Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

<
News + Analysen
News + Adhoc
Analysen
Kursziele
>
<
Unternehmen
Termine
Profil
>
<
zugeh. Wertpapiere
Strukturierte Produkte
>
Krise voraus? 02.12.2023 23:21:00

Chinesischer Immobilienriese Zhongzhi Enterprise schreibt tiefrote Zahlen - Wiederholt sich Chinas Immobilien-Chaos?

Chinesischer Immobilienriese Zhongzhi Enterprise schreibt tiefrote Zahlen - Wiederholt sich Chinas Immobilien-Chaos?

Die chinesische Schattenbank Zhongzhi steckt tief in finanziellen Schwierigkeiten. Am Wochenende haben chinesische Finanzbehörden die Ermittlungen gegen die Vermögensverwaltersparte des Konglomerats aufgenommen. Am Markt macht sich nun die Sorge vor einer weiteren Krise breit, wie sie zuletzt bereits am chinesischen Immobilienmarkt auszumachen war.

• Zhongzhi entschuldigt sich für finanzielle Misere
• Kunden vor Totalverlust
• Proteste gegen Vermögensverwalter

Zhongzhi kann Verbindlichkeiten nicht begleichen

Um den chinesischen Finanzkonzern Zhongzhi Enterprise ist es derzeit alles andere als gut bestellt. Nachdem der zugehörige Treuhandfonds-Anbieter Zhongrong bereits im August mehrere Zahlungen für Anlageprodukte, die vermögende Kunden und Unternehmen in Auftrag gegeben hatten, nicht leisten konnte, geriet der in den 1990er-Jahren noch als Holz- und Grundstückshändler gegründete Finanzriese nun weiter ins Straucheln. Berichten der "Frankfurter Allgemeinen" (FAZ) zufolge veröffentlichte Zhongzhi in der vergangenen Woche einen Entschuldigungsbrief, in dem man auf Verbindlichkeiten in Höhe von 420 bis 460 Milliarden Yuan verwies, was 58 bis 64 Milliarden US-Dollar entspricht. Die Vermögenswerte des Unternehmens betragen laut dem Schreiben derzeit aber weniger als die Hälfe der Forderungen. Dementsprechend sei Zhongzhi "ernsthaft insolvent", wie es im Brief hiess.

Anleger gehen wohl weitgehend leer aus

Für die Kunden des Finanzhauses, bei denen es sich laut FAZ vor allem um gut betuchte Chinesen handelt, von denen viele ein höheres Alter aufweisen, dürfte die wahrscheinliche Insolvenz von Zhongzhi mit deutlichen Verlusten einhergehen. So habe das Unternehmen Anleger mit höheren Zinsen angelockt, Zahlungen dürften nun aber auch weiterhin grösstenteils ausbleiben. Informationen der Nachrichtenagentur "Bloomberg" zufolge wird der Schaden für die Kunden der Investmentfirma auf 56 Milliarden US-Dollar geschätzt. Ying Yue von der Anwaltskanzlei Leaqual in Shanghai hält ein Szenario für wahrscheinlich, in dem mehr als 75 Prozent der Schadenssumme verloren gehen und nur mehr 100 Milliarden Yuan bzw. 14 Milliarden US-Dollar zurückgezahlt werden. Ähnlich wie in vergleichbaren Fällen in der Vergangenheit dürfte auch im Fall von Zhongzhi mit einem langwierigen Gerichtsverfahren zu rechnen sein, so Ying.

Ermittlungen aufgenommen

Bloomberg zufolge wurden bereits am Wochenende Ermittlungen gegen den Vermögensverwalter eingeleitet. Mehrere Verantwortliche des Zhongzhi-Konzern müssen sich nun strafrechtlichen Konsequenzen stellen, darunter auch eine Person mit dem Namen Xie. Vor zwei Jahren starb Zhongzhi-Gründer Xie Zhikun, wie die FAZ berichtete, dessen Angehörige seien aber nach wie vor im Unternehmensmanagement tätig. Nun liegt der Verdacht nahe, dass die Ermittlungen auch die Nachfahren des Firmenkonstrukts treffen könnten.

