| Wirtschaft im Blick |
12.03.2026 10:29:44
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Deutschlands Wachstum schwächelt: RWI senkt Prognose für 2026
Das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Wachstumsprognosen für die deutsche Wirtschaft nach unten korrigiert.
Infolge dieses Energiepreisschocks wird auch ein deutlicher Anstieg der Inflation erwartet. Die Forscher rechnen für das Gesamtjahr 2026 mit einer Teuerungsrate von 2,6 Prozent, die sich 2027 nur leicht auf 2,4 Prozent abschwächen soll. Der Höhepunkt der Inflation wird für die Sommermonate erwartet, da die Energiekosten zeitverzögert auf andere Bereiche wie Nahrungsmittel und Transport durchschlagen. Einzig die derzeit moderaten Lohnabschlüsse wirken einer noch stärkeren Preisspirale leicht dämpfend entgegen.
Trotz dieser Belastungen werde sich die konjunkturelle Erholung fortsetzen, sie werde jedoch fast ausschliesslich durch massive staatliche Ausgaben getragen. Öffentliche Investitionen in Klimaschutz sowie deutlich steigende Verteidigungsausgaben stützten die Wirtschaft, während private Investitionen und der Export aufgrund schwacher internationaler Nachfrage und nachlassender Wettbewerbsfähigkeit stagnierten. Diese expansive Fiskalpolitik führe jedoch zu einem explodierenden Staatsdefizit: Das Finanzierungsloch wachse voraussichtlich bis 2027 auf 213 Milliarden Euro an, was einer hohen Defizitquote von 4,4 Prozent des BIP entspricht.
RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt warnte abschliessend eindringlich vor den Risiken der aktuellen Lage. Das rein staatlich finanzierte Wachstum sei auf Dauer keine Lösung, weshalb umfassende strukturelle Reformen zwingend notwendig seien, um die Abhängigkeit von öffentlichen Impulsen zu beenden und die deutsche Wirtschaft langfristig und aus eigener Kraft heraus zu stabilisieren.
DOW JONES
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