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Sicherer Hafen 04.04.2019 22:09:03

Anhaltende Rally? Was es mit dem Anstieg des Schweizer Franken auf sich hat

Anhaltende Rally? Was es mit dem Anstieg des Schweizer Franken auf sich hat

Gegenüber dem Euro kletterte der Franken im Verlauf des letzten Monats stetig und erreichte das höchste Niveau seit Oktober 2017. Zuletzt notierte er gegenüber dem Euro bei 1,12 Franken.

Starke Währung für unsichere Zeiten?

Die globalen, wirtschaftspolitischen Unsicherheiten lassen Anleger zunehmend nach einem sicheren Hafen suchen: Der weiterhin ungelöste Handelskonflikt zwischen den USA und China zieht sich hin, ein harter Brexit droht und Sorgen rund um eine weltweite konjunkturelle Abkühlung nahmen zu. In volatilen Phasen suchen Investoren Sicherheit auch im Schweizer Franken. Hans Redeker, Morgan Stanley-Währungsexperte, erklärte in einem Interview mit der "Handelszeitung", dass sich der Franken als Hedge anbiete: "Wer kalte Füsse kriegt, kauft Schweizer Franken. Er stabilisiert das Portfolio", zitiert das Blatt den Fachmann.

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Taubenhafte EZB begünstigt Anstieg des Franken

Im Laufe des vergangenen Jahres gewann der Franken rund 5 Prozent gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung. Diese Kursentwicklung wurde offenbar durch die taubenhafte Verlagerung der Europäischen Zentralbank begünstigt. Wie Redeker gegenüber der "Handelszeitung" erklärt, brachte die EZB in den letzten Jahren vermehrt Euros in Umlauf, worauf die Schweizerische Nationalbank reagiert habe. Denn die heimische Nationalbank weise die niedrigste Rate von Bankeinlagen aller grossen Zentralbanken auf, berichtet Bloomberg. Droht die Gefahr eines Überangebots, könnte die Schweizerische Nationalbank in einen ungewollten Anstieg der Heimatwährung eingreifen.

So könnte es weitergehen

Diesbezüglich äusserte auch Martin Schlegel, stellvertretender Direktor der SNB, dass die Geldpolitik noch weiter gelockert werden könnte, um einem weiteren Frankenvormarsch entgegenzuwirken. Doch Redeker geht davon aus, dass sich der Franken bald wieder abwerten wird. Vor allem, wenn die wirtschaftspolitischen Unsicherheiten vom Tisch sind, erklärt er gegenüber dem Schweizer Blatt. Und auch der Kurs der EZB könnte sich bald wieder ändern und sie wird weniger Euro schaffen. Im Interview sagt der Währungsexperte von Morgan Stanley: "In den nächsten Wochen wird der Franken wieder bei 1,14, vielleicht sogar 1,15 liegen - und sich dort einpendeln." Wie Bloomberg berichtet, hat sich der Konsens der Analysten allerdings darauf eingestellt, dass die Stärke des Schweizer Franken anhalten wird. So soll es nur zu einer leichten Abschwächung auf bis zu 1,14 kommen. Für das Jahresende prognostizieren sie einen Frankenkurs von 1,15 Euro.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: albertczyzewski / Shutterstock.com,Capture Light / Shutterstock.com,Keystone

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