Bislang seien ausserdem Bilder aufgetaucht, auf denen Kunden zu sehen sind, die mit Schildern für den Rückerhalt ihrer angelegten Mittel protestieren. "Zhongzhi, gib uns unser Geld zurück", war laut FAZ auf diesen zu lesen. Die Anleger, die auf den Vermögensverwalter vertraut haben, sind wütend. Der Tageszeitung zufolge seien einige Verwalter des in Schieflage geratenen Konzerns bereits von Kunden bedroht worden, einer der Manager habe die Schuld des Totalverlusts nicht auf sich nehmen wollen und habe sich gar das Leben genommen. Die chinesischen Behörden haben Anleger dazu aufgerufen, sich aktiv am Ermittlungsverfahren zu beteiligen und Hinweise sowie Beschwerden einzureichen.

Nach Immobilien nächste Krise?

Das Zhongzhi-Unternehmenskonstrukt gilt laut dem "Handelsblatt" als einer der Hauptakteure im Schattenbanksektor China. Die in diesem Bereich tätigen Finanzhäuser besorgen sich häufig bei Privatinvestoren Gelder und vergeben dann Kredite an Unternehmen oder investieren in verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe. Vereinfacht wird diese Vorgehensweise dadurch, dass Regeln für Geschäftsbanken nicht für Schattenbanken gelten, so das Wirtschaftsblatt.

Mit dem Zusammenbruch des Zhongzhi-Imperiums steigt nun die Sorge vor einer Krise unter chinesischen Finanzunternehmen, wie der "Spiegel" berichtete. In den letzten Monaten verunsicherte bereits die Misere um den Immobilienmarkt der Volksrepublik, die durch Zahlungsausfälle von Branchengrössen wie Evergrande und Country Garden ausgelöst wurde. Dass mit Zhongzhi nun ein wichtiger Akteur des Schattenfinanzmarkts zu implodieren droht, dürfte nun auch die Finanzbranche erschüttern.

Redaktion finanzen.ch


INFLATION: WELTWEIT STEIGEN DIE PREISE

Viele Anleger setzen deshalb auf den Aktiv verwalteten Global Inflation Protection Basket. Informieren Sie sich über die breit gestreute Auswahl an robusten Aktien & ETFs.

Weitere Links:


Bildquelle: FOTOGRIN / Shutterstock.com,pixfly / Shutterstock.com

Nachrichten zu China Evergrande Group Unsponsored American Deposit Receipt Repr 25 Shs

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
Keine Nachrichten verfügbar.

Analysen zu China Evergrande Group Unsponsored American Deposit Receipt Repr 25 Shs

  • Alle
  • Kaufen
  • Hold
  • Verkaufen

Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

Kommt eine Leitzinssenkung im März? – BX Morningcall mit François Bloch & Dr. Karsten Junius

Heute im BX Morningcall zu Gast: Dr. Karsten Junius, Chefökonom der Bank J. Safra Sarasin AG.

Die Inflationsrate ist im Januar auf 1.3 % gesunken, was auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) überrascht hat. Dr. Karsten Junius diskutiert im Gespräch mit David Kunz, COO der BX Swiss, und Investmentstratege François Bloch, wie die weitere Entwicklung aussieht und ob die SNB die Leitzinsen senken wird. Weitere Themen des Interviews sind:
✔️ der Einfluss des starken Schweizer Frankens auf den Aktienmarkt und
✔️ die Prognosen für dieses Jahr.

👉🏽 https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/

Kommt eine Leitzinssenkung im März? – BX Morningcall mit François Bloch & Dr. Karsten Junius

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 11’934.49 19.11 OFSSMU
Short 12’158.74 13.98 D1SSMU
Short 12’649.35 8.72 RHSSMU
SMI-Kurs: 11’440.45 27.02.2024 17:31:06
Long 10’982.34 19.11 SSZMHU
Long 10’732.32 13.65 SSQMTU
Long 10’277.93 8.89 COSSMU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

finanzen.net News

Datum Titel
{{ARTIKEL.NEWS.HEAD.DATUM | date : "HH:mm" }}
{{ARTIKEL.NEWS.BODY.TITEL}}

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit