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Geändert am: 02.02.2026 16:13:33
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Dow im Plus -- SMI und DAX deutlich fester -- Asiens Börsen am Montag schliesslich tiefrot
Der heimische sowie der deutsche Aktienmarkt legen zu Monatsbeginn kräftig zu. Der Dow zeigt sich am Montag in Grün. In Fernost ging es zum Wochenstart deutlich nach unten.
SCHWEIZ
Der Schweizer Aktienmarkt verzeichnet am Montag klare Gewinne.
So nahm der SMI den Handel nur 0,04 Prozent schwächer bei 13'183,32 Punkten auf, rückt im weiteren Verlauf aber klar in grünes Terrain vor.
Auch die Nebenwerte-Indizes SPI und SLI starteten mit einem Minus von 0,05 Prozent bei 18'211,92 Stellen bzw. 0,1 Prozent bei 2'117,71 Einheiten nur marginal schwächer in die neue Woche. Im Anschluss ziehen sie aber deutlich an.
Der Schweizer Aktienmarkt präsentiert sich am Montagvormittag gemessen am Leitindex SMI fester. Vor allem defensive Werte sind gesucht. Im Fokus steht derweil der Kurszerfall bei Gold und Silber. Dieser stimme die Anleger vorsichtig, da er an den Märkten weitere Kreise ziehen und sich generell auf die Finanzmärkte auswirken könnte, sagte ein Händler. Hintergrund der jüngsten Stimmungseintrübung ist Kevin Warsh, der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagene Nachfolger für den aktuellen US-Notenbankchef Jerome Powell. Dieser sei eher kein Vertreter schneller und starker Zinssenkungen, meinen Analysten. Daher sind die Erwartungen in Bezug auf Zinssenkungen zurückhaltender geworden, was wiederum die Verunsicherung an den Märkten ausgelöst und verstärkt habe.
Zudem läuft die Berichtssaison auf Hochtouren. Hierzulande stehen die Banken im Fokus. Julius Bär hat heute Zahlen veröffentlicht, UBS und Novartis folgen am Mittwoch.
DEUTSCHLAND
Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich am Montag von seiner freundlichen Seite.
So eröffnete der DAX die Sitzung mit einem Minus von 0,6 Prozent bei 24'392,09 Indexpunkten. Im weiteren Verlauf kämpfte sich das Börsenbarometer zunächst an die Nulllinie vor und bewegt sich inzwischen deutlich in der Gewinnzone.
Der deutsche Leitindex hat am Montag nach einem schwachen Start deutlich zugelegt. Die zeitweise massiven Verluste am Edelmetall-Markt konnten das Börsenbarometer damit nicht nachhaltig belasten. Vielmehr setzte sich unter Anlegern die Erkenntnis durch, dass sich an dem fundamental positiven Umfeld für die Börsen wohl nichts geändert hat.
Wesentlicher Auslöser des jüngsten Einbruchs bei den Preisen von Gold und Silber war die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als Nachfolger für US-Notenbank-Chef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Das hatte an den Märkten Zweifel geschürt, dass es tatsächlich zu einer deutlichen Lockerung der Geldpolitik kommen wird.
Nicht wenige Spekulanten, die mit Kredit auf weiter anziehende Preise der Edelmetalle gesetzt hatten, wurden davon wohl auf dem falschen Fuss erwischt. Diese müssen dann Positionen glattstellen, was die Preise weiter belastet - eine Abwärtsspirale entsteht, bis die Lage bereinigt ist. Eine solche Entwicklung kann sich dann vorübergehend auch auf andere Märkte, etwa die für Aktien, auswirken.
Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank, schrieb dazu: "Die auch durch Erhöhungen von Sicherheitsanforderungen der Terminbörsen ausgelösten Kursverluste der Edelmetalle - bei Silber die höchsten jemals an einem einzelnen Tag gemessenen - lösen automatische technische Verkäufe in anderen Vermögenswerten aus, obwohl diese mit der starken Kurskorrektur dort nichts zu tun haben." Zuletzt seien zu viele Anleger in Edelmetalle investiert gewesen und von der scharfen Korrektur am Freitag unvorbereitet getroffen worden. Nun müssten sie andere Depotpositionen verkaufen, um die Verluste bei den Metallen zu decken.
Vor diesem Hintergrund machten Anleger jetzt bei Rüstungswerten weiter Kasse. Das verwundert nicht, da diese auch im neuen Jahr bislang überdurchschnittlich stark zugelegt hatten. Für den Sektor sprechen weiterhin die Anforderungen der Nato angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie die geopolitischen Krisenherde, nachdem Irans oberster Führer im Falle eines US-Angriffs vor einer regionalen Eskalation gewarnt hatte.
WALL STREET
Zum Wochenauftakt greifen die Anleger an der Wall Street zu.
Zwar eröffnete der Dow Jones 0,23 Prozent tiefer bei 48'777,77 Punkten, anschliessend kann er aber ins PLus drehen.
Freundlich zeigt sich inzwischen auch der NASDAQ Composite, wogegen er zunächst noch mit einem Minus von 0,39 Prozent bei 23'370,55 Zählern gestartet war.
In den USA herrscht in Sachen Zinspfad unter dem von US-Präsident Donald Trump als Nachfolger für US-Notenbankgouverneur Jerome Powell am Freitag bestellten Kevin Warsh etwas Verunsicherung. Warsh gilt als einer der falkenhafteren unter den als Powell-Nachfolger gehandelten Kandidaten, was Zinssenkungsfantasien dämpft. Daher stehen die Edelmetalle Gold und Silber weiter unter Druck.
ASIEN
An den Börsen in Fernost dominierten zum Wochenstart die Bären.
So zeigte sich der Nikkei 225 in Tokio schlussendlich mit einem Minus von 1,25 Prozent bei 52'655,18 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite daneben 2,48 Prozent auf 4'015,75 Zähler.
Noch deutlicher abwärts ging es in Hongkong: Der Hang Seng verliert zwischenzeitlich 2,23 Prozent auf 26'775,57 Einheiten.
Nach teils deutlichen Kurszuwächsen zum Jahresstart ging es an den asiatischen zum Auftakt in den Februar teils deutlich nach unten. Schwache Vorgaben der Wall Street am Freitag und ein allgemein anhaltend unsicheres Umfeld wurden zu Wochenbeginn mitunter als Begründung angeführt.
Dabei waren die Signale aus der Konjunktur gar nicht schlecht: In China verbesserte sich zumindest der Einkaufsmanagerindex von RatingDog deutlicher über die Wachstumsschwelle auf 50,3 von 50,1 Punkten. Grund für das bessere Umfeld seien vor allem die Aufträge aus dem Ausland gewesen, so Yao Yu, Gründer von RatingDog.
In Japan sorgte Ministerpräsidentin Sanae Takaichi mit Aussagen zur Wechselkursentwicklung offenbar für - zumindest kurzzeitige - Unsicherheit. Takaichi stellte in sozialen Medien eigene Äusserungen während einer Wahlkampfrede klar, die einige Marktteilnehmer als Signal für eine Toleranz gegenüber einem schwächeren Yen interpretierten. Am Wochenende hatte Takaichi gesagt, ein schwacher Yen stütze die Gewinne der Exporteure im Ausland. Anschliessend schrieb sie in einem X-Post, dass ihre Absichten von einigen Medien missverstanden worden seien. Sie werde weder einen stärkeren noch einen schwächeren Yen befürworten, sondern stattdessen eine starke Wirtschaft aufbauen, die "widerstandsfähig gegenüber Wechselkursschwankungen" sei.
Redaktion finanzen.ch / awp / Dow Jones Newswires
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