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Geändert am: 27.03.2026 14:46:01

SMI und DAX schwächer -- Wall Street leichter -- Asiens Börsen letztlich mehrheitlich in Grün

Die heimische Aktienmarkt sowie der deutsche Leitindex verlieren am Freitag. Auch die US-Börsen verbuchen Verluste. Die Börsen in Fernost bewegten sich am Freitag vorwiegend auf höherem Niveau.

SCHWEIZ

Am Freitag geht es am Schweizer Aktienmarkt leicht nach unten.

Der SMI ging 0,03 Prozent tiefer bei 12'638,42 Punkten in den Handelstag und bewegt sich anschliessend weiter auf rotem Terrain.
Die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI folgen dem Leitindex, nachdem sie 0,05 Prozent tiefer bei 17'655,12 Einheiten bzw. 0,05 Prozent schwächer bei 2'013,34 Zählern in die Sitzung einstiegen.

Zum Wochenschluss halten sich die Investoren am Schweizer Aktienmarkt zurück. Mittelrweile geht die vierte Woche des Iran-Krieges zu Ende. Das Motto für den heutigen Handelstag: "Hoffnung und Skepsis in der Verlängerung", so ein Händler. Immerhin zeichnet sich für den SMI trotz der aktuellen Abgaben das erste Wochenplus in diesem Monat ab.

Zunächst hatten die Investoren weltweit erleichtert auf die erneute Verlängerung des Ultimatums an den Iran durch US-Präsident Donald Trump reagiert. "Damit lebt zwar einerseits die Hoffnung weiter, dass sich der Konflikt im Nahen Osten doch noch mit diplomatischen Mitteln lösen lässt", heisst es in einem Kommentar von CMC Markets. "Andererseits bleibt viel Skepsis darüber, dass die laufenden Verhandlungen wegen der sehr unterschiedlichen Positionen und harten Forderungen beider Seiten zeitnah zu einer Lösung führen können."

Dabei spiele auch eine Rolle, dass der Markt gegenüber den verbalen Zusicherungen von Präsident Trump zunehmend abgestumpft zu sein scheine, ergänzt ein Händler von IG. Das neue Ultimatum verlängere lediglich die Unsicherheit, die auf den Märkten und der globalen Wirtschaft insgesamt laste.

DEUTSCHLAND

Anleger am deutschen Aktienmarkt halten sich am Freitag wieder etwas zurück.

Der DAX startete kaum bewegt bei 22.612,93 Punkten und fällt anschliessend kräftig zurück.

Ein verlängertes Ultimatum der USA für den Iran bescherte dem DAX am Freitag einen ruhigen Handelsstart, im weiteren Verlauf fiel er jedoch zurück. Dieser Aufschub durch US-Präsident Donald Trump um zehn Tage wirke nur auf den ersten Blick erleichternd, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management. Doch Risiken mindere dies nicht, was an den Märkten spürbar bleiben dürfte.

Es fühlt sich laut Innes eher so an, "als wenn ein Händler eine Verlustposition in die Zukunft verschiebt". Der Ölpreis bleibe der Gradmesser. Und der hält sich - gemessen an der Nordseesorte Brent mit derzeit knapp 109 Dollar immer noch deutlich über der Marke von 100 US-Dollar. "Seine Weigerung, auf einem tieferen Niveau zu verharren, signalisiert ein anhaltendes Eskalationsrisiko hinter den Schlagzeilen."

US-Präsident Donald Trump verlängerte das Ultimatum zur Freigabe der Strasse von Hormus nun bis zum 6. April, 20.00 Uhr (US-Ostküstenzeit, 7. April 2.00 Uhr deutscher Zeit). Bis dahin sollen keine iranischen Kraftwerke angegriffen werden, wie er unter Verweis auf "sehr gute" Gespräche auf seiner Plattform Truth Social schrieb.

