas-Spitzenlastkraftwerke erweitern

Die von RWE bis 2031 geplanten 17 Milliarden Euro an Investitionen in neue Stromkapazitäten in den USA werden nach Darstellung von CEO Markus Krebber noch überwiegend in Onshore-Wind-, Solaranlagen sowie Batterien fliessen. Gaskraftwerke machten nur einen kleinen Anteil der Summe aus, sagte Krebber auf der Bilanzpressekonferenz: "Ich würde mal sagen, vielleicht maximal 1 Milliarde."

Der Essener Versorger hatte am Morgen angekündigt, dass knapp die Hälfte der Gesamtinvestitionen von 35 Milliarden Euro in die USA fliessen werde und dass der Versorger dort künftig auch Gaskraftwerke für Spitzenlasten bauen wolle.

RWE habe viele Erneuerbaren-Standorte, wo auch eine Gasleitung vorhanden sei, so Krebber. Dort gehe es darum, den Abnehmern künftig auch eine Grundlast anbieten zu können, für die Zeiten, wo kein Grünstrom verfügbar sei und auch Batterien nicht reichten.

"Die Stromnachfrage springt so dramatisch an in den USA, dass alles, was an Erzeugungskapazität gebaut werden kann, gebaut werden muss", sagte Krebber. Die Tech-Firmen blieben dabei, dass sie für die Versorgung von Rechenzentren und Hyperscalern auf die von US-Präsident Trump geschmähten Erneuerbare setzten.

"Aber am Ende brauchen sie doch die letzten Gas-Peaker für die paar Stundentage, wo auch eine Kombination von Erneuerbaren mit Batterien nicht reicht", so Krebber. Das werde aber Zeit brauchen: "Wir fangen da erst mal ganz in aller Ruhe an und wollen unser Portfolio erweitern."

Die RWE-Aktie gewann auf XETRA letztlich 3,85 Prozent auf 55,60 Euro.

DOW JONES / AWP

Weitere Links:


Bildquelle: rafapress / Shutterstock.com,Dennis Diatel / Shutterstock.com

Analysen zu RWE AG (spons. ADRs)

  • Alle
  • Kaufen
  • Hold
  • Verkaufen
  • ?
Zu diesem Datensatz liegen uns leider keine Daten vor.
Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

3 Knaller-Aktien im BX Musterportfolio: Talanx, Applied Materials, Parker Hannifin mit François Bloch

Im BX Morningcall werden folgende Aktien analysiert und erklärt
✅ Talanax
✅ Applied Materials
✅ Parker Hannifin

https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/

3 Knaller-Aktien im BX Musterportfolio: Talanx, Applied Materials, Parker Hannifin mit François Bloch

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 13’157.69 19.72 BE8SAU
Short 13’420.17 13.98 BI8SQU
Short 13’886.97 8.93 SB1BHU
SMI-Kurs: 12’619.97 26.03.2026 12:26:59
Long 12’113.55 19.57 SM6BBU
Long 11’796.30 13.82 SHFB5U
Long 11’295.11 8.96 SVTBTU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com