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Weekly 03.06.2013 17:08:08

Volas: Konditionen von BRCs verbessern sich leicht

Das Put-Call-Sentiment ist weiterhin negativ – Anleger setzen auf fallende Kurse. Vontobel ist "bullish" auf den Euro Stoxx 50.

Christian König, finanzprodukt.ch

Der SMI schloss am Freitag wieder unter der 8000er-Punkte-Marke und notierte damit 3 Prozent tiefer als zu Wochenbeginn. Innert neun Tagen verlor der Schweizer Leitindex damit rund 500 Punkte oder 6% an Wert. Das Höchst erreichte er am 22. Mai mit 8411 Punkten.

Die Börsenweisheit „Sell in May and Go Away“ passte dieses Jahr damit vorzüglich – nicht nur wegen des miesen Wetters. Die grosse Quizfrage ist jetzt, ob diese Levels Einstiegschancen darstellen. Die Bank Vontobel empfiehlt weiterhin Aktien und schreibt in ihrem aktuellen Marktkommentar: „Wir haben eine signifikante Position in Aktien aus der Eurozone aufgebaut (Euro Stoxx 50). Unzufriedene Anleger hatten die Region lange Zeit untergewichtet, was zu einem Bewertungsabschlag geführt hat, den wir für übertrieben halten."

Die Trader sind jedoch nach wie vor skeptisch. Das Put-Call-Sentiment der Scoach Frankfurt, wo viele Euro-Stoxx-50-Mitglieder gehandelt werden, zeigt einen Wert von 59% zu Gunsten von Puts. Das heisst: Die Anleger gehen weiter von fallenden Kursen aus oder sichern Positionen ab.

Euro Stoxx 50 ist ausgewogener wie SMI

Der Euro Stoxx 50 ist übrigens im Gegenteil zum Swiss SMI ein ausgewogener Index. Die grössten Positionen haben einen Anteil von 4 bis 5 Prozent. Momentan sind dies die Aktien von Sanofi, Total, Siemens, BASF und Bayer. Zum Vergleich: Im SMI machen alleine Novartis, Nestle und Roche über 50 Prozent des Indexes aus. Die SMI-Indexschwergewichte Novartis und Nestlé verloren vergangene Woche rund 3 Prozent und waren damit für den SMI-Einbruch ein grosses Stück mitverantwortlich. Die Retail-Anleger positionierten sich hier aber mit Call-Optionsscheinen auf einen Rebound. Zum einem mit dem September Warrant NOVKQ/ZKB mit Ausübungspreis 72, zum anderen mit im Geld liegenden Calls.

Mit der Indexzusammensetzung ist auch geklärt warum der Euro Stoxx 50 schwankungsintensiver ist wie der SMI. Zum Vergleich der Volatilitäts-Index VSMI notiert bei 18.6% und der VStoxx bei rund 21%. Diese Werte können durch 16 (genauer 15.87) geteilt werden um ein Gefühl für die tägliche Schwankungsbreiten zu erhalten. Die impliziten Volatilitäten konnten "overall" zulegen und sich von den mehrjährigen Tiefstwerten entfernen. Insbesondere der VSMI verteuerte sich deutlich; Mitte März stand er noch bei 11.3%.

Konditionen von BRCs verbessern sich

Durch die ansteigenden Volatilitäten haben sich nun zumindest die Konditionen von neu aufgelegten Barrier Revere Convertibles etwas verbessert. Emittenten fluten den Markt momentan mit vielen Produkten. Wie immer versuchen sie jedoch, die Konditionen etwas zu variieren, damit die Produkte nicht direkt mit der Konkurrenz vergleichbar sind. Nicht immer gelingt das – oder manchmal wird auch bewusst in Konkurrenz gegangen. So wie bei einem einjährigen BRC auf BASF/Bayer/Sanofi, welcher derzeit von zwei Emittenten zur Zeichnung aufliegt. Zum einem mit einer Barriere von 70% (Vontobel) und zum anderem mit einer Barriere von 72% (ZKB). Die Bank Vontobel bietet hier trotz tieferer Barrieren einen um 0.15% höheren Coupon (7.85%) an. Dies auch aufgrund eines höheren Emittenten-Risiko – die ZKB wird mit AAA beurteilt. Das Beispiel zeigt aber sehr schön, dass Anleger Produkte vergleichen können und dass der Markt hier sehr gut spielt.

Im Sekundärmarkt waren im Übrigen die Barrier Reverse Convertibles auf Fresenius/Henkel/Merck (VONGES/VT) sowie Discounter auf das Euro Stoxx Mitglied Siemens (SIBLO/UBS) äussert beliebt.

Spitzenumsätze erzielte auch ein kürzlich aufgelegter Index-Tracker auf den MSCI World (SGABV/SOG). Ebenfalls sehr gefragt waren ein Bonus-Zertifikat auf den SMI (BC011/BCV) sowie die UBS-CMCI Rohstoff-Tracker-Zertifikate TCMCI und TAGCI. Auch japanische Aktien-Produkte werden nach wie vor rege getraded (JEXPO/UBS).

Die Konditionen von Kapitalschutzprodukten sind aufgrund der äussert tiefen Zinsen immer noch äusserst unattraktiv. Die ansteigenden Volatilitäten haben dieses Bild sogar nochmals leicht verschlechtert.

Gold auf Allzeithoch, Dollar unter Druck: Kippt jetzt der KI-Hype?

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Im Interview analysiert Marco Ludescher (Dr. Blumer & Partner Vermögensverwaltung Zürich) die Lage an den Kapitalmärkten. Olivia Hähnel (BX Swiss) hakt nach: Was bedeutet die Goldrally für Anleger? Kippt der KI-Hype? Wie wirken Schulden, Inflation und Zinspolitik auf Aktien, Anleihen und Immobilien?

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