Die Nachrichtenlage bleibt dennoch widersprüchlich, denn der Iran hatte mehrfach solche von Trump erwähnte Gespräche dementiert, während Pakistan seine Vermittlerrolle bestätigte. Die Strasse von Hormus, einer der weltweit wichtigsten Transportwege übers Meer für Energielieferungen, die von Iran faktisch geschlossen wurde, bleibt damit vorerst kaum passierbar.

WALL STREET

An der Wall Street geht es am Freitag abwärts.

Der Dow Jones eröffnete die Sitzung 0,12 Prozent tiefer bei 45'904,25 Punkten und verbucht auch im Anschluss weitere Verluste. Auch der NASDAQ Composite startete 0,56 Prozent im Minus bei 21'287,19 Punkten und rutscht im weiteren Verlauf tiefer in die Verlustzone.

Nach den deutlichen Vortagesverlusten geht es zum Wochenausklang an der Wall Street weiter nach unten - wenn auch mit gebremstem Tempo. Die Entwicklung des Marktes ist weiter eng gekoppelt mit dem Iran-Krieg und den Ölpreisen - und die steigen wieder. Am Markt nimmt die Unsicherheit über den Fortgang des Krieges zu. Zwar hat US-Präsident Donald Trump die Angriffe auf den iranischen Energiesektor erneut ausgesetzt - diesmal für 10 Tage, damit Verhandlungen stattfinden können. Trumps bisherige Frist wäre am Freitag abgelaufen. Es herrscht jedoch weiterhin Skepsis, ob es tatsächlich zu einer Einigung zwischen den USA und dem Iran kommen wird, denn beide Seiten bestehen weiter auf ihren Maximalforderungen.

Gedämpft werden die Deeskalationshoffnungen von der möglichen Entsendung von bis zu 10'000 zusätzlichen US-Soldaten in den Nahen Osten, das US-Pentagon prüft eine entsprechende Verlegung von Bodentruppen. Damit sollen Trump mehr militärische Optionen an die Hand gegeben werden, trotz seiner Erwägungen von Friedensgesprächen mit Teheran. Dies sagten Vertreter des Verteidigungsministeriums, die mit der Planung vertraut sind. "Obwohl die Verzögerung das unmittelbare Eskalationsrisiko etwas verringern könnte, bietet sie keine neuen Erkenntnisse über den Weg zu einer Lösung, angesichts der Dementis des Irans bezüglich der Gespräche und während die Strasse von Hormus weitgehend geschlossen bleibt", sagt Makrostratege Jim Reid von der Deutschen Bank.

ASIEN

Die Börsen in Fernost präsentieren sich am Freitag mehrheitlich mit Aufschlägen.

In Tokio zeigte sich der Nikkei 225 letztlich 0,43 Prozent tiefer bei 53'373,07 Zählern.

Auf dem chinesischen Festland präsentierte sich der Shanghai Composite derweil 0,63 Prozent stärker bei 3'913,72 Indexpunkten.

In Hongkong bewegte sich der Hang Seng schliesslich 0,38 Prozent im Plus bei 24'951,88 Punkten.

Mit leichten Aufschlägen zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte mehrheitlich am letzten Handelstag der Woche. So erholten sich die Indizes deutlich von anfänglichen Verlusten, als die schwachen US-Vorgaben belastet hatten. Auslöser für diese Entwicklung sind Aussagen von US-Präsident Donald Trump. Dieser hat die Angriffe auf den Energiesektor Irans für 10 Tage ausgesetzt, damit Friedensverhandlungen stattfinden können. Trumps bisherige Frist wäre am Freitag abgelaufen. Gleichwohl herrscht weiter Skepsis, ob es tatsächlich eine Einigung zwischen den USA und dem Iran geben wird, denn beide Seiten bleiben bislang bei ihren Maximalforderungen. Die Unsicherheit bleibt damit hoch, hiess es.

Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires


Bildquelle: Bule Sky Studio / Shutterstock.com
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