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CO2-Fussabdruck 03.05.2021 23:14:00

Apple plant offenbar das erste klimaneutrale iPhone bis 2030

Der Technologiekonzern Apple will seinen Beitrag zur Energiewende leisten und in neun Jahren Produkte wie das iPhone komplett klimaneutral produzieren.

• Ein 200 Millionen US-Dollar schwerer Fonds wurde ins Leben gerufen
• Der Konzern will künftig keinen CO2-Fussabdruck hinterlassen
• Apple will nur noch Strom aus erneuerbaren Energiequellen nutzen

Restore Fund

Apple hat angekündigt bis 2030 Produkte wie das iPhone, iPad und Co. komplett klimaneutral zu produzieren. Der Technologiekonzern Apple will seinen Beitrag zur Energiewende leisten. Für die Umsetzung dieses ambitionierten Vorhabens hat Apple sich mit Conservation International und der Investmentbank Goldman Sachs zusammengetan und den "Restore Fund" ins Leben gerufen. Dieser soll seine insgesamt 200 Millionen US-Dollar dafür verwenden, Wiederaufforstungsprojekte zu unterstützen, sodass ein Viertel der CO2-Reduktion durch Aufforstung ausgemacht wird. Der von Goldman Sachs verwaltete Fonds soll durch seine Rendite auch für Investoren attraktiv sein. Das Ziel sei es, pro Jahr mindestens eine Million Tonnen CO2 aus der Atmosphäre zu holen und sie in Bäumen zu binden. Auf diesem Weg soll jährlich mindestens eine Million Tonnen Kohlendioxid nachhaltig aus der Atmosphäre entfernt werden. "Die Natur bietet einige der besten Prozesse, um Kohlenstoff aus der Atmosphäre zu entfernen. Wälder, Feuchtgebiete und Graslandschaften entziehen der Atmosphäre Kohlenstoff und binden ihn dauerhaft in ihren Böden, Wurzeln und Ästen", zitiert das Handelsblatt Lisa Jackson, die Vice President of Environment, Policy, and Social Initiatives bei Apple.

Kein CO2-Fussabdruck bis 2030

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind bei Apple keine neuen Themen, doch nun sollen auch die Lieferanten ihre Produktion langfristig umstellen. Der Konzern hat es sich zur Aufgabe gemacht bis zum Jahr 2030 vollständig klimaneutral zu arbeiten, also keinen CO2-Fussabdruck mehr zu hinterlassen. Die besondere Herausforderung sind dabei die Zulieferer. Diese sind nicht nur über die ganze Welt verteilt, sondern auch die Produktion der zahlreichen Geräte ist mit erheblichem Energieaufwand verbunden. Doch Apple befindet derzeit schon auf dem richtigen Weg, denn laut einem Bericht des Handelsblatts haben sich bislang bereits 110 Unternehmen verpflichtet, ihren Teil zu diesem Ziel beizutragen, darunter Henkel und der US-Konzern 3M.

Strom aus erneuerbaren Energien

Auf dem Weg hinzu klimaneutralen Produkten kommt Apple nicht an dem Faktor Strom vorbei, denn derzeit sollen zwar bereits alle Stores, Büros und Rechenzentren mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen gespeist sein, aber auch die Produktion soll künftig zu 100 Prozent klimaneutral werden. Dafür sollen nicht einfach nur Ökostromtarife genutzt, sondern vielmehr Projekte zur Energiegewinnung wie etwa Windkraft oder Solarenergie gefördert werden.

Laut Apple gehört das Unternehmen schon heute zu den bedeutendsten Investoren in Ökostrom-Projekte und befinde sich auf dem besten Weg vollständig klimaneutral zu agieren. Durch Einsparungen, verbesserte Materialien und den Einsatz erneuerbarer Energien konnte der US-Konzern seine CO2-Emissionen so bereits deutlich reduzieren. Denn aus dem Nachhaltigkeitsbericht geht hervor, dass im Jahr 2015 die Werte noch bei einem Höchstwert von 38,4 Millionen Tonnen CO2 lagen. Apple konnte den CO2-Ausstoss jedoch um stolze 35 Prozent reduzieren und seit April 2020 ist das Unternehmen selbst sogar klimaneutral.

Isabell Tonnius / Redaktion finanzen.ch

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