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Wer macht das Rennen? 27.12.2019 20:21:00

Cannabis-Aktien 2020: Canopy Growth vs. Aurora Cannabis

Cannabis-Aktien 2020: Canopy Growth vs. Aurora Cannabis

• Das spricht für ein gutes Jahr 2020
• Diese Hürden müssen die Unternehmen 2020 nehmen
• Canopys neuer CEO als Geheimwaffe

Cannabis-Markt erlebte schwieriges Jahr 2019

Das Jahr 2019 war für den Cannabis-Markt nicht ohne, die ersten Monate des Jahres sahen mit einer 70-prozentigen Wertsteigerung mehrerer Cannabis-Aktien noch sehr vielversprechend aus, während in den darauffolgenden Quartalen mehr als drei Viertel der Cannabis-Aktien zweistellige Prozentverluste hinnehmen mussten. Auch die Cannabis-Giganten Aurora Cannabis und Canopy Growth hatten mit Aufs und Abs 2019 zu kämpfen: Letztendlich verlor die Aktie von Aurora Cannabis über den Zeitraum vom 31. Dezember 2018 bis zum 18. Dezember 2019 rund 55 Prozent ihres Wertes und notierte zuletzt bei 2,19 US-Dollar. Auch Canopy Growths Wert verringerte sich im gleichen Zeitraum um 26 Prozent, beim letzten Schlusskurs vom 18. Dezember 2019 lag die Aktie bei 19,73 US-Dollar. Doch wie sieht die Prognose für 2020 aus? The Motley Fool wagte einen Ausblick auf die Chancen im neuen Jahr.

Diese Fakten sprechen für eine positive Prognose

Viele Faktoren deuten auf ein positiveres Jahr 2020 für Aurora Cannabis und Canopy Growth hin. So verbesserte Europa seine Marihuana-Regulierungen im letzten Jahr, welche die Cannabis-Exporte für beide Unternehmen ansteigen lassen könnte. Des Weiteren befinden sich Cannabis-Derivate wie Vaping-Produkte und Nahrungsmittel in einer Hochphase und sind derzeit deutlich gefragter als die herkömmlichen getrockneten Blüten.

Auch firmenspezifisch kann Aurora Cannabis in einigen Punkten entspannt ins neue Jahr starten. Zum einen wagt das Unternehmen den Schritt auf den US-amerikanischen CBD-Markt, zum anderen steigert Kanadas bevölkerungsreichste Provinz Ontario die legalen Verkäufe von CBD über zusätzliche Apotheken. Ausserdem konnte Aurora Cannabis seine Skalenerträge verbessern, welche den Cannabis-Riesen als einen der günstigsten Produzenten auf dem Markt positionieren sollten. Besonders der Nachfrageumschwung von herkömmlichen Cannabis-Produkten auf andere Cannabis-Produkte wie Getränke oder Liquids verspricht in Kombination mit verringerten Produktionskosten höhere Einkünfte im nächsten Jahr. Ausserdem plant Aurora Cannabis eine baldige Markennamen-Partnerschaft in der Getränke- und Lebensmittelindustrie.

Auch Canopy Growth ist aus verschiedensten Gründen laut Motley Fool nicht schlecht aufgestellt, denn Canopy Growth ist das Cannabis-Unternehmen mit dem höchsten Börsenwert in der Branche und die Börsenkapitalisierung könnte im nächsten Jahr sogar noch steigen. Dafür spricht unter anderem, dass der Staat New York dem Unternehmen im Januar 2019 die Lizenz zur Hanfproduktion erteilte, infolgedessen verspricht Canopy Growths neue Hanffabrik in New York mehr Umsatz für das nächste Jahr. Ausserdem werden Canopys derivative Cannabis-Produkte 2020 auf den kanadischen Markt gebracht, unterstützend erhielt Canopy weitere Einzelhandelslizenzen für neue Shops in Ontario. Ansonsten sorgt Canopy Growths neuer CEO David Klein für gute Prognosen und die Hoffnung auf eine bessere finanzielle Bilanz im nächsten Jahr, da der Finanzexperte die laufenden Kosten im Unternehmen stark reduzieren möchte. Unter allen guten Nachrichten könnte der neue CEO David Klein die treibende Kraft für Canopys positive Prognosen für 2020 und die erhoffte Umsatzsteigerung sein.

Mit diesen Schwierigkeiten werden beide Cannabis-Giganten kämpfen müssen

Canopy Growths und Aurora Cannabis' Gründe für ein eher ungünstiges Jahr 2020 sind sich durchaus ähnlich. So hat der kanadische Marihuana-Markt mit Lieferproblemen zu kämpfen, was vermehrt zu illegalen Cannabis-Verkäufen auf dem Schwarzmarkt führt. In den Vereinigten Staaten sorgt der Kampf der US-amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA um sicherere CBD-Produkte für verringerte Verkaufszahlen. Und auch der Blick in das Ausland euphorisiert nicht, da andere Länder nur sehr verzögert medizinisches CBD einführen, infolgedessen zeigt sich der ausländische Markt für Cannabis-Exporte eher reserviert. Zusätzlich haben beide Unternehmen keine klar definierte Wachstumsstrategie.

Auf welche Aktie sollten Anleger 2020 nun setzen?

Beide Cannabis-Unternehmen ähneln sich in ihren positiven und negativen Aspekten, jedoch unterscheiden sie sich in einigen wenigen, welche letztendlich ausschlaggebend sein könnten. Canopy Growth hat sehr viel mehr Bargeldbestand als Aurora Cannabis, was unter anderem auf eine Eigenkapitalinvestition vom Partner Constellation Brands im November 2018 zurückzuführen ist. Obwohl sich der Bargeldbestand auch bei Canopy verringerte, bewahrte er das Unternehmen im Gegensatz zu Aurora vor einer Kapitalverwässerung, denn der Konkurrent Aurora Cannabis muss seit 2016 immer mehr Aktien veräussern. Aurora Cannabis hatte im August 2016 noch 16 Millionen Aktien, inzwischen stieg die Zahl auf 1,1 Milliarden. Motley Fool geht davon aus, dass diese Entwicklung bei Aurora Cannabis auch damit zu tun hat, dass das Unternehmen immer noch keinen Markenpartner gefunden hat.

Bei beiden Firmen wurden ausserdem die Firmenwerte abgeschrieben, bei Aurora Cannabis wurde eine Firmenwertabschreibung auf 3,7 Milliarden Kanadische Dollar für das erste Quartal 2020 vorgenommen und auch Canopy Growths Unternehmenswert wurde um 1,91 Milliarden Kanadische Dollar gesenkt. Dies kann in der Zukunft bedenklich werden, jedoch hat Aurora hinsichtlich des anteiligen Firmenwerts am Gesamtvermögen die schlechtere Karte gezogen. Aurora Cannabis' Unternehmenswert macht 57 Prozent seines gesamten Vermögenswertes aus, Canopy Growths Firmenwert hingegen nur 23 Prozent, sprich bei weiteren Firmenwertverlusten in der Cannabis-Branche würde Aurora Cannabis wahrscheinlich schlechter abschneiden.

Demzufolge geht Motley Fool davon aus, dass 2020 ein bessere Jahr für Aurora Cannabis werden wird und Canopy Growth zurückstecken muss. Das bedeutet jedoch nicht, dass 2020 auch ein gutes Jahr für Canopy wird - vermutlich lediglich ein besseres als für Aurora Cannabis.

Marie-Sophie Steinbach / Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Jarretera / Shutterstock.com,Oprea George / Shutterstock.com,Lifestyle discover / Shutterstock.com

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