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01.11.2018 09:15:36

Credit Suisse verdient im dritten Quartal deutlich mehr - Ausblick vorsichtig

(Ausführliche Fassung)

Zürich (awp) - Die Credit Suisse hat im dritten Quartal 2018 zwar deutlich mehr verdient als im Vorjahr, die Markterwartungen damit aber nicht erreicht. Für das kommende Jahr gibt sich die Bank trotz der aktuellen Turbulenzen einigermassen zuversichtlich und erwartet eine Gewinnverbesserung.

Unter dem Strich verdiente die zweitgrösste Schweizer Bank in der Periode von Juli bis September 424 Millionen Franken, was einem Plus von über 70 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. Ähnlich stark war das Wachstum beim Vorsteuergewinn, der mit 671 Millionen ausgewiesen wird. Wie üblich sind aber diverse ausserordentliche Posten im Ergebnis enthalten, so dass auf bereinigter Basis ein Plus von knapp 40 Prozent auf 856 Millionen vermeldet wird.

Mit den vorgelegten Zahlen hat die Bank die Analystenprognosen gemäss AWP-Konsens beim Vorsteuergewinn knapp erreicht, beim Reingewinn hingegen verfehlt. Die CS-Aktie ist zu Beginn des Handels mit einem Minus von 4 Prozent denn auch klarer Verlierer unter den SMI-Werten.

Verhältnis aus Kosten und Erträgen hoch

Anders als Konkurrentin UBS ist die CS im dritten Quartal nicht gewachsen. Vielmehr verminderten sich die Erträge um 2 Prozent auf 4,89 Milliarden. Bei Aufwendungen von 4,15 Milliarden (-9%) ergibt das eine weiter hohe Ausgaben/Einnahmen-Quote (Cost-/Income-Ratio) von knapp 85 Prozent. Das heisst die Bank gibt für jeden eingenommen Franken fast 85 Rappen aus.

Die Credit Suisse steht bekanntlich im letzten Jahr ihrer selbst auferlegten dreijährigen Restrukturierungsphase und hat entsprechend nur noch wenige Monate bis zum geplanten Abschluss der Sanierung vor sich. Wie die UBS dies bereits früher getan hat, legt auch die CS den Fokus vermehrt auf die Vermögensverwaltung mit reichen Kunden und verabschiedet sich dafür von gewissen risikoreichen Teilen des Investment Bankings.

Bald Ende der Restrukturierungsphase

Konzernchef Tidjane Thiam zeigt sich in der Mitteilung zufrieden mit den Fortschritten bei der Restrukturierung. "Unser Ziel war ein Geschäftsmodell, das sowohl eine gute Entwicklung in einem günstigen Marktumfeld als auch ein widerstandsfähiges Geschäft in schwierigeren Phasen ermöglicht. Unsere Ergebnisse im bisherigen Jahresverlauf zeigen die erzielten Fortschritte."

Im Berichtsquartal wurde die Bank allerdings vom schwieriger gewordenen Marktumfeld etwa in den Schwellenländern gebremst, wie dies auch die grosse Konkurrentin UBS zu spüren bekommen hatte. Dies führte zu einer geringeren Kundenaktivität, die den üblichen Rückgang in den Sommermonaten noch verstärkte. Dies zeigte sich etwa in deutlich schwächeren Zahlen in den Divisionen Asien-Pazifik (APAC) oder Global Markets. Letztere hat gar einen Verlust geschrieben.

Vor diesem Hintergrund sei das Ergebnis "beachtlich", meinte allerdings der Konzernchef. Insgesamt habe man bereits zum achten Mal in Folge ein Gewinnwachstum gegenüber dem Vorjahresquartal erzielt. Ein guter Teil des erzielten Erfolges basiert allerdings auf Kosteneinsparungen. Die Bank hat seit Ende 2015 kumuliert die Nettokosten um 4 Milliarden Franken gesenkt und sieht sich auf Kurs, das für 2018 angestrebte Ziel einer Kostenbasis von unter 17 Milliarden Franken zu erreichen.

Ob diese Kostenbasis dann noch weiter gesenkt werden soll, wie zum Teil im Markt spekuliert wurde, muss sich noch zeigen. CS-Chef Thiam dürfte darüber an einem Investorentag in wenigen Wochen informieren.

Vermögensverwaltung auf gutem Weg

Im neuen Kerngeschäft, der Vermögensverwaltung, sieht sich die Bank auf gutem Weg. Sie hat in den entsprechenden Einheiten im Berichtsquartal 10,3 Milliarden Franken netto an Neugeldern angezogen. Die verwalteten Vermögen der Gesamtbank werden per Ende September mit 1'405 Milliarden Franken ausgewiesen und damit leicht höher als noch zu Mitte Jahr. Im Vergleich zur UBS ist die CS hier allerdings weniger als halb so gross.

Weitere leichte Fortschritte hat die Bank ausserdem in Bezug auf die Kapitalbasis erzielt. Die Quote des harten Kernkapitals (CET1) stieg per Ende des Quartals auf 12,9 Prozent von 12,8 Prozent.

Keine Guidance für das vierte Quartal

Mit Blick nach vorne gibt sich die Grossbank angesichts des schwieriger gewordenen Umfeldes vorsichtig optimistisch. Er könne zwar keine Guidance für das vierte Quartal abgeben, aber es gebe keine Zweifel an einem sehr positiven Ergebnis im Gesamtjahr 2018, sagte Adam Gishen, der bei der Grossbank für Investor Relations verantwortlich ist, in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

2019 erwartet die Bank dann eine weitere Gewinnverbesserung, dies u.a. dank der Abwicklung der sogenannten Strategic Resolution Unit, die das Nicht-Kerngeschäft enthält, sowie der Senkung von Finanzierungs- und Restrukturierungskosten. Die Rendite auf dem materiellen Eigenkapital (RoTE) sollte für 2019 auf 10-11 Prozent gesteigert werden können, hiess es.

uh/gab/jb

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