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| Hohe Volatilität |
15.02.2026 16:42:00
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Analysten warnen: Gold und Silber entwickeln sich zunehmend zu Spekulationsobjekten
Gold und Silber hielten zuletzt die Anleger in Atem: Auf eine starke Rally folgten heftige Verluste, die bislang nur teilweise eingegrenzt wurden. Analysten sprechen bereits von einem neuen Marktregime.
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Jetzt informieren• Heraeus sieht neues "High-Volatility-Regime" bei Edelmetallen
• Zeiten als sicherer Hafen vorbei?
Silber und Gold befinden sich nach Einschätzung von Analysten des Edelmetallhändlers Heraeus derzeit in einem "High-Volatility-Regime", in dem die traditionellen Rollen von Gold und Silber als relative Stabilitätsanker - etwa in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit - nicht mehr greifen, heisst es bei "Kitco News". Anleger müssten sich daher auf neue Spielregeln im Umgang mit den Edelmetallen einstellen.
Vom sicheren Hafen zur hochvolatilen Anlage
Traditionell gelten Gold und - in etwas geringerem Masse - auch Silber als "sichere Häfen", also Vermögenswerte, die in Krisenzeiten relativ stabile Zufluchten bieten. Doch angesichts der kürzlichen Preiskapriolen sei dieser Status laut den Heraeus-Experten in Gefahr. Vor allem Gold habe sich laut ihrer Einschätzung von einem sicheren Hafen zu einem spekulativen Anlagegut gewandelt, heisst es bei "Kitco News". "Die Saat für den Preisverfall wurde in der vorangegangenen Rally gelegt, die für ein vermeintlich risikoarmes, sicheres Anlagegut aussergewöhnlich war", werden die Aussagen der Heraeus-Analysten diesbezüglich von der Nachrichtenseite zitiert. Angesichts des starken Preisverfalls beim gelben Edelmetall Ende Januar, seien "wahrscheinlich auch gehebelte Positionen aufgelöst, Stop-Loss-Orders ausgelöst und die Margin-Anforderungen erhöht" worden, was auf zunehmende Spekulation hindeuten würde. Dafür würden laut Heraeus auch Daten des World Gold Council sprechen, die zeigen, dass die Goldnachfrage zuletzt vor allem durch eine "deutlich höhere Investitionsnachfrage" angetrieben worden sei, während die Nachfrage von Seiten der Schmuckbranche und Industrie abgenommen habe.
Auch für die Zukunft geben die Experten noch keine Entwarnung: So werde es "höchstwahrscheinlich Monate und nicht Wochen dauern [...], die übertriebene Euphorie abzubauen, die den Goldpreis so schnell so weit in die Höhe getrieben hat", heisst es laut "Kitco News" bei Heraeus. Damit dürfte der Goldpreis wohl zunächst weiterhin nicht mehr als sicherer Hafen geeignet sein und auch neue Rekorde Zukunftsmusik bleiben.
Experten: Silber fest in hochvolatilem Gebiet etabliert
Auch bei Silber erwarten die Heraeus-Analysten laut "Kitco News" weiterhin starke Schwankungen. "Das Gold-Silber-Verhältnis ist nach den deutlicheren Preisrückgängen von Silber auf 64 gestiegen. Und so wie Silber Gold auf dem Weg nach oben übertroffen hat, fällt es auf dem Weg nach unten nun umso schneller", zitiert die Nachrichtenseite. Zur Einordnung: Ende Januar hatte das Gold-Silber-Verhältnis noch bei weniger als 50 gelegen und damit laut "Forbes" diese Schwelle zum ersten Mal seit 2012 wieder unterschritten. Der Durchschnitt liege bei etwa 70. Entsprechend war laut "Forbes" auch erwartet worden, dass sich die Kennzahl diesem Wert wieder annähern würde - entweder durch einen stärkeren Anstieg des Goldpreises, während Silber recht konstant bleibt, oder durch einen Preisverfall bei Silber bei gleichbleibendem Goldpreis. Die jüngsten Entwicklungen deuten nun auf letzteres hin - und könnten sich noch weiter fortsetzen.
Heraeus führt die jüngsten starken Schwankungen beim Silberpreis dabei laut "Kitco News" unter anderem auf Kapitalzu- und -abflüsse bei ETFs sowie den Handel in China zurück. Ohnehin ist Silber schwankungsanfälliger als Gold, da es auch stark von der Nachfrage der Industrie abhängig ist. Anpassungen der Nachfrage aus diesem Bereich - etwa wegen sich verändernder konjunktureller Aussichten - würden die ohnehin bestehende Volatilität dann noch verstärken. Bereits im Dezember 2025 hatten Heraeus-Experten im Rahmen ihrer Edelmetallprognosen für 2026 daher vor einer weiterhin volatilen Entwicklung des Silberpreises gewarnt.
Anleger vor neuen Herausforderungen
Für Anleger bedeutet das von Heraeus ausgerufene neue "High-Volatility"-Marktregime bei Gold und Silber nun eine Herausforderung und spiegelt einen grundlegenden Wandel in der Wahrnehmung und Dynamik dieser Rohstoffe wider: Weg von der einfachen Absicherungsfunktion, hin zu einem Umfeld, in dem sowohl externe Treiber als auch spekulative Impulse und strukturelle Faktoren die Preisdynamik bestimmen. Der alte Status der Edelmetalle als sichere Häfen gilt somit womöglich nur noch eingeschränkt, schnelle Gewinne könnten in Zukunft ebenso möglich sein wie schnelle Verluste. Risikomanagement und Liquiditätsplanung gewinnen somit zunehmend an Bedeutung.
Redaktion finanzen.ch
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Rohstoffe in diesem Artikel
| Goldpreis | 4’522.31 | 50.20 | 1.12 | |
| Silberpreis | 71.26 | -0.33 | -0.46 |
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