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Hohe Wertberichtigung 12.10.2022 17:55:00

BASF-Aktie in Grün: BASF mit rückläufigem Gewinn - Sparprogramm geplant

BASF-Aktie in Grün: BASF mit rückläufigem Gewinn - Sparprogramm geplant

BASF hat im dritten Quartal unter anderem wegen einer hohen Wertberichtigung auf Nord Stream bei seiner Beteiligung Wintershall DEA deutlich weniger verdient.

Die Prognose für das Gesamtjahr bestätigte der Chemiekonzern, kündigte aber gleichzeitig ein Kostensenkungsprogramm an. Eingespart werden sollen 500 Millionen Euro ausserhalb der Produktion jährlich "mit Fokus auf Europa und insbesondere Deutschland" wegen deutlich schwächerer Ergebnisse und sich verschlechternden Rahmenbedingungen - in Deutschland verbuchte BASF laut Mitteilung im dritten Quartal einen Verlust.

Das Programm soll 2023 bis 2024 umgesetzt werden, kurzfristig mögliche Massnahmen sollen jedoch sofort erfolgen.

BASF will Kosten deutlich senken - Gewinnrückgang im Quartal

Der Mitteilung zufolge erarbeitet BASF derzeit weitere Massnahmen zur mittel- und langfristigen Anpassung des Produktionsverbunds in Europa. Im ersten Quartal 2023 will BASF dazu mehr bekannt geben. Die Arbeitnehmervertretungen würden in den relevanten Gremien eingebunden, hiess es weiter. Die BASF-Aktie legte am Nachmittag um rund zwei Prozent zu und gehörte damit zu den stärksten Titeln im Dax .

Im dritten Quartal verdiente BASF wegen Abschreibungen deutlich weniger als ein Jahr zuvor. Der Gewinn nach Steuern sei von 1,25 Milliarden Euro auf voraussichtlich 909 Millionen Euro zurückgegangen, teilte der Konzern weiter mit. Darin seien Wertberichtigungen auf die Mehrheitsbeteiligung am Gas- und Ölkonzern Wintershall DEA in Höhe von rund 740 Millionen Euro enthalten. Diese seien eine Folge der teilweisen Abschreibung der von Wintershall DEA gehaltenen Beteiligung an der Nord Stream AG, die die Nord Stream 1 Pipeline betreibt. Seit Wochen fliesst durch die Pipeline kein Gas mehr von Russland nach Deutschland. Zuletzt gab es mehrere Lecks in der Rohrleitung.

Der Umsatz des DAX-Konzerns legte im Jahresvergleich dank höherer Preise und günstiger Wechselkurse im dritten Quartal um 12 Prozent auf knapp 22 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis - der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderposten - sank um knapp 28 Prozent auf 1,35 Milliarden Euro, fiel damit aber besser aus als von Analysten erwartet. BASF konnte die gestiegenen Preise für Rohstoffe und Energie teilweise noch über höhere Verkaufspreise an die Kunden weitergeben können, hiess es.

An seinen Jahreszielen hält der BASF-Vorstand unterdessen fest und rechnet weiterhin mit einem operativen Ergebnis zwischen 6,8 Milliarden und 7,2 Milliarden Euro. Detaillierte Quartalsergebnisse will der Konzern am 26. Oktober vorlegen.

Die Aktien von BASF haben sich am Mittwoch ebenso wie der europäische Chemiesektor besser geschlagen als der Gesamtmarkt. Dabei profitierten sie insbesondere von positiv aufgenommenen Eckdaten zum dritten Quartal.

Die Papiere des Chemiekonzerns stiegen bis zum Abend um 1,62 Prozent auf 42,135 Euro. Der deutsche Leitindex DAX gab hingegen nach.

FRANKFURT (Dow Jones) / LUDWIGSHAFEN (awp international)


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Bildquelle: BASF SE