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Goldpreis und Ölpreis 04.03.2026 07:58:54

Gold rutscht auf Tief seit Februar - Rebound folgt - Fed-Sitzung im Blick

Gold rutscht auf Tief seit Februar - Rebound folgt - Fed-Sitzung im Blick

Nachdem der Goldpreis am Vortag unter steigenden Zinsen und einem stärkeren Dollar gelitten hat, zeigte er sich im frühen Mittwochshandel erholt.

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von Jörg Bernhard

Am gestrigen Dienstag war Gold in der Spitze um mehr als vier Prozent gefallen und damit auf den niedrigsten Stand seit dem 20. Februar gesunken. Belastet wurde die Krisenwährung vor allem durch sinkende Erwartungen an Zinssenkungen, nachdem Inflationssorgen durch die Befürchtung eines lang anhaltenden Krieges zugenommen hatten. Investoren erwarten laut dem FedWatch-Tool der CME Group, dass die US-Notenbank Federal Reserve bei ihrer nächsten zweitägigen Sitzung, die am 18. März endet, die Leitzinsen unverändert lassen wird. Zudem zeigt das Tool eine Wahrscheinlichkeit von 56 Prozent an, dass Ende Juli eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erfolgen wird. Die gestrige Talfahrt war allerdings nicht von nachhaltiger Natur. Gold zeigt sich derzeit resistent gegenüber den vermeintlichen Verkaufsargumenten Dollarstärke und Zinsanstieg. An den strukturellen Kaufargumenten wie geopolitische Unsicherheit, politische Unberechenbarkeit und dem Bedarf an Portfolio-Diversifizierung dürfte sich in Zukunft wenig ändern.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit höheren Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (April) um 24,90 auf 5'148,60 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Höchster Stand seit Juli 2024

Der Ölpreis tendierte im frühen Mittwochshandel weiter bergauf. Die Aufwärtsdynamik hielt an, obwohl US-Präsident Donald Trump die Möglichkeit ins Spiel gebracht hatte, dass die US-Marine Schiffe durch die Strasse von Hormus eskortieren könnte. Der Irak, der zweitgrösste Rohölproduzent innerhalb der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), hat seine Förderung laut Medienberichten aufgrund begrenzter Lagerkapazitäten und fehlender Exportmöglichkeiten um fast 1,5 Millionen Barrel pro Tag - etwa die Hälfte seiner Produktion - reduziert. Völlig ignoriert wurde der am Dienstagabend veröffentlichte Wochenbericht des American Petroleum Institute, der ein deutlich höher als erwartetes Lagerplus in Höhe von 5,6 Millionen Barrel ausgewiesen hat. Derzeit bewegt vor allem der Nahost-Krieg die Gemüter der Marktakteure und den Preis für den fossilen Energieträger.

Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,82 auf 76,38 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 2,17 auf 83,57 Dollar anzog.


Redaktion finanzen.ch

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